NDS39 – Leopolds Erben III: Africa Believer

Shownotes

Nachdem sich die letzten beiden Folgen vor allem mit der Geschichte und Gegenwart der Rohstoffausbeutung des afrikanischen Kontinents, am Beispiel des Kongo, befasst haben, von Leopold II. bis hin zu Trumps „Washington Accords“ und dem neuen imperialen Ringen zwischen China und den USA um die Schätze des Kontinents, könnte man meinen, die Zukunft dieses Geschäfts und des Wettstreits darum ist so vorhersehbar wie wenig hoffnungsvoll. 

Doch auch wenn Frustration berechtigt ist, die reine Reproduktion der Ausbeutungserzählung wird schon der Gegenwart - zumindest nicht immer - gerecht. 

Folge 3 verschiebt daher den Fokus und fragt: Was würde es eigentlich brauchen, damit sich etwas ändert? Und was passiert vielleicht sogar schon?  Denn der Kontinent steht nicht still. Vielmehr versuchen afrikanische Staaten mit neuem Selbstbewusstsein und der globalen demographischen und geopolitischen Entwicklung im Rücken, bereits Kontrolle zurückzugewinnen.  Von Exportverboten über regionale Wirtschaftszonen, rapide Digitalisierung, den Aufbau eines afrikanischen Binnenmarktes und multilaterale Rahmenwerke bis hin zu gemeinsamen Batterievorläuferfabriken, wie sie die DRC und Sambia gerade gemeinsam aufbauen.  Dabei geht es nicht darum, hoffnungsvolle Luftschlösser zu bauen, sondern zu fragen, was möglich und realistisch scheint und damit natürlich auch, was einer selbstbestimmteren Zukunft des afrikanischen Rohstoffgeschäfts (noch) entgegensteht. Welche strukturellen Barrieren müssen überwunden werden, national, wie global? Und noch grundsätzlicher: wessen Energiewende ist das eigentlich, die den Rohstoffboom auf dem Kontinent antreibt? Was die Beantwortung dieser Frage darüber aussagt, wie die globale Machtverteilung auch weiterhin gelagert ist und was sie gerade Afrika kostet und noch kosten wird. 


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Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker

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Musik: Joscha @gruneWav

Logo: Danny @Dann_____y

Transkript anzeigen

00:00:32: Und herzlich willkommen zurück.

00:00:34: Mein Name ist Miklöcker und ihr hört Folge neununddreißig von neben der Spur, heute mit Teil drei zur großen kongokritische Mineralenreihe, mit der wir das Thema dann auch abschließen werden bevor wir uns hier wieder neuen und aktuellen Dingen zuwenden werden.

00:00:49: aber bevor wir dazu kommen verweckt nachdem ich euch zuletzt wenig damit belästigt habe ein paar administrative Punkte denn die aktuelle Folge, dem einen oder der anderen wird's schon aufgefallen sein.

00:00:59: Ist ein bisschen spät dran vielleicht und als ich das hier geschrieben habe wusste ich nicht mal so genau wann sie erscheint.

00:01:06: auch ihr werdet es dann einfach merken was schlicht daran liegt dass die zeit außerhalb der arbeit an diesem podcast leider nicht still steht obwohl in diesem fall ist es zumindest für mich nicht besonders bedauerlich denn ich bin einfach umgezogen.

00:01:19: aber wie man mich sofort zurecht gewarnt hat Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, no pun intended.

00:01:26: Gerade wenn man sein Leben mit seiner Lieblingsperson zusammenlegt und zudem mit geschätzt hundert Pflanzen und zehnmal so vielen Büchern aus dem vierten Stock auszieht.

00:01:34: Auch dieses Jahr hat der Podcast daher also eine kleine oder etwas größere Sommerpause eingelegt Weshalb diese Folgen und leider nicht Anfang August erschienen ist, wie ich das mir mal irgendwie so vorgestellt hatte.

00:01:46: Abhängig von vielen konkreten und noch weit weniger konkreten Fragen bezüglich der Neueinrichtung von Internet meinem Heimstudio Streichen Entrümpeln &

00:01:55: Co.,

00:01:56: sondern eben erst jetzt.

00:01:58: Da ist neben der Arbeit- und Dressleben einfach wenig Zeit geblieben und auch die nötige Ruhe und Konzentration um hier weiter zu machen.

00:02:07: Aber jetzt bin ich so langsam wieder auf Spur, in dem Fall Pun intended.

00:02:11: Das heißt von hier aus geht's quasi ganz regulär weiter was mich auch gleich zu Punkt zwei führt denn ihr schreibt mir fleißig E-Mails also jetzt auch nicht massig und bitte fühlt euch jetzt nicht dazu genötigt.

00:02:23: aber auch da brauche ich aktuell etwas länger zur Beantwortung.

00:02:27: wenn ihr also schon einen Moment oder auch ein Monat wartet keine Sorge die Antwort kommt nur nicht gleich.

00:02:33: das gibt gerade auch für die Anfragen zum Quellenkorpus.

00:02:36: Ich weiß, es ist alles noch etwas suboptimal.

00:02:38: Denn es ist schlicht rein praktisch nicht möglich für mich, euch diesen in der Gesamtheit einfach so über die Show Notes zur Verfügung zu stellen.

00:02:46: Ich hab's versucht aber das sprengt einfach den Rahmen dem ihr Polygy lässt und der halt so viel Show Notes vorgesehen ist.

00:02:52: Aber für die, die sich interessieren und nachlesen wollen werde ich in Zukunft versuchen irgendwie eine bessere Möglichkeit zu finden als wie bisher nur über die E-Mail.

00:03:02: Da bin jetzt schon ein Weiler am Überlegen wie ich das mache ob nun Website, Discord oder was es noch alles so gibt.

00:03:08: Auch das ist also zumindest in gedanklicher Arbeit dauert aber auch noch einen Moment zwischen Erwerbsarbeit, Umzug und ja auch der konstanten inhaltlichen Arbeit an diesem Projekt die ich im Zweifel zwar immer priorisiere Und meistens wird die Zeit da eh schon knapp wenn ich hier regelmäßig veröffentlichen möchte Da fällt das technische dann leicht mal hinten runter und Ich bin auch ganz ehrlich ich prokrastiniere damit ein bisschen.

00:03:32: Die Planung ist also in der Planung und wenn sie fertig ist, sag ich Bescheid.

00:03:36: Bis dahin aber bevor ihr irgendwo Kommentare dazu hinterlasst die ich dann eventuell nicht mal finde oder Sie zumindest nicht direkt auf dem Schirm habt schreibt mir einfach eine kurze Mail-Mail.

00:03:48: Adresse ist natürlich immer den Show notes.

00:03:50: das reicht vollkommen Und ich versuche euch das Material oder zumindest die Liste mit den Titeln und Links zur Verfügung zu stellen oder auch weitere Literaturfragen, so gut es mir eben möglich ist irgendwie zu beantworten.

00:04:01: Wenn's darum geht wie ihr weiterlesen könnt wo man Material findet und so weiter und sofort das mache ich sehr gerne dann lohnt sich diese ganze Recherche und Dokumentation auch und ich werde schauen wie ich da den Aufwand sowohl für euch als auch für mich in Zukunft reduzieren kann sodass wir da nicht immer einen Zwiegespäch miteinander treten müssen sondern ihr einfach wisst okay da ist die Liste da kann ich reinschauen.

00:04:24: Also seid gespannt darauf, wie ich das löse.

00:04:26: Eine Website für dieses Projekt ist eh schon lange in der Planung.

00:04:30: Das soll dann irgendwie aber auch vernünftig aussehen und natürlich im Bestfall alles erfüllen was ich mir davon wünsche.

00:04:37: Und bis dahin, wie gesagt, schreibt mir einfach kurz!

00:04:41: Dann müsst ihr im Zweifel zwar einen kleinen oder etwas längeren Moment warten... ...aber die Quellenliste kommt zu euch.

00:04:47: Drittens darf wir uns nun schon einmal der Reflexion widmen und als kurzes Comeback aus der Sommerpause Vielen Dank an alle, die auch über diese Pause hinweg diesen Podcast seit neun oder auch schon seit Beginn unterstützen mit finanzieller Förderung aber natürlich durch das Teilen weitererzählen und schlicht hören.

00:05:06: Es hat sich bis hierhin soweit ich es nachvollziehen kann eine konstant wachsende und vor allem auch in allerlei Hinsicht diverse Hörerschaft um dieses Projekt gebildet und dafür bin ich neben der direkten Zuwendung sehr dankbar zumal Ich weiß dass die Themen jetzt auch nicht immer so leicht zu bearbeiten sind.

00:05:22: Das merke ich dann selber schon, wenn ich versuche sie irgendwie aufzuarbeiten und dementsprechend wohl auch nichts zu hören Und die Antworten und Erkenntnisse ja nun auch nicht immer unbedingt Insta-Kachel geeignet sind.

00:05:34: Danke also, dass ihr das unterstützt!

00:05:36: Auch über die Pausen hinweg so... Ich weiß ich kann hier nicht liefern wie halt einfach ein großes Medienunternehmen, wie einem Podcast der New York Times, der noch thirty-fünf Leute hat, die sich irgendwie Recherche und Archiv widmen.

00:05:50: Deshalb umso mehr vielen Dank für die Unterstützung, für dieses immer noch sehr kleine aber mir doch sehr am Herzen liegende Projekt und ich habe das Gefühl es liegt euch auch am Hersten.

00:05:58: Und wenn ihr das finanziell fördern wollt und das ganze damit natürlich auch sukzessive professionalisieren wollt dann schaut doch mal gerne in die Show notes!

00:06:07: Und so.

00:06:08: damit aber nun genug von mir und dem administrativen Beiberg.

00:06:12: kommen wir zur heutigen Folge.

00:06:21: Wer die letzten beiden Folgen gehört hat, kommt wahrscheinlich zu dem Schluss das die Geschichte, die wir bis hierhin erzählt haben über Leopold.

00:06:29: Die koloniale Ausbeutung, die Staatlichkeit gezielt verhindert und ihre Position auch verteidigt über die Unabhängigkeit und den Kalten Krieg hinaus bis hin zur aktuellen neo-imperialistischen Ausbeuchtung Chinas und der USA ziemlich eindeutig ist.

00:06:46: Der Kongo sitzt auf unvorstellbarem Reichtum.

00:06:50: Externe Akteure schöpfen diesen Reichtum systematisch ab und das System reproduziert sich, weil strukturelle Abhängigkeit und externe Einflussnahme ist am Laufen halten.

00:07:00: Und das ist auch absolut richtig.

00:07:03: gut aufgepasst!

00:07:05: Die Sachzwänge die wirtschaftlichen und politischen Kniebel sind extrem festgezogen.

00:07:10: Ihnen als selbst sagen wir mal Ideal, aufgebauter staatlicher Akteur zu begegnen mit funktionierenden Institutionen engagierten Personal in Zeiten des Friedens und was noch alles dazu gehört scheint fast aussichtslos.

00:07:25: Und ich will euch daher im folgenden auch keine Fantasy erzählen nur um mal auf einer irgendwie ein bisschen hoffnungsvolleren Note zu enden.

00:07:33: Auch wenn wir heute also abschließend darauf blicken wollen, was sich tun ließe und vor allem auch tatsächlich passiert.

00:07:40: Um die Verhältnisse in Afrika und für afrikanische Staaten zu verändern – Wir vergessen dabei natürlich nicht, was wir bis hierhin als bistere Realität bisher gezeichnet haben.

00:07:51: Genauso wie das wir auch heute wieder trotz insgesamt über sechs Stunden Laufzeit letztlich an der Oberfläche kratzt werden!

00:07:58: Allein schon war ich mich eben doch relativ stringent am Mineralgeschäft festhalte und darauf konzentriere, allein schon um das Ganze hier nicht noch weiter ausarten zu lassen.

00:08:09: Was aber auch viele andere Fragen vielleicht nicht ein Gänze auslässt, aber zumindest nicht in Gänse erfasst.

00:08:15: Aber eben auch weil mit dieser konkreten Auseinandersetzung entlang dieses Themenfeldes auch einhergeht dass man sich an den internationalen Leitplanken und Strukturen orientiert die akut vorherrschen und damit auch dem, was innerhalb des Systems eben möglich scheint.

00:08:31: Wie man es vielleicht transformieren oder nutzen kann und jetzt nicht unbedingt wie eine Welt ohne dieses System aussehen könnte – oder sollte!

00:08:40: Wir gehen darauf am Ende noch einmal kurz kritisch ein aber bedeutet wir bleiben allein schon weil wir uns darauf konzentrieren was sich tatsächlich verändert weitestgehend im Rahmen einer internationalen kapitalistischen Ordnung wie sie heute vorherrscht anstatt eine neue zu definieren in Form einer irgendwie geahnden panafrikanischen Revolution oder so.

00:09:03: Was grundsätzliche Fragen um die globale Ordnung aber natürlich nicht als müßig aussortieren soll, um hier irgendeine eigene Alternativlosigkeit zu behaupten und zu sagen es ginge nur auf diese Art und Weise.

00:09:15: Sondern wir konzentrieren und schlichen uns ergreifen einfach auf das was man sehen kann und welche Bedingungen sich innerhalb der internationalen Rahmenordnung verbessern.

00:09:25: Das macht das Ganze einfach etwas greifbarer und es fokussiert eben auch auf das, was nicht Theorie ist sondern wirtschaftliche und politische Praxis jetzt gerade in Afrika und seinem Verhältnis nach Hause.

00:09:37: Dabei aber natürlich durchaus wie immer mit dem Ziel eine gerade in Europa weiter dominanter Erzählung des vermeintlich politischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stillstanzen Afrika zu kontrastieren der den Kontinent sicherlich an vielen Stellen nicht unbedingt immer falsch beschreibt, denn Stillstand oder eher Verfestigung teilt.

00:09:59: Jahrhunderte alter Verhältnisse nach außen und auch untereinander prägen den Kontinent als zentrales Problem ja tatsächlich.

00:10:06: Und nicht umsonst starten wir hier daher regelmäßig auch im frühen zwanzigsten Jahrhundert, um aktuelle Probleme zu erfassen.

00:10:12: Das wird eben auch nicht nur allzu leicht so ehrlicherweise berechtigter Resignation, sondern eben auch dazu dass man das was sich verändert vielleicht grundsätzlich unterbewertet oder gar nicht erst wahrnimmt und damit vielleicht auch zumindest im allgemeinen Blick eher dazu beiträgt dass diese Zustände als quasi schicksalshaft oder wenigstens unverrückbar erscheinen.

00:10:35: Was ich dann wiederum als Problem in der Realität spiegelt sie die grundsätzliche wirtschaftliche investitionspolitische Vernachlässigung des Kontinents die sich sicherlich zu erheblichen Teilen macht, politisch erklären lässt.

00:10:49: In einer globalen Ordnung in der ganz Afrika als eine Region zum Wert abschöpfen, denn eine wertschöpfende Region gesehen wird – die so oft erwähnte globale Peripherie ebent.

00:11:00: Aber wir haben auch schon angerissen, dass die große Skepsis gerade auch des europäischen Kapitals in Afrika überhaupt zu investieren erschließt sich nicht allein daraus!

00:11:11: Das liberale Mantra mag noch so sehr sein, dass der freie Markt diktiert.

00:11:16: Dass das Kapital sich immer den profitabelsten und einfachsten Weg zur Rendite sucht – aber das ist schlicht falsch!

00:11:23: Es gibt Länder die können noch so wettbewerbsfähig sein, die arbeiten noch so billig, die Energiepreise auch, die Freihandelszonen noch so groß und wenig reguliert, die steuern noch so niedrig wenn dann überhaupt vorhanden?

00:11:36: Es interessiert sich doch keiner….

00:11:39: Wenn Kapital und jene, die es verwalten und investieren sollen und wollen suchen sich in der Regel dem eigenen Selbstbild zum trotz Die ausgetretenen vermeintlich bekannten Wege.

00:11:50: Und Afrika geht da gerade in Europa vielen weiterhin als zu risiko behaftet was manchmal stimmt andere Maler aber auch einfach damit zu tun hat, dass man sich nicht damit befasst.

00:12:01: Es ist ein Nichtinteressiert und ein Unternehmenslenker- und Aufsichtsrat eben am Ende des Tages – auch wenn das Gehalt in Millionenhöhe darüber hinweg täuschen mag – eben doch nur ein ignoranter, desinteressierter Deb sein kann, der einem am Tag die Weltzeitung aufschlägt und sich wie so viele andere auch gerne in bekannten Vorstellungswelten und natürlich auch damit verbundenen Rassismen

00:12:24: einrichtet.".

00:12:25: Und das soll jetzt nicht über die strukturellen Zwänge hinwegtäuschen und alles auf Einzelne als Sündenböcke abwälzen.

00:12:32: Auch das wäre fatal, aber es ist eben auch ein Teil der Realität.

00:12:37: Persönlich muss ich dabei immer an den deutschen Schlachthaus-Magnaten und Schalke Null vier Medzene Clemens Tönnes denken.

00:12:44: Der im August zwei Tausend neunzehn mit rassistischen Aussagen über Menschen in Afrika bei einer Rede zum Tag des Handwerks am Paderborn zugegeben für heftige Empörung zumindest im Nachklang sorgte Als der deutsche Steuererhöhung im Kampf gegen den Klimawandel mit dem gönnerhaften Vorschlagverband, stattdessen solle man doch jährlich lieber zwanzig Kraftwerke in Afrika finanzieren.

00:13:06: Denn dann – Zitat!

00:13:08: Würden die Afrikaner aufhören Bräume zu fällen und sie hörten auf wenn es dunkel ist Kinder zu produzieren?

00:13:14: Eine Aussage, die mehr schlecht denn recht neoliberale Agenda daheim mit einer Art philantrophischen Rassismus zu einem bekannten Brei der Ignoranz und Abwertung verrührte im Saal Verhaltener Applaus.

00:13:27: Und das ist sicherlich nur ein Randbeispiel, aber vielen Deutschen und auch jenen Unternehmern im Saalspraches dann wohl doch aus der Seele oder wenigstens dem eigenen Weltverständnis.

00:13:38: Wenig verwunderlich ist doch Tönnes Bild eines vermeintlichen überbevölkerten chaotischen Kontinenz, der einfach zu doof ist Kraftwerke zu bauen weiterhin gesamtgesellschaftlich privalent.

00:13:51: Dabei stellt die Realität beide Aussagen eigentlich ganz grundsätzlich in Frage angefangen bei der vermeintlichen Überpopulationen, die alle Klimaprojekte hier quasi negieren würde.

00:14:04: Denn wie wir alle wissen Das ist schon mit Blick auf den ökologischen Fußabdruck der Staaten, wie einzelnen Bürger im besten im Vergleich zu Afrika schlicht kompletter Unsinn.

00:14:12: Deren Emissionen weit unter den Europas liegen – genauer fast zwei Dritte!

00:14:18: Denn Afrika verursacht mit rund drei Komma sieben Prozent der globalen CO-Zweiemission einen deutlich geringeren Anteil als Europa mit circa neun Komma acht Prozent und das obwohl dort mehr Menschen leben.

00:14:30: Mehr Mensch gleich mehr Ausstoß ist ja also schlicht falsch.

00:14:34: Afrika kann noch so viel Holz an seinen Kochstationen verbrennen, an europäische Schwerindustrie und den einzelnen Verbraucher.

00:14:42: zwischen Smartkühlschrank, Haus mit Pool- und SUV vor der Tür wird der Kontinent frühestens zwanzig fünfzig herangekochen sein.

00:14:50: Und dann auch nicht mit Blick auf den Einzinnen sondern nur den Gesamtausstoß und auch nur dann wenn Europa seine Pläne zur Netto Null der Emission tatsächlich zielorientiert in die Tat umsetzt!

00:15:02: Deutschland vervielt seine Klimaziele dieses Jahr übrigens zum ersten Mal, das nur am Rande.

00:15:06: Kurz ganz schön viele Vents also die zeigen.

00:15:09: zwischen der Sinnhaftigkeit deutscher Solar- und Windkraft und afrikanischen Küchenfeuern besteht schließlich kein Zusammenhang.

00:15:17: Und ironischerweise bietet unser gerade erdebter Sommer hier mit Kernkraftwerken, die dank niedrigem Wasser nicht mehr gekühlt werden können genauso wenig wie die deutschen Kohlekraftwerke dazu die aktuell passenden Ponte.

00:15:31: sich auf tönnes Narrativ einzulassen, hallo liebe CDU heißt also nichts anderes als dass die S-Bahn in Budapest dann halt nicht mehr fahren und die Laternen nachts dunkel bleiben.

00:15:41: herzlichen Glückwunsch dazu.

00:15:44: Noch wesentlich relevanter dem Blick wieder auf Afrika fokussierend ist aber vielleicht ein noch größeres makroökonomisches Missverständnis Die Erzählung des Kontinents der unter der Last seiner eigenen Menschen quasi erdrückt wird zusammengefasst unter der Problembeschreibung über Bevölkerung, als große Herausforderungen der Zukunft.

00:16:06: Und auch das ist nicht überall prinzipiell falsch!

00:16:10: Wir haben hier vor nicht allzu langer Zeit zum Beispiel wieder mal über Ägypten gesprochen und das wächst demografisch wirklich so massiv dass wirtschaftliche Entwicklung oder auch nur Grundversorgung, den schon jetzt kaum irgendwie gerecht werden könnte Während der Nihildroh weiter Wasser zu verlieren und das so essentielle Nihldelter aus Franz versalzt, die Entscheidung für ein neues Kraftwerk – dass dann vielleicht Millionen mit Strom versorgt einem großen Strom – gleichzeitig Millionen zum Hungern verdammt kann.

00:16:38: Kaum auflösbare Dilemmata also verbunden direkt mit der Demografie, die auch einen politisch besser aufgestelltes Land an den Rand einer Existenzkrise treiben könnten und nicht zu lösen sind vom demografischen Wachstum, welches das Land tatsächlich zu überfordert ruht.

00:16:55: Aber was für Ägypten gilt, geht daher eben noch lange nicht wird zum Beispiel Zentralafrika – ganz im Gegenteil!

00:17:03: Denn mit Blick auf die Geschichte wie der Ökonom Joe Studwill, auf den wir uns jetzt im Folgenden beziehen werden in seinem gerade erst-sächsunzwanzig erschienen Buch How Africa Works Gleich Eingangs beeindruckend auftröselt, litt er Kontinent die längste Zeit vielleicht eher unter den genau umgekehrten Vorzeichen nämlich viel zu wenig Einwohnerinnen.

00:17:23: Denn zumindest Stadt will legt nahe, anders als die dominante Erzählung, die uns weiß machen will Afrika echt geradezu unter der Last zu vieler Menschen das der Kontinent den allergrößten Teil seiner Geschichte überschlicht chronisch unterbevölkert war und zwar dramatisch gerade im Vergleich zu Europa und Asien und sich daher eben auch viele der wirtschaftlichen Folgeeffekte Bevölkerungsboom in Europa und Asien in verschiedenen Imporen einherging, sich in Afrika schlicht nicht einstellen konnten.

00:17:55: Die Ausgangssituation in Afrikas war – und in vielen Fällen ist also riesige Fläche aber eigentlich viel zu wenig Menschen die sie besiedelten Ergo-wenigurbanisierung große Herausforderungen für politische Systeme, die kleine Gruppen über große Entfernung verbinden mussten und müssen und das oft nicht konnten, wenig wirtschaftliche Synergieeffekt.

00:18:17: Und ja letztlich auch wenig Möglichkeit zur Abwehr- und Selbstbehauptung, Organisationen gegenüber denen die von außen kamen – und auch weiterhin kommen!

00:18:27: Eine Konstellation aus der heraus sich dann anders als anderswo wo macht sich um die Kontrolle von Land herum kristallisierte?

00:18:35: Auch Macht ganz anders organisierte.

00:18:39: Ebenbei landreichlich Arbeitskraft aber extrem knapp war.

00:18:45: Und dafür gibt es handfeste und ziemlich afrika-spezifische Gründe.

00:18:49: Die gleich zeigen, dass sich die Beschreibung grundsätzlich nicht einfach an Europa als Maß der Dinge orientieren sollte.

00:18:56: Einfach an zum Beispiel die Krankheitsumgebungen Malaria, die Schlafkrankheit und viele andere, die über Jahrhunderte die Bevölkerung des Kontinents immer wieder ausdünden und zum Beispiel große urbane Räume schlicht verhinderten, an denen sich die Krankheiten noch viel rasante ausgebreitet hätten.

00:19:13: Und gleiches gilt für weitere Umweltfaktoren, zum Teil auch zumindest aus unserer Sicht fast kurios.

00:19:21: Zum Beispiel schlicht zu viele Elefanten!

00:19:24: Was erstmal absurd klingt – aber über Jahrhunderte waren es eben Millionen von Elefanten die über den Kontinent zogen.

00:19:32: Nicht ein paar aufwendig betreute und mehrheitlich eingezäunte Gruppen Und die laugten die Böden aus und verhinderten vor allem auch dichte Besiedlungen, Sesshaftigkeit und intensive Landwirtschaft.

00:19:44: Die für tausende Tiere nicht mehr gewesen wäre als eine constante Futterquelle aber eben keine Garantie für die sichere Grundversorgung einer Bevölkerung.

00:19:55: Es herrschten also schon mal so Statwell schlicht Umweltbedingungen, die verhindern das Gesellschaft in Afrika die gleichen Strukturen annehmen konnte wie Europa und vor allem auch, dass diese eben so rasant wachsen konnte.

00:20:09: Und sich vergleichbare Obane-Moloche bildeten die dann wiederum wirtschaftliche Entwicklungen und Handelsdynamik antrieben und immer so weiter.

00:20:18: Anders als in Europa so Star Wars zugegeben zugespitzte These wurde in Afrika daher auch die längste Zeit nicht um vermeintlich knappes Land gerungen und auch gekämpft denn davon war im Überfluss vorhanden sondern dem Mensch selbst als knappstes Gut Was nichts anderes bedeutet als bei Studwell zumindest, läuft die Kausalität von wenig Bevölkerung hin zur Sklaverei und nicht anders herum.

00:20:44: Wo Land im Überfluss aber Menschen knapp waren, richtet sich politische Macht auf die Kontrolle von Körpern statt von Territorium – denn es lohnt es sich schlicht nicht um Land zu kämpfen, dass man ohnehin nie hätte bevölkern oder kontrollieren können.

00:20:58: Viel eher lohnte es sich, Menschen zu akkumulieren, um die eigene Gruppe zu stärken!

00:21:04: So gesehen also fast eine bittere ökonomische Logik hinter dem, was wir bisher als Koloniale und auch vorkolonialer Ausbeutungsgeschichte kennen.

00:21:13: Und wenig überraschend ist es laut Statue daher auch diese Unter-Bevölkerung die den Kolonialismus in Afrika seine ganz eigene spezifische Form gab.

00:21:22: Die dieser als low budget Colonialism beschreibt war ein Modell isolierter extraktiver in Klaven beschreibt, geografisch wie wirtschaftlich abgekoppelt vom Rest der jeweiligen Ökonomie.

00:21:34: Was sich weitestgehend mit dem deckt, wie auch wir hier den Kolonialismus auf dem Kontinent immer wieder beschrieben haben.

00:21:39: In Klafen im Nichts die Ausziehen um vor allem dann Menschen zusammenzutreiben und diese dann wahren und vor einem Rohstoffe sammeln zu lassen oder eben auch selbst als Ware zu dienen.

00:21:52: Laut Stapfel nur logisch Denn wo es kaum Menschen gibt, gibt es eben auch kaum Steuerbasis.

00:21:57: Und wo's kaum Steuerbasis gibt, bauen Kolonialmächte keine flächendeckende Verwaltung, keine umgreifende Infrastruktur sondern punktuelle Extraktionsenksamen.

00:22:08: Was zu einem spezifischen Kolonalismus in Afrika führt der sich gerade durch seine systematische Unterfinanzierung noch einmal grundlegend von den kolonialen Leuchtturmprojekten wie zum Beispiel in Indien und Südostasien abgrenzt was natürlich wiederum auch unterschiedliche Ausgangslagen nach dem Konditionismus bedingte, die sich obwohl alle kondensierten Staaten unter dieser Ordnung litten eben doch zwischen Asien und Afrika ganz anders darstellen.

00:22:39: Was ich bis heute in den schockierenden Zahlen niederschlägt, die wir hier immer wieder zitieren.

00:22:44: Zum Beispiel der Tatsache dass es um In ganz Afrika bei damals schon zweihundert Millionen Einwohnerinnen schätzungsweise gerade einmal achttausend Sekundarschulabsolventen pro Jahr gab, weil die kommunale Regierung systematisch und in einer weltweit einzigartigen Weise in Bildung- und Staatskapazität unterinvestierten.

00:23:04: Was wiederum natürlich auch die Entwicklung nach der Unabhängigkeit prägte!

00:23:08: Denn durch die Kombination aus wenig Bevölkerung und Low-Budget-Colonialism fanden sich die meisten afrikanischen Gesellschaften ebenfalls global einzigartig bei der Unabhängigkeit verstreut, ungebildet und politisch unorganisiert wieder.

00:23:24: Und genau hier setzt aber vielleicht auch Stadtwilts dann entscheidendster Kontrapunkt zum Entwicklungsökonomischen Mainstream an – der in der Regel eher auf Governance Fragen oder ethnische Konflikte schaut!

00:23:37: Denn laut Stadt will seines genau diese strukturellen Hemmnisse nicht Korruption oder ethnische Gewalt, die die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents am stärksten eingeschränkt hätten.

00:23:48: Also nicht zu viel sondern zu wenig Bevölkerung als eigentliche Wurze der später so oft beklagten.

00:23:54: in Anführungsstrichen Rückständigkeit und ja ohne Frage.

00:23:58: das ist sicherlich vereinfachend monokausal und bricht eine sehr komplexe Entwicklung runter auf eine radikale Antithese zum Mainstream.

00:24:09: Aber auch wenn andere Faktoren sicherlich mit beeinflusst haben, der demografische Einwurf ist doch eine entscheidende Zäsur!

00:24:16: Wenn es darum geht wie wir Afrikas gegenwahrt und dann vor allem auch Zukunft beschreiben oder gar beurteilen sollten?

00:24:24: Denn folgt man Stuttgart-Witz-These, dann kipp die Geschichte der Afrikas vermeintlich überladen von seiner eigenen Bevölkerung gerade nicht etwa nach hintenüber, zurück ins Chaos- und Versorgungskrise sondern nach vorne.

00:24:39: Und das mit gewaltiger Wucht!

00:24:41: Und aus dem was heute in Europa gerne als demografisches Problem gerahmt wird, wird zumindest in dieser Lesart eigentlich die historische Voraussetzung die Afrika bisher gefehlt hat, um sein wirtschaftliches und politisches Potenzial zu entfalten wie auch seine globale politische Macht als Markt der Zukunft.

00:25:02: Genauert die Erfahrung Asians – dass sich in seinem Bevölkerungsboom seit den neunzehnten Sechzigerjahren aufbauend auf eine hauptsächlich von kleinbäuerlicher Landwirtschaft dominierten Wirtschaft über eine arbeitsintensive Fertigungswirtschaft hinzu einer marktdominierenden technologisch dominanten Mega-Wirtschaftszone entwickelt hat!

00:25:22: Volkmannstatt will dann bei dieser Weg für Afrika lange Zeit schlicht ausgeschlossen, weil die Bevölkerung fehlte.

00:25:29: Was sich nun aber eben radikal zu Wandeln beginnt – denn bis zum Jahr zwanzig dreißig wird Afrika die Bevölkerungsdichte erreichen, die Asien neunzehntnachsächzig hatte!

00:25:39: was voraussichtlich auch erst der Anfang sein wird.

00:25:42: und daraus folgen dann eben nicht zwangsläufig nur Hunger- und Überforderungen, sondern vielleicht ganz im Gegenteil dass die wirtschaftlichen Aussichten für den Kontinent heute tatsächlich besser sind als jemals zuvor.

00:25:57: Kurz wo die dominante Erzählung über Bevölkerung als Afrikas Fluch sieht.

00:26:03: sie Stadt will historische Unterbevölkerung als Ursprung der Misere und die heutige demografische Entwicklung entsprechend nicht als Bedrohung, zumindest nicht allein sondern als das was Asien um neunzehnundsechzig erst zum Absprung in das Wirtschaftswunder verholfen hat.

00:26:20: Das kann man sicherlich als zu optimistisch oder monokausal kritisieren Denn es lässt natürlich vieles aus.

00:26:27: Es ist sicherlich am Ende nicht nur eine Frage der Demografie allein, wie wir heute auch wieder sehen werden sondern es geht um ganz konkrete Strukturen, um Policy, um Governance und all das andere.

00:26:38: aber für uns ist das heute trotzdem die Ausgangslage im doppelten Sinne denn wir werden versuchen heute nicht nur bekanntes und gefühltes zu reproduzieren sondern uns abschließend darauf zu konzentrieren wo sich etwas tatsächlich verändert an den Fundamenten wie der konkreten Policy und Kooperation, und auch was sich vielleicht noch ändern könnte.

00:27:00: Und deshalb fangen wir heute dort an wo Folge zwei geendet hat aber nicht mit dem Problem das haben wir jetzt ausreichend beschrieben sondern mit der Frage was dagegen getan werden kann und was auch schon getan wird.

00:27:21: Wenn man sich die Entwicklung der letzten drei bis fünf Jahre auf dem afrikanischen Kontinent anschaut fällt zunächst eine doch recht umfassende Veränderung auf.

00:27:31: Afrikanische Staaten sind sich ihrer Verhandlungsmasse und Positionen im Bettstreit, um die Ressourcen der Zukunft offenbar doch zunehmend flächendeckender bewusst und spielen diese auch nach innen wie nach außen stärker aus – als wohl jemals zuvor die vergangenen zwanzig bis dreißig Jahre.

00:27:49: Wobei die Bedingungen natürlich vielfertig sind!

00:27:52: Ein von akuter Gewalt betroffener Staat Am Rande seiner Existenz und staatlichen Souveränität wie die Demokratische Republik Kongo kann schlicht nicht so verhandeln, wie Ruanda – wie wir schon besprochen haben.

00:28:07: Und auch ein Land wie Nigeria selbst Energieproduzent mit weiterhin enger politischer und wirtschaftlicher Bindung an Europa und gerade auch Großbritannien agiert anders als ein Militärpräsident Ibrahim Trauré in Burkina Faso, der die konkreten wirtschaftlichen Fragen um die Rohstoffe seines Landes mit einer vor allem nach innen gerichteten antikolonialen nationalen Erzählung verknüpft.

00:28:32: Bei der man sich dann nie so ganz sicher ist worum es jetzt eigentlich genau geht, Souveränität oder doch nur Machtpose nach inne.

00:28:40: Gleichzeitig ist gerade das aber auch beispielhaft für eine neue oder wohl eher Comeback einer alten Rhetorik, die weit über Bukina Faso hinaus zunehmend wieder relevant wird.

00:28:52: Denn nachdem afrikanische Lenker jahrzehntelang in vielen Fällen vor allem nach innen als eher autoritäre Figuren aufgetreten sind während sie außen nach Westbindung und wirtschaftlicher Integration suchten hat sich der tonisch-betestens mit der chinesischen Dominanz auf dem Kontinent doch sukzessive verändert.

00:29:12: Und dass wo nicht umsonst parallel zu einer Entwicklung in der Europa und die USA zwar noch potenzielle Partner sind, derweit etabliertere aber eben China.

00:29:23: Das seinerseits wie auch Russland und andere an eine bekannte antikoloniale Erzählung anschließt.

00:29:30: Die inzwischen auch zu einem zentralen Talking Point auf G-twanzig treffen und anderen Konferenzen des globalen Südens geworden ist.

00:29:38: Wir haben zwar auch schon festgestellt... Das bleibt oft mehr rhetorik, denn tatsächliche Veränderungen etablierter Verhältnisse die sich oft einfach übertragen auf Akteure aus China.

00:29:49: Aber die Rhetorik ist sicherlich auch mehr als nur das.

00:29:52: sie definiert einen zwischen in Afrika weit geteiltes ideologisches Fundament und das spiegelt sich auch ganz konkret in der Realität Denn Afrika verhandelt heute schlicht anders als früher nicht überall Immer und bei weitem auch nicht immer mit dem gleichen Ergebnis, vor allem Erfolgen.

00:30:12: Aber die Richtung scheint sich doch vielleicht grundlegend zu verändern.

00:30:17: Und die direkteste und am leichtesten messbare Veränderung sind dabei die Exportbeschränkungen.

00:30:23: So haben mindestens dreizehn afrikanische Länder allein seit zwanzig-dreiundzwanzig Exportrestriktionen auf kritische Mineralien in Rohform verhängt Vom Kobalt-Exportquotensystem, das die Demokratische Republik Kongo'u'u-Zwanzig-Vinzwanzig einführt.

00:30:38: Über Simbapfels Lithium Exportverbot – dass wir in der letzten Folge ausführlich besprochen haben – sammeln wir ja, dass lokale Beschaffungsquoten von zwanzig bis vierzig Prozent für seinen Bergbausektor eingeführt hat, bis hin zu Malawi ebenfalls reich an seltenen Erden des Erstzwanzi-Vinquents als bislang jüngster Staat in diesem Trend gefolgt ist, alle unverarbeiteten Mineralien schlicht in Gänze verboten hat.

00:31:05: Dabei ist es wichtig zu bezonen, gerade auch für nachher.

00:31:08: das sind keine koordinierten identischen Maßnahmen.

00:31:12: sie unterscheiden sich im Umfang, in Stärke und daher auch Konsequenz erheblich aber sie alle folgen doch einer gemeinsamen Logik und bauen auch in gewisser Weise aufeinander auf.

00:31:24: der eine zieht den anderen quasi nach sich Und insgesamt scheint damit eine deutliche Brieffokussierung und Neuausrichtung der etablierten Logiken verbunden.

00:31:35: Denn die neuen Ansätze, und damit auch verbundene Verbote sind im eigentlichen Sinne keine Akte eines klassischen oftmals faktisch-isolationistischen Ressourcennationalismus.

00:31:48: Für mehr sind sie die frühen Instrumente struktureller Hebelkraft!

00:31:53: Also eher ein Versuch Finanzierungsanforderungen in die Bedingungen des Zugangs zu schreiben, bevor die Dezensen vergeben werden statt sie danach zu verhandeln wenn das Kapital bereits im Boden steckt und das Machtverhältnis sich in der Regel umgekehrt hat.

00:32:07: Und schon das lässt sich in wenigstens zweierlei Hinsicht als Antwort auf historische Verhältnisse begreifen.

00:32:13: Denn zum einen zeigen die Beschränkungen eine deutliche Tendenz an weg von afrikanischen Konkurrenz- und Unterbietungsverhältnissen.

00:32:22: Das allein ist schon bemerkenswert, denn fast alle afrikanischen Staaten konkurrieren ja de facto weiterhin um Investitionen von außen und sind davon vielfältig auch weiterhin abhängig, um ihre wirtschaftlichen Potenziale abzuschöpfen.

00:32:36: Dass man sich im Ringen um die Ansiedlung ausländischer Investition und auch Produktion gegenseitig unterbietet scheint also erst mal unmittelbar weit logischer als die eigenen Wettbewerbsvorteile durch Restriktion zu unterminieren.

00:32:50: Ein wenigstens Dreizehn rohstoffreichen Ländern passiert jedoch genau das.

00:32:55: Und die simpelste Antwort auf die Frage warum ist, dass die Nachfrage nach den Ressourcen des Kontinents schlicht so groß ist und wie wir bereits besprochen haben wohl noch so viel größer werden wird, dass sich Risiko- und neues Selbstbewusstsein Restriktionen zu schaffen nicht nur Investitionserleichterung dennoch auszahlen könnte?

00:33:16: der veränderten Strategie liegt also die Wahrnehmung zugrunde, dass der gewaltige Bedarf der Abnehmer das Machtverhältnis zugunsten der in Anführungsstrichen Produzenten verschiebt.

00:33:27: Und das allein könnte bereits erhebliche Auswirkungen haben und zeigt ein neues afrikanisches kooperatistisches Selbstverständnis an, das zu Ende gedacht – wie wir gleich sehen werden – die Hürden zugunstan der Afrikanischen Staaten doch erhebig verschieben könnte.

00:33:42: Zweitens ist der neue Ansatz Wenn auch nicht immer bewusst so doch eine Antwort auf die historischen von außen etablierten Ausbeutungs- und Gewaltverhältnisse.

00:33:52: Denn wie wir besprochen haben, gerade die Nationalisierung der Rohstoffproduktion im Zuge der Befreiung aus dem Konditionalreichen führte in der Regel eben nicht zu deren Rückzug sondern im Gegenteil wurde selbst zum Instrument und im Sinne einer neuen internationalen, liberalen Wirtschaftsordnung alte etablierte Verhältnisse durchzusetzen und weiterzustabilisieren.

00:34:14: Kurz der Nationalisierung folgte oft nur mehr Gewalt von außen da die etabierten Akteure weiterhin versuchten ihre Assets und Investition mit allen Mitteln zu verteidigen.

00:34:25: Der Versuch der Rohstoff-Nationalisierung war also in der Regel auch wenn man es sich vielleicht anders wünschen würde der Gerand für genau das Gegenteil Mehr Behauptung denn je Realität.

00:34:36: Auch das verändert sich aber, denn das meiste was wir heute besprechen werden folgt nicht mehr der schlichten Logik der Verstaatlichungen von Minen allein.

00:34:44: Vielmehr ist die Antwort heute sich an den Bedingungen des internationalen Wirtschaftssystemes orientierend einen tragbaren Rahmen für Investitionen zu schaffen, bevor diese sich im Land eingerichtet haben und ihre Fründe nun gegen Steuererhöhungen oder sonstige nationale Fragen verteidigen.

00:35:02: Afrikanische Staaten versuchen also heute vor allem ein Rahmenwerk zu schaffen das ausländische Investition und Einkauf nicht grundsätzlich ausschließt aber diesen als Bedingungen für den Einstieg bereits klare Bedingung setzt und diese für sie definiert.

00:35:20: ob es dann immer auch tatsächlich so passiert und funktioniert, sei mal dahingestellt.

00:35:24: Auch hier gibt es große Unterschiede in Policy und vor allem auch Durchsetzung.

00:35:30: aber die Verschiebung ist auch hier doch insgesamt eindeutig Und wer sich nicht daran gewöhnen kann und will der soll dann bitte auch gleich fern bleiben anstatt sich später dagegen zu wehren wenn er schon mit zwei Füßen im Boden des Landes steht.

00:35:44: soweit zumindest die Idee.

00:35:47: entscheidender Unterschied zum klassischen Rohstoff-Nationalismus, also zur nachträglichen Verstaatlichung oder Enteignung und versucht damit genau den Moment als Verhandlungshebe zu nutzen in dem externe Akteure am stärksten auf Zugang angewiesen sind.

00:36:02: Und nicht den Moment danach wenn die Mine bereits läuft der externer Akteur längst nicht mehr auf Zugangen warten muss und sich das Machtverhältnis zwischen staatlichen Gatekeeper und Finanzier verschoben hat.

00:36:15: Und je flächendeckner solch eine Ansätze sich über die afrikanischen Staaten ausbreiten, um so schwieriger natürlich auch für die externen auf andere günstige Länder mit für sie besseren Bedingungen auszuweichen.

00:36:28: War auch auf der zugegeben schwierigen Kontinentalebene gibt es durchaus institutionelle Entwicklungen, die das ergänzen.

00:36:36: So hat die Afrikanische Union zum Beispiel gerade erst im Februar zwanzig sechsundzwanzig ein sogenanntes Continental Critical Minerals Value Edition Framework verabschiedet, eine Art Grundlage für eine abgestimmte afrikanische Strategie zur Benefizierung – also zur verarbeitenden Wertschöpfung von Mineralien auf dem Kontinent selbst.

00:36:55: Was zum ersten Mal überhaupt systematisch den Bestand aufnimmt, Ideen und Ramungen zum gemeinsamen Projekt speziert und versucht mögliche Synergieeffekte zu nutzen wenn man es dann auch über die nationalen Ebenen allein hinaus schaffen würde.

00:37:11: Wobei das Dokument wie bei allem, was die afrikanische Union verabschiedet natürlich kein bindenes Abkommen darstellt.

00:37:18: Das wäre auch in der Architektur gar nicht möglich aber doch ein neuen politischen Rahmen definiert der afriikanischen Regierungen gemeinsame Standards für Benefizierungsanforderung Transparenz im Mineralverträgen und Technologietransfer vorschlägt, der dann hoffentlich zunehmend als nationale Verhandlungsgrundlage dient, wenn externe Akteure – sei es die USA, die EU oder China mit einzelnen Ländern verhandeln.

00:37:46: Statt dass Tanzania also alleine mit einem chinesischen Unternehmen über Grafitexport verhandelt gibt es jetzt einen kontinentalen Referenzrahmen auf den Tanzania zeigen kann und der Implicit sagt das ist der Standard, den wir als Kontinent für akzeptabel

00:38:03: halten.".

00:38:03: was auch gleich die Kosten für die jeweiligen Nationalstaaten senkt, sei es nun in Personal oder Finanzierung.

00:38:10: Wenn es darum geht ein irgendwie geartetes Verhandlungsgleichgewicht und vor allem auch Informationsgleichgewicht zwischen den externen und den eigenen nationalen Kapazitäten

00:38:19: darzustellen.".

00:38:20: Und ähnliche Ansätze liefert zum Beispiel auch die Afrikanische Entwicklungsbank, die an einer African Green Minerals Strategy arbeitet.

00:38:28: Die auf der bereits zwei tausendneuen formulierten African Mining Vision aufbaut und sie nun für die Gegenwart der Energiewende aktualisiert hat.

00:38:36: Dazu muss man immer sagen – und darauf kommen wir später noch einmal zurück – die Afrikansche Union und auch die afrikanischen Entwicklungsbanken produzieren sehr viel Papier mit ehrlicherweise wenig realem Impact weil es schlicht keine Mitte zur Durchsetzung gibt, weder politisch noch finanziell.

00:38:52: Aber nichtsdestotrotz beide zeigen, wenn man so will ein State-of-Mind an und der Trend ist auch hier eindeutig.

00:39:00: Denn die Strategiepapiere zeigen zumindest einen Fokus auf die innerafrikanische Wertschöpfung von Mineralprodukten und ein sicherlich allgemeines Interesse innerhalb der Gremien überhaupt neue afrikaweite Rahmenbedingungen zu

00:39:14: schaffen.".

00:39:15: Ergänzt durch inzwischen auch zahlreiche nationale schlagkräftige Initiativen, die über reine Exportbeschränkungen hinausgehen.

00:39:23: Denn in vielen Ländern entstehen auch neue staatliche Instrumente, die auf mehr Kontrolle über Minerealeinnahmen ziehen.

00:39:29: So hat selbst die Demokratische Republik Kongo, vergangene Folge schon einmal kurz erwähnt.

00:39:33: ... nach dem Vorbild Nigeria erst zum Beispiel einen staatlichen Investment vorgegründet um Minereleinnahmen zu verwalten und unabhängiger von bestlicher Entwicklungshilfe zu werden, die unter Trumpia nun eh massiv gekürzt wird.

00:39:47: Ebenfalls eher kleiner Schritt, denn der Form muss erst mal gefüllt werden und dafür braucht es wiederum erstmal mehr Zugriff auf die erwirtschafteten Gewinne.

00:39:55: Allerdings zeigt sich auch hier dass selbst im zerrütteten Kongo der viele unmittelbare Probleme hat und zum Teil kaum regierbar scheinen dennoch politische Initiativen vorgebracht und dann auch umgesetzt werden – auch wenn der reale Einfluss dessen zu gegebenermaßen noch gering ist.

00:40:12: Und auch die afrikanische Diplomatie in multiletteralen Forenspiegelt das wieder, die in den vergangenen Jahren doch stark an Korrenz gewonnen hat.

00:40:21: Sowohl im Rahmen der G-twanzig Präsidentschaft Südafrika's zwanzig-vonzwanzig zum Beispiel auch ein Rahmen für Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien vorgeschlagen – der auch wieder auf Freiwilligkeit und gemeinsamen Gewinnen beruht!

00:40:34: Aber dennoch ein Versuch, die Debatte von reiner Geopolitik zunehmend wieder auf Entwicklungsfragen zu verschieben.

00:40:41: Letztlich stecken die meisten dieser Initiativen und die Jahreszahlen, die ich gerade genannt habe, deuten das schon an, zwanzig dreiundzwanzig, zwansich fünfundzwannzig, zwantsich sechsundzwantzig noch in den Kinderschuhen.

00:40:52: und der Verweis auf die Freiwilligkeit und die Betonung der Geteiltinteressen zeigt aber vielleicht auch dass diese längst noch keine Selbstverständlichkeit sind und Beharrungskräfte wie Konkurrenz zwischen den afrikanischen Staaten weiterhin hoch, und keinesfalls getilgt zugunsten einer Art neuen Pan-afrikanische Idee.

00:41:12: Dennoch Afrika – das können wir heute nur kurz anreißen!

00:41:16: Manchmal täuscht die Ineffektivität von Institutionen wie der afriksischen Union darüber hinweg Hat in den vergangenen zehn Jahren große Schritte auf dem Weg zu einer stärker kooperatistischen Politik gemacht, die sich eine Art europäischen Idee einer gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Zone doch langsam annähert.

00:41:36: Auch wenn die Hürden in Afrika durch Größe, Krisen und Knappheit – die immer wieder auch gewalt- und zwischendahtliche Konkurrenz animiert – weit größer sind und es daher ehrlicherweise oft zurecht nach zwei Schritte vor und einem zurück

00:41:49: aussieht.".

00:41:50: den bisher und auch zukünftig vielleicht größten Impact haben, aber auch nicht die neuen gesetzlichen Ramungen- und institutionellen Initiativen.

00:41:59: Die größte Entwicklung, welche die Verhältnisse langsam aber doch stetig verändert, kommt vielmehr aus den afrikanischen Gesellschaften selbst – was unmittelbar anschließt an den Eingangsdiskurs zur geburten Entwicklung und den Effekten, die daraus entstehen könnten.

00:42:13: Und es bereits tun gerade wenn man den Blick weitet über die krisenbehafteten Staaten wie den Kongo hinaus!

00:42:20: Das simple, zugehörige Zauberwort heißt dabei Nachfrage.

00:42:24: Investiche Diskursen fassen nicht präsent – aber vielleicht der Schlüsse zu allem anderen.

00:42:29: und eine Frage die sich von der frühen Kolonialzeit bis in unsere Gegenwart zieht.

00:42:33: Denn die längste Zeit hatte der Kontinent schlicht nur eine verschwinden kleine Binnennachfrage und auch das hat das Ausbeutungsverhältnis essentiell geprägt.

00:42:42: Denn mit kleinen Bevölkerungen und wenig Wohlstand war Export die längte Zeit schlicht alternativlos!

00:42:48: Einmal ganz simpel auf der Makro-Ebene runtergebrochen.

00:42:52: Die kleinen afrikanischen Gesellschaften konnten über Jahrhunderte kaum wirtschaftliche Dynamik und Nachfragen wickeln, daher ganz egal was der Kontinent in welcher Qualität auch produzierte.

00:43:03: am Ende selbst in einer liberalen internationalen Wirtschaftsordnung die ohne die direkten Zwänge der kolonialen Ausbeutung auskommt.

00:43:13: Am Ende hieß es immer man steht vor den wirtschaftlichen Schranken Europas, der USA und heute auch Asiens.

00:43:21: Die ihrerseits hohe Importhöden wie einen Schutzfall für Konkurrenz aus dem Ausland um sich herum errichtet haben was nichts anderes bedeutet als am Ende konkurrieren afrikanische Staaten nicht nur gegen technologisch oft fortgeschrittenere und effizienter produzierte Produkte auf amerikanischen und europäischen Märkten sondern ihre Wettbewerbsvorteile günstigere Arbeit näher zu den Ressourcen,

00:43:46: etc.,

00:43:47: werden dabei durch Subventionen, Exporttürden und ungerechte Preisgestaltungen des Gegenübers auch noch systematisch zunichte gemacht.

00:43:56: Und auch das zwingt afrikanische Staaten die längste Zeit in eine Bittsteller-Position und sorgt auch heute noch für ein ungleiches Verhältnis.

00:44:04: Denn auch wenn afrikansche Staaten zum Beispiel Batteriezellen für E-Autos produzieren ohne eigene Nachfrage danach ist man doch immer darauf angewiesen dass sie jemand kauft.

00:44:15: Und selbst eine umfassende Kontrolle über die eigenen Ressourcen wird spätestens dann, wenn man teure Industrien zur Weiterverarbeitung aufgebaut hat.

00:44:25: Die nun irgendwie finanziert werden müssen und Gewinne produzieren sollen damit Arbeitsplätze erhalten bleiben weitere dazukommen und Steuern fließen wieder zu einem Bumerang Wenn der einzige Weg zu wirtschaftlichen Gewinnen über chinesische amerikanische und europäische Käufer führt.

00:44:43: Unabhängiger zu machen, von dem Druck von außen bedeutet also es reicht schlicht nicht nur die Besitzverhältnisse zu reformieren und nationale und Afrikaweite wirtschaftliche Restriktionen zu etabliern.

00:44:56: Unabhängigkeit bedeutet vielmehr die eigenen Produkte auch auf den eigenen Märkten verkaufen zu können, die dann wiederum die internationale Nachfrage mit antreiben und die Exportabhängigkeit sukzessive reduziert.

00:45:11: Und wie relevant das ist, ist uns ja auch aus der deutschen Debatte spätestens in Folge des China-Shocks zweiten Null längst nicht mehr unbekannt.

00:45:18: Auch wenn die deutsche Politik da können progressive Ökonomien noch so sehr flehen und die Bedeutung der Binnennachfrage für die wirtschaftliche Zukunft Europas und Deutschlands betonen, das geflissentlich weiter ignoriert.

00:45:30: Hinzu kommt Deutschland steht noch am Anfang eines demografischen Schrumpfungsprozesses, wie viele andere europäische Regionen.

00:45:38: Und auch Asien folgt dem auf den Füße und zum Teil sind die Probleme, die das mit sich bringt dort sogar schon sichtbarer.

00:45:44: Sie Japan oder Südkorea... Man muss also kein Ökonom sein, um zu begreifen mit langfristig weniger Menschen mehr Binnen-Nachfragerzeugen.

00:45:53: Um sich unabhängiger oder zumindest gegenüber den internationalen Schwankungen und Krisen resilienter zu machen scheint fast ein Ding der Unmöglichkeit Und vielleicht ignoriert die deutsche Politik das Problem auch daher so geflissentlich.

00:46:06: Aber wir wollen ja heute auch nicht über Europas Krisensenieren.

00:46:09: Also kurz!

00:46:10: Binnennachfrage ist der Schlüssel zur größerer Unabhängigkeit und wirtschaftlicher Stabilität auch in international wechselhaften Zeiten voller Krisen oder vielleicht gerade dann.

00:46:22: Denn es garantiert eine gewisse Marktmarkt, die kleine Gesellschaften mit wenig Nachfrage schlicht nicht erreichen können.

00:46:29: und das zu erreichen ist für Afrika weiterhin eine riesige Aufgabe.

00:46:33: aber zumindest mit den akuten europäischen Sorgen muss sich der Kontinent dabei erst mal nicht befassen denn anders als der Rest der Welt Afrika wächst.

00:46:44: Rapide Und das allem prognosen nach auch noch für eine ganze Weile.

00:46:48: Das erzeugt zwangsläufig Nachfrage und nicht nur die, denn auch der afrikanische Wohlstand sicherlich sehr ungleich verteilt über Regionen und Gesellschaften wächst doch konstant und treibt die Nachfrage auch immer nach höherpreisigen und aufwendiger produzierten Produkten weiter an.

00:47:06: Auch davon getragen dass viele Schlüsseprodukte waren international trotz aller wirtschaftlichen Krisen und Preistreiber immer günstiger werden, was gerade für moderne Elektro- und Energietechnik gilt.

00:47:18: Dank vor allem China!

00:47:20: Und natürlich auch günstigen afrikanischen Rohstoffe – Solartechnik, digitale Elektronik, E-Autos, Windkraftbatterien und Transporttechnik.

00:47:28: das alles war noch nie so billig wie jetzt mit eindeutigem Trend weiter nach unten Was sicherlich nicht nur Sägen ist, es macht es schließlich auch schwieriger international mit chinesischen Produkten zu konkurrieren.

00:47:41: Aber es ist eben auch eine riesige Chance für China das Afrika längst als Markt entdeckt hat aber auch für Afrika selbst denn Es wird nicht nur immer günstiger Technik zuzukaufen Für die eigenen Industrien sondern viele Staaten auf dem Kontinent können nun Aufgrund ihres verspäteten staats in die industrielle produktion Nun vielleicht sogar das Zeitalter der Fossilen überspringen und dabei von den technologischen Sprüngen der letzten Jahrzehnte profitieren, ohne äthere politische wie wirtschaftliche Strukturen die dieser Transformation im Weg stehen würden.

00:48:15: Und das ein bisschen zu konkretisieren, nur kurz angerissen ein paar Beispiele.

00:48:19: Beispiel eins des Größte weshalb wir dem später auch noch mal ein ganzes Kapitel widmen werden – Energie!

00:48:26: Da muss man zunächst direkt etwas differenzieren Denn klar, eine Flächendeckner oder auch nur lokale Industrialisierung ausrichtet zum Beispiel auf die Weiterverarbeitung und Veredlung von seltenen Erden- und Mineralienaufzubauen kostet unfassbar viel Energie.

00:48:43: Die Zahlen folgen später – das ist nun der Tieser!

00:48:46: Und auch wenn Solar- und Windkraft günstiger wird man braucht davon schon richtig, richtig viel um eine Industrie damit sicher und konstant versorgen zu können Ganz zu schweigen von entsprechenden Bedingungen vor Ort und all der zuführenden Technik und Infrastruktur, seien das Speicher oder ein effizientes und widerstandsfähiges Energiegrid.

00:49:07: Aber wie wir auch immer wieder angerissen haben – das ist ja nicht der einzige Bereich, der Energie braucht!

00:49:13: Sondern es sind in vielen Nennern auch erstmal die Afrikanerinnen selbst, die weiterhin oft weit verstreuten Gesellschaften auf einer riesigen Fläche lernen, die Strom brauchen.

00:49:21: Und hier lösen die Erneuerbaren viele der gewaltigen Hürden vielleicht nicht gänzlich auf, aber machen sie doch wesentlich niedriger.

00:49:30: Denn ein Dorf ist heute nicht mehr darauf angewiesen über eine Stromtrasse, über Berge durch Flüsse, Dschungel und Wüste über hunderte Kilometer mit Energieversorg zu werden – wenn diese auch schlicht lokal erzeugt werden kann in einem eigenen Netz das zumindest erst mal nicht an ein nationales Netz angeschlossen sein muss!

00:49:51: moderne günstige Solaranlagen in der Höhe von ein paar hundert oder tausend Dollar können einen Dorf versorgen und ein paar Windkraftanlagen gleich eine Kleinstadt.

00:50:00: Und schon damit dreht sich ein altes Verhältnis grundsätzlich um, das lange besagte erst kommt die Vernetzung dann kommt die Energie denn viele afrikanische Staaten die sich zwar weiterhin schwer tun.

00:50:11: mit den Mitteln und dem Know-how für groß angelegte nationale Stromversorgung bietet die neue Technik einen niederschwelligen und oftmals auch noch hocheffizienten Ansatz, um zumindest eines der zentralen Probleme ihrer Gesellschaften kostengünstig und mit vergleichsweise geringem politischen und auch finanziellem Aufwand aufzulösen.

00:50:33: Ein Land wie Kongo und andere mögen sich also vorerst vielleicht weiter keine mega-infrastrukturprojekte leisten können, keine politisch befähigtes Personal dazu haben oder auch nicht mal die staatliche Kontrolle um Teile des Landes überhaupt mit einem Energiegrid zu erreichen.

00:50:49: Geschweige denn von dem ganzen planerischen Aufwand der da hinein fließen muss um dann halt eben Stromtrassen durch schwer zu erreichenes Gelände zu ziehen aber sukzessive dort, wo möglich staatlich subventioniert im kleinen Rahmen Solar Wind und Wasserkraft zu fördern.

00:51:05: Das können auch die meisten afrikanischen Staaten leisten mit direkten kaum zu überschätzenden Folgen angefangen dabei dass viele staaten Die gesellschaftliches vertrauen schon lange verloren haben oder die viele regionen vielleicht schlicht gar nicht erreichen können nun ohne sich quasi zu der peripherie de facto hinbauen zu müssen in Form von Straßen und Stromtrassen, nun doch zu diesen gelangen können.

00:51:32: Durch niederschwellige Dezentrale und damit leicht zu organisierende staatliche Daseinsversorgung in Form günstiger Finanzierung von Energie – das ist wahrscheinlich noch der abstrakteste mögliche Gewinn!

00:51:45: Weit größer sind die Praktischen denn Energie ist wie wir alle wissen auch Grundlage für digitale Kommunikation.

00:51:52: Und nicht umsonst ist der Digital Divide heute aus Entwicklungskonferenzen und Förderstrategien für den globalen Süden.

00:51:59: Nicht mehr wegzudenken, als die Schere zwischen dem Global- und Nationalvernetzten und jenen, die es nicht sind, die darüber entscheidet wer teilnehmen kann an einem internationalen wie regionalen digitalen Wirtschaftsraum – und wer eben nicht!

00:52:15: Wie groß der Einfluss dessen sein kann zeigt sich in China und in Indien zwei Staaten, die die nationale Digitalisierung sehr unterschiedlich angegangen sind.

00:52:24: Darüber aber beide strukturelle wirtschaftliche und letztlich auch politische Hürden überwinden konnten, denen die europäischen Vorstellungen von Staat- und Wirtschaft nie gerecht werden

00:52:35: konnten.".

00:52:35: Denn für ein Europäer gerade einen Deutschen, der vermeintlich noch in jedem entlegenen Winkel dieser Republik ein Bürgeramt oder irgendeine andere Art von Behörde findet.

00:52:46: In den meisten Fällen sogar dorthin laufen kann ist das vielleicht unvorstellbar.

00:52:51: aber in Indien China und natürlich auch Afrika sieht das grundsätzlich ganz anders aus was wieder gerade auf die geografischen Bedingungen die riesigen Flächen verweist, die dort mit Kommunikation und staatlichen Strukturen erst mal irgendwie abgedeckt werden müssen.

00:53:05: Aber der Geographie, den gigantischen Entfernungen und auch der rapiden Bevölkerungsentwicklung sind bürokratische Systeme wie wir sie hier kennen.

00:53:14: Wo noch ein Papier auf dem Schreibtisch des Nachbarn gelegt wird und von dort dann quasi wortwörtlich händisch durch die Instanzen gereicht wird als Antwort natürlich unvorstellbar oder zumindest mit einem finanziellen personellen und infrastrukturellen Einsatz verbunden, der um ein Vielfaches höher wäre und der gerade Länder wie Indien mit Dutzenden Sprachen- und gesellschaftlichen Gruppen oder auch diverse Regionen Afrika schlicht weiterhin überfordern würde.

00:53:42: Es fehlt die Zeit, das institutionelle Gedächtnis, die staatliche Durchdringung – und auch das Geld!

00:53:48: Wobei China aufgrund seiner systematischen Beschaffenheit da so ein bisschen rausfällt.

00:53:52: aber grundsätzlich geht es auch dort.

00:53:54: Lange gab es zu diesem Modell der Bürokratie jedoch kaum Alternativen.

00:53:59: Bis jetzt oder eher bis vor wenigen Jahren, als das Smartphone zum internationalen individuellen Kommunikationsstandard geworden ist.

00:54:08: Denn für die Kommunikation via Smartphones zwischen Staat und Bürgerinnen gelten all die alten Hürden nicht mehr – oder werden zumindest erheblich abgeschwächt!

00:54:17: Ein Smartphone, das ist heute eine Investition unter hundert Dollar für den einzelnen.

00:54:22: Aber allein dieses Gerät in der Hand, dass nun den Weg öffnet zur unmittelbaren Kommunikations zwischen Staat und seinen Bürgerinnen verändert schlicht alles!

00:54:32: Und ohne Frage ist es zu Recht auch mit vielen sehr berechtigten und realen Sorgen und Ängsten verbunden wenn es um Überwachung, Datenanreicherungen, Manipulation und Ausspielung politischer Propaganda an Millionen geht.

00:54:46: Aber es bleibt eben dennoch ein technologisches Wunder, dass nun einen einzelnen Beamten in Delhi wie Kinshasa zumindest theoretisch erlaubt im direkten Zugriff ohne Prostamt, ohne Büro vor Ort.

00:54:59: Ohne langen Verwaltungsweg direkt mit einem Menschen zu kommunizieren der außerhalb von Bangalore tausende Kilometer entfernt wohnt oder im konkurrisischen Dschungel oder am Rande des Hochgebirges.

00:55:10: und das ermöglicht zumindest in der Theorie Der Staat kann Daseinsvorsorge leisten wie Überweisungen, ohne Bankhaus dazwischen.

00:55:18: Er kann die Bedürfnisse weit... weg erfassen.

00:55:21: Er kann sie durch Datenerhebung strukturieren, Anträge lassen sich von Bürgerinnen sonst wo beantragen und einreichen ohne Reise, ohne lokale Stelle.

00:55:30: Identitäten können über ein simples Identifikationsprogramm sicher erfasst werden, Kredite vergeben, Hilfe organisiert, Gesundheitskampagnen gestartet werden und sogar Wahlen ließen sich so theoretisch – wenn auch sicher unter großen Vorbehalten organisieren!

00:55:43: Und all das spart nicht nur politische und finanzielle Ressourcen in einem Maße, dass sich kaum ausmalen lässt.

00:55:50: Es war bis vor wenigen Jahren auch schlicht noch undenkbar.

00:55:53: Heute aber ist es längst Realität, einfach an den Asien, aber auch Afrika macht inzwischen große Schritte auf dem Weg hin zur allgemeinen Vernetzung und bei aller Kritik die man daran haben kann.

00:56:05: das ermöglicht nun zum ersten Mal überhaupt Millionen von Menschen mit ihrem Staat und natürlich auch untereinander in Kontakt zu treten.

00:56:14: was man daraus dann macht sei mal dahingestellt.

00:56:17: Wir wissen, die Vernetzung kann auch zu Gewalt beitragen gerade ethnischer.

00:56:21: Das sieht man in Afrika wie in Asien und Indien.

00:56:24: das heute vielfach als digitalisiertes Slamm beschrieben wird zeigt zudem auch dass Digitalisierung auch ein Mittel sein kann um anders als in China den Aufbau stärkerer Institutionen Behörden- und Verwaltungsstrukturen systematisch zu vernachlässigen was dazu beiträgt dass Indien wenn es um die Bekämpfung der akuten Armut geht weit hinter China zurück hängt.

00:56:46: Alle Digitalisierung hin oder her.

00:56:48: Kurz, die Vernetzung mit dem Staat allein hilft den Einzelnen in der jetzt nicht unbedingt persönlich weiter während er ansonsten vor allem auf digitalem Wege mit Regierungspropaganda zum Hass auf Muslime angestachert wird.

00:57:01: aber selbst wenn man Digitalisierung daher nicht als problemloses Eihilmitte betrachten sollte für institutionelle und sozialstaatliche Lücken Denn das ist es sicherlich nicht, ja.

00:57:12: Die müssen dann immer noch mit Policy geführt werden und vor allem auch mitteln – was außer Frage steht, ist dennoch die digitale Vernetzung bringt immer wirtschaftliche Dynamik mit sich.

00:57:23: Allein schon weil man mit einem Gerät auf dass man Geld überweisen kann natürlich auch Geld ausgeben kann.

00:57:29: Man kann zudem seine Arbeitskraft, sein Know-how und auch seine Produkte anbieten.

00:57:34: Man kann sich vernetzen mit großen und kleinen Investoren, Geld sammeln über Kleinspenden, Kredite organisieren, sich zu Geschäftsmodellen, Nachfrageproduktionen und Koinformieren gleichgesinnte finden, sich braten lassen, Dinge verschicken vielleicht sogar in die ganze Welt – immer so weiter!

00:57:51: Und wie sowohl Indian als auch China zeigen das ist ein gigantischer kaum zu überschätzender wirtschaftlicher Boost der vor allem der Binnenwirtschaft zugutekommt, wenn lokale Wertschöpfung quasi aus dem nichts erzeugt wird.

00:58:03: Wo Anbieter und Käufer sich vorher nie begegnen konnten nun aber auf einmal tausend oder sogar millionenfach zusammen treffen.

00:58:12: Und der Einstieg ist so niederschwellig die Überweisungen so günstig und schnell zu haben dass sie nicht nur die transaktionale Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung massiv antreibt sondern sich die Transaktionen auch rapide, vervielfachen von den großen Rädern der nationalen Wirtschaft bis hinein in die allerkleinsten abgelegensten Bereiche wo es lediglich um ein paar Dollar geht.

00:58:35: Digitale Kommunikation schafft also einen Boost, der zumindest theoretisch jeden erfassen und integrieren kann.

00:58:43: Und dass dabei gerade in Afrika erstmal vieles im Bereich der irregulären wirtschaftlichen Aktivität fällt ohne dass Steuern erfasst werden oder staatliche Strukturen die neuen Märkte irgendwie kontrollieren würden, ist da fast schon marginal.

00:58:57: Siehe das Beispiel Lagos in Nigeria.

00:59:00: Wäre die Stadt ein eigenständiges Land hätte es die sechs größte Volkswirtschaft Afrikas und die Stadt allein trägt etwa dreißig Prozent zum gesamten nigerianischen BIP-Ball Obwohl dort nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung leben und davon bis zu sixty-fünf bis achtzig Prozent aller Erwerbstätigen in informellen Sektor arbeiten.

00:59:20: Zum Beispiel Straßenhandel, informeller Transport und kleinen Produktionen – und das eben immer öfter organisiert über digitale Kommunikation.

00:59:29: Selbst in der irregulären und unkontrollierten digitalen Wirtschaft steckt also ein gewaltiges Potenzial, dass für Afrika nochmal umso größer ist wo die klassischen Infrastruktur- und Vernetzungsprobleme, auch die Fläche selbst, die Märkte bisher irgendwie versuchen mussten zu überspannen.

00:59:48: Und daher eben oft erst gar nicht erreichten umso größer sind!

00:59:52: Der digitale Markt kann diese Barrieren und die weiten Strecken aber nun zumindest in vielen Fällen überspringen – und das gilt letztlich nicht nur für die direkte wirtschaftsrelevante Vernetzung sondern auch ganz grundsätzliches wie die Dauerfrage der allgemeinen Bildung, den Afrika weiterhin besonders prekär ist und an vielen Orten bisher an ausreichend Schulen, Lehrern und insgesamt Abdeckungen gescheitert ist.

01:00:16: Was aber nun ebenfalls zumindest theoretisch – wenn auch sicherlich nicht in Gänze durch digitale Schulangebote, Teleunis-und Ausbildung doch erheblich restrukturiert und vereinfacht werden kann!

01:00:29: In vielen Bereichen bringt die Digitalisierung allein also bereits Effekte mit sich die nicht nur Jahrhunderte während kaum auflösbare Bedingungen in Frage stellen, sondern auch eine bestimmte dominante Form der Entwicklung auferlegt von Außen, die längste Zeit definiert hat wie ein Staat funktionieren muss und wie zum Beispiel auch Bildung organisiert werden sollte.

01:00:53: Obwohl sie offensichtlich im Probleme bei der Implementierung immer wieder gezeigt haben dass die simple Übertragung europäischer Modelle auf Afrika schlicht nicht funktioniert.

01:01:02: Die Digitalisierung hingegen gibt afrikanischen Staaten nun ein Instrument an die Hand, dessen Nutzen sie selbst noch definieren können wirtschaftlich politisch und infrastrukturell.

01:01:12: Ganz egal was sie dann daraus machen!

01:01:14: Und wissenschaftlich nennt man das zusammengenommen dann das sogenannte Leap Shrogging auf Deutsch etwa Das Überspringen von Schritten.

01:01:21: Länder lassen also teure Zwischenschritte wie den Aufbau von klassischen Festnetztelefonen oder Bankfialen, oder auch veralteten und gescheiterten Verwaltungs- und Bildungsstrukturen weg.

01:01:33: Und nutzen stattdessen direkt Möglichkeiten der modernen Technik, sei es im Mobilfunk oder der Verweitung.

01:01:39: Die realen Beispiele dafür sind bereits vielfältig!

01:01:42: Dienste wie MPSA in Kenya zum Beispiel erlauben Menschen ohne Bankkonto Geld per SMS oder App zu senden – und auch zur Umfang Sogenannte Acquitec wiederum erlaubt Bauern per Smartphone aktuelle Marktpreise für ihre Ernte zu erhalten und damit zu wissen, auf welchen Markt sie ihre Wagen am teuersten verkaufen könnten.

01:02:01: Und auch digitale staatliche Infrastruktur wächst in fast ganz Afrika rasant – mit ihnen auch neue Märkte für Kleinproduzenten wie Kreditnehmer.

01:02:11: Das sollte man sicherlich alles noch nicht überschätzen, denn die Lücken dieser digitalen Vernetzung sind global weiterhin nirgendwo größer als in Afrika.

01:02:20: Und das führt wiederum zurück zur Energiefrage und den politischen und wirtschaftlichen Hoffnungen, die gerade für viele Flächenländer mit schwacher Staatlichkeit damit verbunden sind.

01:02:29: Denn sie schafft schließlich die Voraussetzung für alle digitalen Strukturen, die darauf aufbauen.

01:02:35: Was diese Hoffnung aber aufgeht, ist zumindest auf individueller oder regionaler Ebene durchaus nicht unrealistisch.

01:02:41: Denn auch die moderne Energietechnik, die es braucht um den digitalen Sektor anzutreiben wie wir gerade schon besprochen haben, ist im kleinen Rahmen inzwischen so simpel und günstig zu haben dass es längst nicht mehr ausgeschlossen ist Gesellschaft mit der nötigen Energie zu versorgen.

01:02:57: Es braucht schlicht nicht mehr den Tunisatom-Reaktor vom Deutschen Entwicklungsministerium finanziert und von Siemens Energie eingerichtet, um Stromversorgung für Millionen von Menschen in Afrika heute zu gewährleisten.

01:03:08: Verbunden mit einem milliardenschweren nationalen Stromnetz – das dann aber natürlich folgen könnte!

01:03:13: Und die regionale Energie dann einspeisen in ein nationalistes Netz, dass diese dann wiederum national verteilt.

01:03:21: Aber selbst wenn das nicht Realität wird, die Diversifizierung der Energieerzeugung und die regionale Orientierung reduzieren wenigstens die Kosten und den staatlichen Aufwand um überhaupt Stromnetze zu bauen.

01:03:34: Denn theoretisch kann der Staat sich nun weiter auf Schlüsselzonen beschränken gerade die Versorgung der Industrie ohne dass das bedeutet, dass zwangsläufig andere Teile des Landes oder auch die Gesellschaft an sich dabei zwangsläufig vernachlässigt werden muss.

01:03:48: Im Bestfall laufen also nationale und regionale Wertschöpfung hier Hand in Hand, auch ganz konkret wenn es zum Beispiel um die individuelle oder kollektive Mobilisierung geht im Form von E-Fahrzeugen.

01:04:00: Denn auch diese brauchen natürlich erst mal Strom und dann auch irgendwie einigermaßen silvente Käufer.

01:04:06: Aber anders als bisherige Autos niemand muss irgendwo Benzin kaufen, es irgendwo hinbringen.

01:04:11: keiner ist abhängig von internationalen Schwankungen weder der Staat noch der Bürger.

01:04:17: Und jetzt mal kurz stark simplifiziert, alles was es braucht ist eine Steckdose und eine Solaranlage.

01:04:23: Klar, Energiespeicher werden gut!

01:04:25: Ein Balkonkraftwerk tankt jetzt auch keinen zweikommer.

01:04:28: fünf Tonnen SUV-Feinster deutscher Machart in fünfzehn Minuten auf damit man dann damit mit sechshundert Kilometer Reichweite von Hamburg nach Düsseldorf zwei Hundert auf der Autobahn ballern kann.

01:04:39: Aber der durchschnittliche deutsche Rentner teilt dann nun ehrlicherweise auch wenig Sorgen mit dem durchschnittlich siebzehn Jahre alten Jungen aus Sambia, der einfach gerne hundertfünfzig Kilometer auf einem E-Motorroller oder Kleinwagen zu seinem Arbeitsplatzmarkt oder der Ausbildung fahren will.

01:04:55: Noch ist auch das Zukunftsmusik – die Technik bleibt teuer im Vergleich zu einem ausgebeulten Verbrennermotor, der sich schnell reparieren lässt und günstig zu haben ist.

01:05:05: über Importe von Schrottfahrzeugen aus dem Ausland.

01:05:08: aber nicht nur scheint Hier die rapide technologische Entwicklung eindeutig.

01:05:13: Batterien werden immer leistungsstärker, günstiger und sparsamer werden sondern auch hier steckt im Leapfrogging gerade für Afrika ein riesengesamtwirtschaftliches Potenzial.

01:05:24: Wenn es dort wo individuelle Mobilität bisher noch kaum stattfindet aber die Nachfrage hoch ist versucht die Lücken mit der neuen Technologie am besten aus eigener Produktion zu decken und mit den richtigen Produkten und Innovationen binnen Nachfrage zu schaffen.

01:05:39: Denn VW wird niemals Elektroroller für die afrikanischen Kleinkunden entwickeln, die vielleicht ein paar Hundert Dollar zu haben sind!

01:05:48: Die Margen sind schlicht zu dünn.

01:05:49: Es lohnt sich für eine Firma, bei der Kunden sonst für das gleiche Geld die Wunschnaht am Ledersitz bestellen, schlicht nicht in diesen afrikanischen Markt einzusteigen.

01:05:59: aber für einen chinesischen Helljahrsteller vielleicht ein afriksisch-chinesisches Joint Venture dass unter den richtigen Rahmenbedingungen des Technologietransfers mit afrikarischen Unternehmen kooperiert oder auch gleich ein afrikansches Unternehmen selbst von drei deutschen Ingenieuren mit Doktortitel zusammengeschraubt werden muss, ist das Wachstum und das Absatzpotenzial prinzipiell gewaltig.

01:06:26: Und fällt genau mit den akuten Bedürfnissen eines Großteils der afrikanischen Gesellschaft zusammen.

01:06:31: Afrika braucht nicht die allerneuste Batterietechnik vorerst nicht – aber es hält alle Mineralien-und Erden zur Produktion letztlich in seiner Hand um überhaupt Batterien zu entwickeln!

01:06:42: Nirgendwo sind die Bedingungen grundsätzlich günstiger, was Bestand und Nachfrage anbelangt.

01:06:48: Und in Kombination aus Bevölkerungswachstum, dezentraler Stromversorgung digitaler Vernetzung, die wirtschaftliche Dynamik und Wachstum antreibt plus die Chance das alles ohne die gewaltigen Beharrungskräfte anzugehen mit denen sich gerade Europa und USA selbst ausbremsen ihre Volkswirtschaften auf eine emissionsfreie Zukunft um Gegenwart einzustellen lässt sich zumindest eine Welt erahnen, in der vielleicht in einigen Jahren über zumindest einige afrikanische Staaten auch hier gesprochen wird wie über Asien anfangt der Zweitausender.

01:07:20: In Asien tut man das übrigens schon nicht umsonst ist China nicht nur als Käufer sondern inzwischen auch Verkäufer extrem präsent auf dem afrikanschen Märkten.

01:07:28: Am deutlichsten lassen sich diese Entwicklungen aber an ein paar afrikanischen Ländern selbst aufzeigen, die gerade und zunehmend aktiv eigene Nachfragen nach verarbeiteten Mineralien aufbauen.

01:07:38: Und das quasi zum ersten Mal nicht nur durch Export sondern auch durch die Entwicklung einer heimischen Elektroindustrie.

01:07:46: So hat zum Beispiel Äthiopien im Jahr zwanzig vierundzwanzig das Ziel formuliert bis zwanzzig dreißig über fünfhunderttausend Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben.

01:07:54: Kenya, Nigeria, Rwanda und Tanzania bieten zudem Zollbefreiungen für die Montage von E-Fahrzeugen an.

01:08:01: Sambia fördert aktiv EV-Komponentenhersteller in der Niheseinamin und in allen zumindest großen afrikanischen Volkswirtschaften.

01:08:08: von Nigeria bis Südafrika brießen inzwischen eigene Mobilitätsstartups mit klarem Elektrofokus aus dem Boot.

01:08:15: Und das ist ein realer Investitions-, Input- und Produktionsoutput.

01:08:20: zugegeben alles noch sehr bescheiden gerade verglichen mit dem Produktionsmengen in China.

01:08:26: Aber es ist doch eine seltene neue Umkehr der etablierten Verhältnisse, die fast unbeachtet gerade in Ansätzen anläuft – verbunden mit einer neuen strategischen Logik.

01:08:37: Wer eigene Industriezweige aufbaut und die verarbeitete Mineralien als Input-Material benötigen, schafft ihnen nennische Nachfragen, die wirtschaftlich sinnvollere Verarbeitungskapazitäten rechtfertig als der bloße Export in die Welt des

01:08:50: Getäte.".

01:08:51: Und das ist sicherlich nicht der Weg zu schnellem Geld, sondern mit großen Anschubinvestitionen und auch einem erheblichen Risiko verbunden.

01:08:59: Aber es ist eigentlich alternativlos!

01:09:02: Denn die beste Grundlage für eine lokale Kobalt-Raffination ist nun mal nicht ein Exportvertrag mit einem asiatischen Batteriekonzern, sondern eine eigene Batterieindustrie, die lokal einen Absatz hat.

01:09:15: Genau das war daher Zehn, zwanzig, dreißig Jahre zurück die industriepolitische Logik, die Südkorea, Japan und China zu Beginn ihres wirtschaftlichen Booms verfolgt haben.

01:09:26: Und in Afrika entsteht das gerade wenn auch noch einen sehr frühen Anfängen.

01:09:30: Das sicherlich nicht aus Zufall parallel zur demografischen Entwicklung – und natürlich auch der technologischen Entwicklung!

01:09:37: Eine Veränderung, die man, auch wenn sie de facto noch klein ist, nicht kleiner reden sollte als sie tatsächlich Auch wenn Hersteller wie Beobachter hier die afrikanischen E-Autoschmieden oft eher abwertend belächeln als fantasievolle Hirngeschminste.

01:09:52: Was war auch mal ein fantasivvolles Hirngespinst, das China irgendwann bessere und günstigere Autos baut als die deutschen Herstelle?

01:10:00: Das Potenzial ist da – der Einsatz auch!

01:10:02: Und Hirngespinste sind es sicherlich nicht.

01:10:05: Aber die strukturellen Barrieren gegen die diese Strategien anarbeiten müssen in Afrika eben auch besonders tief und besonders nachhaltig.

01:10:13: Mit Blick auf unilaterale Kooperation wie multilateraler Integration, die Energiefrage und natürlich auch die Finanzierung.

01:10:29: Das vielleicht konkreteste und zumindest zukünftig vielversprechendste Einzelprojekt in der aktuellen afrikanischen Mineralstrategie ist die grenzüberschreitende Sonderwirtschaftszone, die die Demokratische Republik Kongo und Sammler-.

01:10:46: Alles also auch noch sehr frisch.

01:10:48: Die Potenziale müssen erst entfaltet werden, aber zumindest der beeindruckenden Titel macht schon einmal klar wo es hingehen soll.

01:10:54: Transboundary Battery and EV Special Economic Zone Eingerichtet entlang des gemeinsamen Minengebiet und finanziert und begleitet sowohl von der Africa Export & Import Bank und der United Nations Economic Commission for Africa.

01:11:10: Also ein unilaterales Projekt zwischen Congo und Sambia, das aber weit über die beiden Staaten hinaus ein Leuchtturmprojekt für ganz Afrika werden soll.

01:11:20: Weshalb sich auch UN-und afrikanische Exportbank daran beteiligt.

01:11:24: Und die Idee dahinter ist zumindest konzeptionell durchaus überzeugend Denn beide Länder liegen auf dem selben Kupfer Kobaltgürtel, dem Katanga Copper Belt das sich von der Kantangapurbins im Süden des Kongos über die Grenze nach Sambia zieht.

01:11:41: Beide haben zudem ähnliche Mineralvorkommen, ähnlichen Infrastrukturprobleme und verhandlungsproblemen gegenüber externen Akteuren.

01:11:49: was in der Vergangenheit vielfach dazu geführt hat, dass die beiden Nachbarstaaten, die auf dem selben Potenzial sitzen sich vor allem gegenseitig unterboten haben und in scharfer Konkurrenz zueinander standen.

01:12:00: Wenn es darum ging internationale Finanzees- und Produzenten zu finden und sie jeweils auf ihre Seite des Kupfergürtes zu ziehen – das Ergebnis waren diese häufig schlechtere Deals für beide Seiten.

01:12:11: Das soll die neue Zone aber nun ändern!

01:12:14: Letztlich soll sie beide Länder sogar ganz unabhängig machen von ausländischen Raffineriekapazitäten.

01:12:20: Denn wenn man die Kapazitäten beider Länder kombiniert, so die Idee entsteht eine Produktionsbasis, die groß genug ist um eine gemeinsame Raffineryinfrastruktur wirtschaftlich sinnvoll zu machen und die gleichzeitig stark genug ist, um gegenüber potentiellen Investoren in einer völlig anderen Position zu verhandeln als es das jedes Land für sich genommen könnte.

01:12:41: Man bemüht sich also darum, Vertrauen aufzubauen und das zwischenstaatliche Konkurrenzverhältnis zu überwinden in der Hoffnung dass dies langfristig politische und finanzielle Kapazitäten freisetzt die beiden Ländern letztlich mehr bringen als ich alleine dem Ungleichgewicht der internationalen Rufstoffmärkte und Investoren auszusetzen.

01:13:01: Aufgebaut auf der empirischen Erkenntnis über Jahrzehnte in Afrika gesammelt auch hier dokumentiert keine dokumentierten Fälle gibt, in denen ressourcenbasierte Industrialisierung durch ausländische Direktinvestitionen in Bergbauunternehmen tatsächlich vorangetreten wurde.

01:13:18: Ausländischen Investitionen – so die wirtschaftliche Erkenntnis – sind also eine Falle, die das Gegenteil von dem bringt was sie verspricht.

01:13:26: Abhängigkeit statt finanzieller Freiheit, Kniembildverträge statt Souveränität, Ausbeutung statt Freisetzung ökonomischer Potenziale und immerso.

01:13:34: weiter Hingegen zeigt die empirische Forschung, die Beispiele wo es tatsächlich funktioniert hat auf dem Rohstoffgeschäft eine industrielle Basis aufzubauen.

01:13:43: in Afrika wie auch in Asien basieren alle auf lokalem Kapital.

01:13:47: Oder zumindest auf staatlichen Druck der ausländisches Kapital dazu zwingt unter veränderten Bedingungen zu investieren was nun nach zwei Folgen nicht überraschen kommt.

01:13:56: schließlich sind die internen und externen Interessen völlig anders gelagert Genau so ungleich wie das finanzielle Machtverhältnis.

01:14:03: Und es wäre daher fast absurd anzunehmen, ein konkurrenzbasiertes Wirtschaftssystem in dem der Stärksimpuls von außen immer ist, Kosten niedrig und Rendite hoch zu halten würde irgendwie zu einem Win-Win für beide Seiten führen.

01:14:17: Wer hier an den Tricket down glaubt hat den Kapitalismus noch nicht richtig verstanden!

01:14:22: Das Verstehen allein löst das Problem des Machtungleichgewichts zwischen Rohstoff, Land und Produzent.

01:14:28: Und verwärter aber natürlich nicht auf!

01:14:30: Daher die DRC-Sambia Zone mit der man nun seit Jahrzehnten versucht sukzessive einen Raum zu schaffen in dem die Bedingungen für lokale Wertschöpfung politisch durchgesetzt werden bevor externe Investoren entscheiden können ob sie teilnehmen oder nicht.

01:14:47: Konkret bedeutet das dann zum Beispiel, dass die Zone Batterievorläuferproduktion beinhalten soll.

01:14:52: Also nicht das fertige Elektroauto aber jene chemischen Zwischenprodukte aus Kobalt, Kupfer, Lithium und Mangan, die als Kathodenmaterial für die Batterieproduktion benötigt werden.

01:15:05: Und damit jene Stufe auf den de facto die meiste Wertschöpfung stattfindet bevor das Material in die großen Batteriefabriken in China, Südkorea oder vielleicht auch bei Europa geht!

01:15:15: die bisher aber fast ausschließlich in China und der südkoreanischen Chemieindustrie stattfindet.

01:15:21: Auf dem Papier ist die unterzeichnete Vereinbarung der beiden Staaten also erstmal ein schlüssiger Plan, Marktzugang einschränken, klare Länder übergreifende Richtlinien festlegen, Kooperationen statt Konkurrenz um die eigenen Position zu stärken – und damit eine eigene Wertschöpfung geradezu zu als Zwingel.

01:15:38: Das passiert natürlich nicht von allein!

01:15:41: Und das lenkt den Blick auf einen Der ist jetzt Bremsblöcke in ganz Afrika, der nicht nur Sambia und Kongo ausbremst.

01:15:49: Und das Projekt, die jederzeit sprengen könnte!

01:15:51: Denn Kooperation scheint zwar alternativ los... Aber das Vertrauen dafür aufzubauen und dafür auch, auf kurzfristige Einnahmen und die etablierten Verhältnisse nach außen zu verzichten bringt ein enormes nationales Risiko mit sich.

01:16:07: Und es dementsprechend schwer durchzuhalten im Nationalen wie Eigeninteresse der jeweiligen Regierungen.

01:16:13: Denn am Ende sind auch Sambia und Kongo Bei allem, was sie an Interessen auch teilen mögen, schließlich weiterhin zwei Nationalstaaten.

01:16:23: Und deshalb können schon Standortfragen das Konkurrenzverhältnis schnell wieder entfachen, dass Vertrauen einäschern und das Projekt bremsen oder sogar wieder stormen.

01:16:32: Auch genau das passiert gerade, denn wie erwartbar das Projekt entwickelt, schnelleigene Dynamiken und die Wirken zum Teil banal haben aber erhebliche Sprengkraft.

01:16:43: Wenn bald Batterie vor Produkte in der Zone produziert werden sollen, wo genau passiert das dann eigentlich?

01:16:51: Schließlich wollen beide Länder die Fabrik dafür natürlich am liebsten bei sich haben und das bringt die Sache des effizienten Wirtschafts uns nun mal so mit sich.

01:16:59: Eine Fabrik lässt sich jetzt auch nicht einfach so fifty-fifty auf der Grenze montieren bedeutet aber eben auch Auf wessen Seite sie steht hat letztlich auch die Kontrolle ganz physisch.

01:17:11: Und er kontrolliert damit auch, wo die Arbeitsplätze entstehen, die direkten Steuereinnahmen fließen und damit wohl auch die wirtschaftlichen Multiplikatoreffekte auf lokale Zulieferer- und Dienstleister letztlich stattfinden.

01:17:23: Die Stuhlheit beider Seiten ist hier also durchaus nachvollziehbar und das normale Verhalten souveräner Staaten, die natürlich zuerst für sich selbst wirtschaftliche Entwicklung sichern wollen.

01:17:34: Es zeigt dabei eben auch, dass regionale Kooperation nicht automatisch von selbst entsteht – auch wenn die Voraussetzung prinzipiell stimmt!

01:17:41: Sondern politisch erkämpft werden muss und das über Unwegbarkeiten hinweg, der sich dann vielleicht doch nicht einfach immer für alle Seiten gewinnbringend auflösen lassen, zumindest nicht sofort.

01:17:53: Möglich ist es aber dennoch und auch bereits etablierte Praxis an anderen Orten.

01:17:58: Die Lage ist also nicht aussichtslos, es wäre zum Beispiel einer alten Idee der Rand-Raffinerie in Südafrika folgendmöglich ein Modell zu etablieren das Eigentumsanteile proportional zum Material vergibt dass aus jedem Land zugeführt wird.

01:18:12: Heißt, wenn etwa sechzig Prozent des Rohmaterials aus der demokratischen Republik Kongo kommen und vierzig Prozent aus Sambia hat die Demokratische Republik Congo sechszig Prozent der Eigentumsanteile.

01:18:24: Und beide Länder müssten dann gemeinsam entscheiden wo die Anlage steht weil beide von ihr abhängen.

01:18:30: Genau das wird auch versucht klingt aber natürlich auch einfacher als es dann in der Realität immer so ist.

01:18:37: Denn das entsprechende Vertragswerk ist politisch und rechtlich hochkomplex.

01:18:42: Durchläuft Dutzend Prüfungen, Neuverhandlungen, Anpassung und immer so weiter... und bindet damit gewaltige politische und auch finanzielle Kapazitäten, die gerade im Kongo oft knapp sind.

01:18:53: Und auch immer mal wieder ganz in sich zusammenbrechen.

01:18:56: wenn die gewaltvolle Entwicklung im Land oder Krisen wie zum Beispiel die akute Ebola-Krise ihrerseits politische Kapazität binden und in der Prioritätenliste nach vorne rücken müssen da fällt dann anderes leicht unter den Tisch.

01:19:09: Der Weg ist also keinesfalls gradlinig verlaufen und hängt auch immer mal wieder am seitenen Faden, aber selbst wenn das Modell noch scheitern sollte, ist es letztlich wahrscheinlich alternativlos.

01:19:20: Und zeigt vielleicht den einzigen für Afrikas Rohstoffproduzenten tragbaren Weg auf – zumindest im aktuellen internationalen Wirtschaftssystem um die etablierten Ausbeutungsverhältnisse aufzubrechen… was auch gleich so ein bisschen die Grundthese dieser Folge ist!

01:19:36: Kein einzelnes afrikanisches Land kann diese Transformation alleine vollziehen.

01:19:41: Nicht die demokratische Republik Kongo, nichts Sambia nicht Zimbabwe und auch kein anderer Staat.

01:19:47: die notwendigen Investitionen, die technologische Komplexität.

01:19:50: Die Marktmacht, die man braucht um gegenüber globalen Abnehmern und Investoren bestehen zu können.

01:19:55: Und am Ende auch die politischen und militärischen Kapazitäten, um sich gegen Übergriffe zu wehren oder zumindest glaubhaft anzudrohen, dass man dazu in der Lage sei übersteigend schlicht die Möglichkeiten jedes Einzelstaates.

01:20:07: Was gebraucht wird ist also... Man verzeihe kurz den Corporate-Sprech Skalierung.

01:20:13: Und Skalierungen gelingt nur durch regionale Integration Und das reicht über die Mineralien oder die wirtschaftliche Entwicklung als ganzes weit hinaus.

01:20:22: Bis hin vielleicht zur Einlösung des panafrikanischen Versprechens, dass der Kontinent über seine ihm aufgezwungenen Grenzen territorial und politischer Natur hinauswächst und nicht mehr nur externe Vorstellungen von Integration nageifert sondern eigene noch umfassendere entwickelt.

01:20:40: Nun ist diese Idee aber nicht umsonst auch schon über sechzig Jahre alt, bisher aber keine Realität.

01:20:47: Wie soll das also gelingen oder wie könnte zumindest ein Weg aussehen der das andeutet?

01:21:00: Der afrikanische Freihandelsraum, die African Continental Free Trade Area oder kurz AFCFTA ist wohl hier weiterhin weitestgehend unbekannt das größte und auch mit Abstand ambitionierteste Integrationsprojekt des Kontinents seit seiner Dekolonisierung.

01:21:17: Und vielleicht das anspruchsvollste und größte Integrations-Projekt aller Zeiten!

01:21:23: Wenn seid ihr von mehr in Grundung?

01:21:26: also auch gerade einmal sieben Jahre her, sind bislang fifty-fünfzig der insgesamt fünfundfünftig afrikanischen Staaten beigetreten.

01:21:34: Eine Abdeckung die die EU oder auch das asiatische Pondor in ihren Entstehungsphasen niemals erreicht hätten.

01:21:40: Das Potenzial wie die Bereitschaft ist also bereits auf den ersten Blick enorm!

01:21:45: Und der IWF und die Weltbank prognostizieren daher auch, dass eine vollständige Implementierung des Abkommens bis zu zweizig fünfunddreißig allein die ausländischen Direktinvestitionen auf den Kontinent um hundert elf bis hundert achtundfünfzig Prozent erhöhen könnte.

01:22:02: Und viel wichtiger noch vor allem auch den intraafrikanischen Handel antreiben, der heute gerade einmal bei siebzehn Prozent der gesamten Handelsvolumens der afrikanische Staaten liegt verglichen mit neunundfünfzig Prozent innerhalb Asiens und achtundsechzig Prozent in der Europas.

01:22:19: Womit er genau das essentielle Ungleichgewicht zwischen Afrika und zum Beispiel Europa spiegelt, jenen beschriebenem Mangel an einem Binnenmarkt, der letztlich dazu führt dass afrikanischen Anzeugern und Produzenten gar keine andere Wahl bleibt als sich von den Märkten in Europa, Asien und den USA als Exporteur abhängig zu machen.

01:22:40: Eine Lücke also die einerseits ein zentrales Versäumnis der Vergangenheit benannt, andererseits aber auch zeigt wie viel Integration möglich wäre wenn die Rahmenbedingungen denn stimmen.

01:22:53: Und dabei ist AFC-FTA gerade für eine konsistente Mineralstrategie entscheidend, denn wie nun Vielfacht angerissen.

01:23:02: einzelne Länder sind schlicht zu klein organisatorisch zu schwach aufgestellt und finanziell zu gering ausgestattet um eigene Raffinerien oder Batterieforläuferpapriken wirtschaftlich zu rechtfertigen.

01:23:13: Ein einzelnes Land wie Ghana oder Mali zum Beispiel kann gar nicht genug Lithium produzieren, um eine Raffinerie überhaupt alleine auszulasten.

01:23:22: Aber wenn Ghana, Mali und Nigeria ihre Lithium- und Manganproduktion über einen gemeinsamen Handelsraum ohne Zölle und Handelzentnisse zusammenführen könnten, ändert sich diese Rechnung fundamental – denn plötzlich entsteht eine regionale Produktionsbasis die groß genug ist für eine gemeinsame Raffinerie und damit auch für das Verhandlungsgewicht, dass nötig ist um Technologiepartnerschaften mit chinesischen, koreanischen oder amerikanischen Batterieherstellern auf Augenhöhe zu führen.

01:23:50: Die Antwort auf regionale Zerspitterung sind also regionale Cluster die auf komperativen Vorteilen beruhen sollen.

01:23:57: Südafrika zum Beispiel als regionaler Hub für Platingruppenmetalle Das dann versorgt wird mit Rohstoffen aus Sambia oder Mozambique.

01:24:05: Ghana als Anker für die Westafrikanische Lithium-Raffination, dann beliefert von Mali und Nigeria.

01:24:11: Und der DRC Sambia Gürtel als Zentrum für Batterievorläufermaterialien das ergänzende Mineralien aus den Nachbarländern bezieht.

01:24:20: Das klingt natürlich erst mal nach planwirtschaftlicher Fantasy entworfen an einem Reisbrett oder wie in einem großen Strategiespiel dass ohne die politisch komplexe Realität auskommt um das Spielvergnügen nicht zu hemmen.

01:24:33: Aber es ist durchaus mehr als das.

01:24:36: Nämlich einen von der Afrikanischen Entwicklungsbank und auch mehreren unabhängigen Forschungsinstituten inzwischen durchaus als realistisch analysiertes Szenario, vor allem bedingt dadurch dass die entscheidende Voraussetzung dafür eben nicht die politische Einigung auf ein Freihandelsraum ist – der existiert ja bereits -, sondern es vor allem der Mangel an physischer Infrastrukturs, der die regionale Integration bisher verhindert.

01:25:00: Es fehlt also nicht an Kooperation per See, nicht an Zustimmung dazu dass das der Weg voran ist sondern es fehlt schlicht an Transportkorridoren die Rohstoffe dann auch tatsächlich zwischen Ländern bewegen können.

01:25:12: An Energieverbünden die sicherstellen das verarbeitende Betriebe zuverlässig Strom bekommen und an Häfen die nicht nur für den Export in die Welt sondern auch für den regionalen Handel ausgelegt sind.

01:25:24: Die Hemmnisse und das zeigt, dass Freiheiten jetzt abkommen liegen also per se nicht in der mangelnden politischen Überzeugungskraft der Integration.

01:25:32: Die scheint als notwendige Bedingungen längst angekommen bei den internationalen wie afrikanischen Beobachterinnen wie auch in den allermeisten afrikerischen Regierungen wenn auch unterschiedlich stark.

01:25:43: Es ist vielmehr die Tatsache, dass selbst wenn man ihn wollte heute eben noch kein kontinentales Straßen- und Bahnnetz besteht.

01:25:50: Dass ein Transport innerhalb des Kontinents überhaupt ermöglichen würde ganz zu schweigen davon das es den Effizient ermöglicht.

01:25:57: Und das ist ehrlicherweise egal wie oft wir über die Gründe dafür gesprochen haben natürlich absurd und zeigt.

01:26:04: zum einen Die Probleme sind ganz praktischer Natur.

01:26:07: sie lassen sich also mit Geld Beton und Stahl wortwörtlich wegbauen, aber es betont eben wiederum auch all die vor allem internationalen Beharrungskräfte- und neokolonialen Missverhältnisse zwischen Afrika und dem Rest der Welt.

01:26:22: Die das über Jahrzehnte bis heute verhindert haben.

01:26:25: Was bis heute dazu führt dass der Transportweg zwischen Nigeria und Kenya zum Beispiel teils länger und teurer sein kann als der von Nigeria nach Deutschland.

01:26:37: Das Problem ist also bekannt und eindeutig, aber eben auch so gelagert dass eine Freihandelszone allein es eben auch schlicht nicht auflösen kann.

01:26:47: Ebenso wenig wie ebenfalls strukturell bedingte Zollarchitektur auf globaler Ebene die afrikanische Finanzierung systematisch benachteiligt.

01:26:56: Denn weiterhin erheben sie in Anfangsstrichen entwickelten Länder wie EU, USA, Japan & Co niedrige oder keine Zölle auf Rohmaterialimporte.

01:27:06: Aber sobald afrikanische Länder beginnen Mineralien zu verarbeiten und verarbeitete Produkte zu exportieren, steigen auch die Zollsätze exponentiell.

01:27:16: Eine sogenannte Zolleskalation, die wie eine unsichtbare Mauer fungiert und Afrikanen damit auf der Rohstoffstufe festhält.

01:27:24: Die höher die Verarbeitungsstupe also desto höher der Zoll-Satz im Importmarkt.

01:27:29: oder mit anderen Worten etwas drastischer formuliert Das globale Handelssystem bestraft genau jene Schritte der Wertschöpfung, die Afrika braucht um seine Position überhaupt zu verbessern.

01:27:41: Und kein Freihandelsabkommen zwischen afrikanischen Ländern löst dieses Problem weil es nicht innerafrikanische Zölle betrifft sondern eben Zöllen auf dem Weg zu den Absatzmerken außerhalb des Kontinents.

01:27:54: Die Entwicklung eines eigenen Binnenmarktes führt also erst mal zu Verlusten an anderer Stelle oder sogar internationaler Isolation, gefangen zwischen den globalen Zollbarrieren.

01:28:04: Ist aber trotzdem notwendig.

01:28:06: Man muss nur in der Lage sein, den Widerstand dann eben auszuhalten bis man selbst eine Marktmacht entwickelt hat um sich dem widersetzen zu können oder auch eigene Zollbarrieren aufzubauen und damit wiederum ein Hebel an der Hand zu haben um in neue Verhandlungen mit Europa und anderen großen Volkswirtschaften zu treten.

01:28:26: Noch ist das aber Zukunftsmusik und das setze ich auch ganz konkret bebetern wie zum Beispiel an dem euphemistischen Economic Partnership Agreement der EU mit der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft, dass europäische Investitionen in Afrika eigentlich fördern soll.

01:28:42: Gleichzeitig aber z.B.

01:28:43: Samia's Fähigkeit Exportbeschränkungen auf Mineralienlieferung an die EU zu verhängen – ganz konkret begrenzt!

01:28:49: Genau jenes Instrument, das SIM-Bapfel also zum Beispiel gegenüber China doch recht erfolgreich eingesetzt hat und dass wenn auch mit Einschränkungen Verarbeitungskapazität ins Land gebracht hat ist für Sambia im Verhältnis zur EU durch ein bilaterales Handelsabkommen schlicht begrenzt.

01:29:08: Womit die EU, die auf jedem Gipfel mit afrikanischen Staaten immer vollmündig afrikanische Wertschöpfung verspricht, per Handelsvertrag das wichtigste verfügbare Instrument um diese Wertschöffung tatsächlich zu erzwingen schlicht aktiv blockiert.

01:29:24: Das ist die schizofrene Politik Europas wie wir sie schon kennen oder eher die Behauptung vorne und eine andere Politik hinten rum.

01:29:31: was lässt sich auch noch wieder zeig auf?

01:29:33: dass außen kann sich Afrika nicht verlassen.

01:29:36: Es muss nach Ihnen gestärkt werden, um dann gemeinschaftlich andere internationale Bedingungen abgesichert durch einen eigenen Binnenmarkt als Abnehmer und damit gelöst vom reinen Abhängigkeitsverhältnis schlicht erzwingen zu können.

01:29:50: Denn wenn das gelingt, so hat die Afrikanische Entwicklungsbank errechnet und afrikanischen Länder es schaffen ihre Positionen in der Wertschöpfungskette kritischer Mineralien zu verbessern könnte.

01:30:00: Der Marktwert der Mineralproduktion des Kontinents bis zweizig-vierzig allein umfasst drei Viertel gegenüber dem heutigen Niveau von hundertzwanzig Milliarden Dollar steigen also um weitere etwa neunzig Milliarden Dollar Geld dass dann hoffentlich wiederum weitere wirtschaftliche und politische Kapazitäten zur Diversifizierung, vor allem zum Infrastrukturaufbau freisetzt.

01:30:22: Wie dann im Bestfall gut investiert Arbeitsplätze und Infrastruktur schaffen flächendeckende Bildung, Gesundheitsversorgung und Innovation vorantreiben um damit ein Wohlstandsfundament zu schaffen das den internationalen demografischen Vorteil nutzt um einen afrikanischen Markt aufzubauen der wie die EU heute Bedingungen zum eigenen Vorteil diktieren kann.

01:30:45: Und die entscheidende Initialzündung dafür ist der Unterschied zwischen einer Welt in der Afrika weiterhin die günstigen Schritte, der Lieferkette erledigt und dann alle Wertmultiplikation woanders stattfindet.

01:30:57: Und eine Welt, in der zumindest ein Teil dieser Multiplikation auf dem Kontinent selbst geschieht.

01:31:03: Damit das aber passiert muss gebaut werden und zwar viel gebaut werden – und das muss natürlich finanziert werden!

01:31:09: Was uns nach der Betrachtung dessen was möglich scheint wieder zurückführt zu den zwei entscheidendsten Variablen, die wie ein Damm das Potenzial zurückhalten.

01:31:20: Energie und Geld!

01:31:24: Wir haben inzwischen sehr viel über Energie oder eher die afrikanische Energielücke gesprochen aber wir müssen noch einmal darauf zurückkommen zumindest kurz.

01:31:39: Und damit es nicht langweilig wird habe ich auch eine neue Zahl mitgebracht oder mir eher bis hierhin aufgehoben Und die stammt vom Peterson Institute for International Economics, dass diese zwanzig-zweiundzwanzig in seinem Bericht zu Building Downstream Capacity For Critical Minerals in Afrika präsentiert hat.

01:31:57: So here we go!

01:31:59: Die Verarbeitung von einer Tonne Bauxit zur raffinerierten Aluminiumoxid erfordert im Durchschnitt über dreitausend Kilowattstunden Strom Und die Raffination einer Tonne Kobalt zum Beispiel erfordert sogar viertausend siebenhundert Kilowattstunden.

01:32:17: Zum Vergleich, weil uns das Alten natürlich erstmal nichts sagt – ein durchschnittlicher amerikanischer Haushalt verbraucht rund dreißig Kilowattsstunden pro Monat.

01:32:25: Bedeutet, die Energie, die nötig ist um eine einzige Tonne Kobalt zu raffinerieren würde einen durchschnittlichen amerikanischen Haushalt mehr als drei zehn Jahre lang mit Strom versorgen!

01:32:37: Und das allein könnte bereits erklären, warum der Reichtum Afrikas bisher nicht in lokale Verarbeitung übersetzt wurde.

01:32:44: Denn es ist natürlich kein Zufall, dass die meisten der weltgrößten Mineralraffinerien in Ländern mit billiger zuverlässiger Energie liegen – Brasilien und Kanada wegen ihrer Wasserkraft, Australien und China wegen Kohle und Baraen und die Vereinigten Arabischen Emirate wegen Erdgas!

01:33:02: Die Geografie des Rohstoff-Reichsums und die Geographie günstiger Energieinfrastruktur fallen auf der Welt, also schlicht nicht zusammen.

01:33:10: Und in Afrika klaffen beide besonders weit auseinander.

01:33:13: Das führt wiederum zu Folgeproblemen, die über die reine Beschaffung von günstigen Energien für Industrieweit hinausgehen – wir erinnern uns!

01:33:21: In der Demokratischen Republik Kongo haben nach aktuellen Schätzungen weniger als zwanzig Prozent der Bevölkerung überhaupt Zugang zur verlässlichen Strom.

01:33:30: Und der Bergbausektor des Landes allein hat ein Energiedefizit von ca.

01:33:35: neunhundert Megawatt.

01:33:37: Unternehmen müssen also schon heute Strom aus Sambia importieren oder mit Dieselgeneratoren operieren, was die Betriebskosten erheblich in die Höhe treibt und eine industrielle Kobaltraffinerie würde natürlich noch deutlich mehr Energie benötigen als die gegenwärtigen Bergbauoperationen – was nicht nur für Kongo geht sondern eigentlich für alle!

01:33:57: In Guinea zum Beispiel, dem Land mit der besten Versorgungsquote unter den vier großen Bergbau-Nationen Afrikas überhaupt hat gerade einmal etwa fortyfünf Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom.

01:34:09: Gleichzeitig hatte die genianische Regierung das ambitionierte Ziel, elf Millionen Tonnen Boxid jährlich zu raffinerieren – was annähernd das Zehntfache der gesamten aktuell nationalen Stromerzeugungskapazität des Landes erfordern würde!

01:34:25: Und das Ziel wirkt daher nicht nur ehrlicherweise in weiter Ferne, sondern es führt natürlich zwangsläufig auch zu einem Konflikt.

01:34:33: Denn der Stromverbrauch der Rohstoffgewinnung und Weiterverarbeitung ist so hoch dass schlicht unfassbar viel mehr Energie produziert werden muss damit ganz simpel gesagt noch überhaupt etwas übrig bleibt um dann die wachsenden Gesellschaften die ja von der Industrie profitieren sollen ebenfalls zu versorgen Mit der großen Gefahr im Schlepptau, dass Strom für die Industrie priorisiert und allgemeine Stromversorgung politisch vernachlässigt wird.

01:35:01: Womit letztlich die erhofften wirtschaftlichen Synergieeffekte und der Ausbau von Wohlstand- und Binnenmarkt ausbleiben oder sich zu langsam entwickeln auch wenn die Energieinfrastruktur ausgebaut wird für die industrie.

01:35:14: Die konkreten Zahlen sind also erstmal ernüchternd.

01:35:17: Zum Teil ist gar nicht klar, wie Länder wie Guinea die Energie für ihre Ziele überhaupt beschaffen sollen.

01:35:23: Weshalb auch viele Analysten afrikanische Verarbeitungsambitionen weiterhin oft eher grundsätzlich als unrealistisch einordnen.

01:35:31: Aber es ist vielleicht auch der Punkt an dem man angesichts der gewaltigen Zahlen aufpassen sollte, nicht vorschnell fatalistisch zu werden.

01:35:38: Denn wie schon vielfach angrissen – Es mangelt nicht am Energiepotenzial!

01:35:43: Afrika ist nicht grundsätzlich abhängig von ausländischen Energieexporten Ganz im Gegenteil.

01:35:48: Allein das Hydro-Energiepotenzial Afrikas ist, gemessen am Bevölkerungsanzahl eines der größten der Welt und gleiches gilt für die Potenziale in Solarflächen – die Produktion von Wasserstoff, Offshorewindkraft usw.

01:36:02: Und so kommen allein die demokratische Republik Kongo, Madagaskar & Mozambique ebenfalls nach Berichtung des Pietersen Instituts jeweils auf dreizehntausend zweihundert Kilowattstunden Wasserkraftpotential pro Kopf und Jahr!

01:36:15: Und das ist zumindest prinzipiell mehr als ausreichend, um sowohl die Bevölkerung mit Strom zu versorgen.

01:36:22: Als auch großkalibriege Mineralverarbeitung zu betreiben!

01:36:25: Der Kongufluss allein – das haben wir in Folge eins erwähnt – hätte Kapazitäten für ein Kraftwerk, dass ganz Sub-Sahara Afrika versorgn könnte und auch Kenia, Tanzania, Äthiopien, Sambia.

01:36:36: alle verfügen über erhebliche Wasserkraftressourcen.

01:36:40: Das Problem ist also nicht das Potenzial.

01:36:42: Das Problem, dass dieses Potenzal nicht erschlossen ist weil die nötigen Investitionen fehlen und die politischen Rahmenbedingungen für große Energieprojekte weiterhin oft schwierig sind und einen politischen Durchhaltewähnen erfordern der in vielen instabilen Ländern schlicht fehlt.

01:36:58: aber auch Äthiopien hat jahrzehntelang vor einem scheinbar unlösbaren Problem gestanden.

01:37:03: Der Gehrt Staudamm galt lange als unerreichbar, als zu teuer, zu politisch kompliziert und technisch zu anspruchsvoll.

01:37:11: Das berate Beispiel dafür was nicht geht niemals gehen würde aber heute produziert er dennoch Strom Mehrheitlich selbst finanziert durch Äthiopien.

01:37:21: trotz allem Gegenwind Und das ist sicherlich kein Beweis dafür dass alle Infrastrukturprobleme lösbar sind Aber doch dafür politischer Wille und langfristige Strategie auch gegen erhebliche strukturelle Widerstände etwas erreichen können.

01:37:38: Und die Ideen dafür, das auszuweiten wie die Technologie müssen nicht erst erfunden werden – sie liegen eigentlich schon auf dem Tisch oder zumindest in der Schublade!

01:37:48: Damit dass aber auch in Ländern wie den Kongo gelingt muss das theoretische Stromerzeugungspotenzial von schätzungsweise hunderttausend Megawatt Das wäre das Dreifache des gesamten europäischen Stromverbrauchs, aber auch entsprechend freigesetzt werden.

01:38:02: Und noch ist die Lücke gigantisch zwischen dem was soll und dem was isst.

01:38:08: Aber die größte Ordnung des Potentials macht zumindest klar Die demokratische Republik Kongo und viele andere auch müssen kein Energieproblem haben.

01:38:17: Was sie haben ist vielmehr ein gigantisches Investitionsproblem und auch ehrlicherweise Ein Governance Problem.

01:38:24: Man sollte daher auch keine großen Sprünge erwarten Aber zumindest kleine Schritte in Richtung Praxis und die finden auch tatsächlich statt.

01:38:32: Wie z.B.

01:38:33: Sambias Copper Belt Energy Corporations, die erst letztes Jahr damit begonnen hat, fünfhundert Millionen Dollar ins Solar- und Übertragungskapazitäten zu investieren, die explizit auch Grenzüberschreiten zur Demokratischen Republik Kongo angelegt sind – ebenso wie eine im selben Jahr ebenfalls von Sambia genehmte grenzüerschreitende Stromleitung zur Demokratische Republik Congo!

01:38:54: Es besteht also bereits regionale Energiekooperation parallel zur regionalen Mineralkooperation, was aber fehlt um diese Größe anzulegen ist wie so häufig das Geld.

01:39:13: Energiesicherheit ist die Grundlage für jede Wertschöpfung aus den eigenen Rohstoffen denn sie senkt die Kosten und macht afrikanische Produzenten wettbewerbsfähig im In-Wie Ausland.

01:39:24: Um die Kosten überhaupt zu senken braucht es zunächst Investition kurz Geld und hier liegt wie immer die finale Crux.

01:39:33: Um das einmal kurz in Zahlen zu fassen, die UN hat in ihrem World Investment Report von zwanzig vierundzwanzig und in begleitenden Analysen ein Investitionsdefizit von knapp zweihundertfünfundzwanziger Milliarden Dollar in der kritischen Mineralverarbeitung im globalen Süden quantifiziert.

01:39:50: Konzentriert auf genau jenen nachgelagerten Stufen der Wertschöpfung, auf denen die tatsächliche Wertvermehrung dann stattfindet!

01:39:58: Und nun könnte man ehrlich aber sagen, das ist ja eigentlich eine überschaubare Summe.

01:40:04: Zweihundertfünfundzwanzig Milliarden Dollar.

01:40:06: In Deutschland als Beispiel allein investiert ihr auch mal eben so aus dem Nichts vierhundert Milliarden Dollar für die eigene Rüstung in knapp zehn Jahren.

01:40:13: Es ist also eine für den Einzelnen von uns natürlich ungreifbare Summe.

01:40:17: Aber wenn man ehrlich ist da sie das Defizit halb Afrikas quasi sammelt Ist sie eigentlich keine utopische Zahl.

01:40:25: Von außen wird dieses Geld aber ganz sicher nicht kommen, zumindest nicht durch zwischenstaatliche Kooperation.

01:40:32: So umfasst der gesamte von den US-amerikanischen Development Finance Corporation für den Lobito Korridor bereitgestellte Kredit eines der größten, wenn ich das größte Projekt der US-Americanischen Administration in Afrika zum Beispiel lediglich, Die EU Global Gateway hat ihrerseits zwar für ganz Afrika irgendwie mal Milliarden versprochen und auch die Bait and Road Initiative Chinas, hat in den letzten zwanzig Jahren mehr in Afrika investiert als irgendjemand sonst.

01:41:02: Aber wie nicht zuletzt der Psycho Minds Deal beispielhaft zu China zeigt aber es ließe sich auf die anderen genauso gut übertragen alles davon basiert nicht auf Konditionen die afrikanische Wertschöpfung nun besonders befördern Und es bleibt so oder so, selbst wenn das tun würde, weit hinter den Bedarf zurück.

01:41:21: Keines dieser Rahmenwerke wird die zweihundertzwanzig Milliarden Lücke schließen und keines davon ist auch nur in der Niehe denn man muss zum Beispiel mit Blick auf Europa schlicht feststellen dass immer noch zumindest rhetorisch das Win-Win bei der Seite in seinem Rahmenwerk am stärksten betont Das Geld kommt schlicht nicht und verharrt irgendwo in einem immer wieder neuen Zustand der Inaussichtstellung ohne Implementierung.

01:41:49: Und damit kratzen wir noch an der Oberfläche, denn wie wir alle wissen Afrika leidet nicht nur unter Versprechen die sich nie erfüllen sondern die Finanzierungslücke wie der Bedarf wachsen auch jedes Jahr weiter ebenso wie die Schere dazwischen immer weiter auseinandergeht.

01:42:04: Ein voran informer weiterhin international nicht gestoppten strukturellen Schuldenspirale.

01:42:10: Die Gesamtauslandsverschuldung Afrikas übersteigt heute US dollar.

01:42:15: Und der jährliche Schuldendienst, also die Summen die afrikanische Staaten jedes Jahr allein für Zinszahlungen und Tilgungen aufwenden lag allein zwanzig vierundzwanzig bei Hundertdreiundsechzig Milliarden Dollar.

01:42:26: Über Hundertfünfzig Milliarden Dollars, also nicht etwa den erheblichen Teil des Investitionsbedarfs in der Wertschöpfung decken sondern stattdessen ins Ausland fließen und dort für immer verschwinden!

01:42:37: ein schwarzes Loch des Defizits, das schlicht kaum zu stopfen ist.

01:42:41: Als zweiter dominante fiskalische Realität für die meisten afrikanischen Regierungen.

01:42:46: Jede investive Ausgabe sei es für Energieinfrastruktur, für Raffineriekapazitäten oder für geologische Kartierung konkurriert direkt mit dem Schuldendienst um dieselben begrenzten Mittel.

01:42:59: Und wenn man es dann trotzdem versucht, mit viel Engagement und dann vor allem auch weiteren Krediten trifft man direkt auf das systemische Problem der globalen Finanzmärkte – dass Afrika schlicht strukturell benachteiligt.

01:43:13: allen vorannten Formen der berühmtberüchtigten Rating-Agenturen, die sich als objektive Gutachter gerieren während sie wie Brookings und UNDP in mehreren Studien zwischendurch nachgewiesen haben durch ihre internationalen Bonitätsbewertungen afrikanische Staaten und deren wirtschaftliche Realitäten systematisch verzerren.

01:43:32: Aufgrund von Meteologien, die auf westliche Volkswirtschaft zugeschnitten sind und für afrikaansche Kontexte schlicht nicht passend.

01:43:39: eine Art institutionalisiert der wirtschaftliche Rassismus, wenn man so will.

01:43:44: Der in der Mathematik selbst steckt mit dem Ergebnis dass die überhöhten Risikopremien allein den afrikanischen Ländern jährlich schätzungsweise seventy fünf Milliarden Dollar an zusätzlichen Kreditkosten aufbürden.

01:43:56: also auch hier keine Raffinerie bauen, keine Schiene legen, keinen Arbeitsplatz schaffen.

01:44:05: Keine Uni, keine Subventionen für dezentrale Solarkraft, keine Gesundheitsapparate und immer so weiter sondern einfach Finanzierungskosten.

01:44:13: die versickern bei die Welt Afrika für riskanter Held als es tatsächlich ist.

01:44:19: Die afrikanische Union hat daher inzwischen auch auf dieses Problem reagiert indem sie hier eine afrikanische Rating-Agentur auf den Weg gebracht hat.

01:44:27: Die African Continental Ratings Agency, die im Jahr twenty-fünfundzwanzig ihren Betrieb aufgenommen hat und ausdrücklich lokale wirtschaftliche Realitäten in ihre Meteorologien integrieren will.

01:44:39: Und das ist sicherlich ein wichtiger institutioneller Schritt!

01:44:42: Aber wie das eben so ist mit einer Marktrealität, die letztlich auch nur ausgefühlten Wahrheiten versucht irgendwie physikalische Gesetze zu machen?

01:44:51: Ob die neuen afrikanischen Agenturen jemals ausreichend internationale Anerkennung erlangen werden, um die Kreditkosten für afriikanische Staaten dann tatsächlich zu senken steht ehrlicherweise in den Sternen.

01:45:04: Schließlich müssen internationale Kapitalmärkte diesen Ratings vertrauen damit sie wirken.

01:45:10: und wie wir Eingangs schon festgestellt haben dass hier am Ende immer das beste wirtschaftliche Argument gewinnen würde ist schlicht wirtschaftlich Illusion.

01:45:19: Was die Frage aufmacht, wenn man am Ende immer wieder bei Finanzierungsfragen landet und das internationale wirtschaftliche System selbst in seinem strukturellen Anlagen Afrika als internationale Ausbeutungszone und Peripherie systematisch benachteiligt.

01:45:34: Wie soll dann all das was wir heute als hoffnungsvolles Momentum beschrieben haben tatsächlich gelingen?

01:45:40: Wenn es Geld für Stromtrassen, Schiene und die einzelne Solaranlage schlicht nicht da ist!

01:45:47: Und die Antwort ist ehrlicherweise komplex und bleibt auch zugegeben, die größte und am schwierigsten zu überwinden gehört.

01:45:55: Denn viele der bisherigen Ansätze müssen ehricherweise als gescheitert betrachtet werden – zum Beispiel blended finance, also die Kombination aus öffentlichen Kapital das Risiken absichert und privatem Kapital, dass davon angelockt wird mit allen Risiken, die mit diesem First-Loss-Kapital dann einhergehen.

01:46:14: Afrika versucht also, wenn man so will nicht gegen die internationalen Risiko-Analysen anzurennen.

01:46:20: Sondern gleich zieht sie aus bis sich der Trend getragen von gelungenen Projekten letztlich umdreht und eben doch Mathe gegen Stickmar gewinnt – zumindest die Hoffnung!

01:46:30: Verbunden zum Beispiel mit Public Private Partnerships, die staatliche Garantien mit privaten technischen Knowhow verbinden.

01:46:38: Beides ist aber hoch riskant und steht zudem im deutlichen Kontrast zur Idee größerer finanzieller Unabhängigkeit.

01:46:45: Das bleibt ist vor allem die Idee von zum Beispiel Mineral Value Chain Venture Funds, also kontinentale Finanzierungstöpfe, die lokales afrikanisches Kapital aus Pensionsfonds, Staatsfonds und Entwicklungsbanken etc.

01:46:59: in Bergbauprojekte lenken, die bisher fast ausschließlich vom ausländischen Kapital finanziert werden um diese Suksisziele zu übernehmen oder zumindest für deren Ausweitung Alternativen zu schaffen.

01:47:11: Aber auch das ist natürlich nicht leicht und stößt wieder an die Grenzen der Integration, wenn diverse Länder gemeinsam über riesige Investitionsprojekte entscheiden sollen und dafür Abgaben an übergeordnete Institutionen leisten.

01:47:24: Die EU des Grüßen!

01:47:26: Es gibt aber dazu noch eine weitere Alternative quasi auf der anderen Seite des Spektrums – die vielleicht erstmal Abwege klingt, aber vielleicht auch nicht unterschätzt werden sollte.

01:47:37: Lokales Kapital Dem Angesichts der großen Finanzierungslücken oft wenig zugetraut wird, dass aber historisch schon viele Aufbrauprojekte ähnlicher Natur finanziert hat.

01:47:49: Japans Stahlsektor nach dem Zweiten Weltkrieg zum Beispiel ebenso wie Brasiliens Eisenärztverarbeitung, Indonesions Nickel Sektor und auch Südafrikas Platinsektor.

01:47:59: Und es ist nicht so als hätte Afrika kein lokales Kapital!

01:48:02: Es ist nun vielen Fällen nicht greifbar.

01:48:04: Siehe das Beispiel von vorhin Lagos, ein riesiger Wirtschaftsrauen der aber kaum Steuern oder Investment generiert.

01:48:11: Schlicht war er ja nicht institutionell erfasst und abgeschöpft wird.

01:48:15: Und gleiches geht für politische Umverteilung denn auch Afrika erzeugt immer schneller, immer mehr Superreiche damit aber bisher vor allem steigende Ungleichheit.

01:48:26: Will man die Investitionsblöcke also schließen?

01:48:30: ohne ausländische Investoren, die immer dann nicht mitmachen wollen.

01:48:33: Wenn die Bedingungen ihnen weniger günstig erscheinen als anderswo muss lokales Kapital abgeschöpft und kreiert werden.

01:48:40: Und ob das nun über Umverteilung steuerliche Ausweitung öffentliche Fonds oder Anleihemärkte passiert ist letztlich eine Frage abhängig von vielen länderspezifischen Charakteristika.

01:48:59: Bis hierhin haben wir den Großteil des Potentials aber auch die damit verbundenen Hürden besprochen und wie eingangs angekündigt Ich habe mich dabei auf das konzentriert, was vor allem Ressourcenfragen betrifft und auch auf das, was man vielleicht als greifbare Szenarien betrachten könnte.

01:49:17: Also Dinge die innerhalb der bestehenden internationalen politischen und wirtschaftlichen Rahmensetzung möglich scheinen.

01:49:24: aber es kratzt natürlich an der Oberfläche denn – und das hab ich mir bis hierhin quasi aufgehoben – natürlich sind mit der globalen wirtschaftliche und technologischen Entwicklung dem Klimawandel, der ökologischen und politischen Anpassung daran.

01:49:40: Der demografische Entwicklung des Kontinents, Umweltfragen internationalen und regionalen Konflikten um knappe Ressourcen und Co.

01:49:48: noch viele weit grundsätzliche Fragen verbunden die man nur als so leicht ausspart wenn man sich lediglich auf das konzentriert was machbar scheint und vielleicht nicht dass was möglich sein sollte.

01:50:00: Deshalb sind wir uns nun zum Ende hin, wenigstens noch mit ein paar dieser grundsätzlichen Fragen befassen wollen.

01:50:06: Angefangen bei einem Aspekt der vielleicht am meisten unter den Tischwelt – der Technologiefrage!

01:50:12: Nicht im Sinne von wer hat die neuesten Verfahren für die Kobaltverarbeitung, sondern im Grundlegendsten Sinn von wer entscheidet eigentlich welche Batterietechnologien die Welt der Zukunft nutzen wird und was bedeutet diese Entscheidung für Afrika?

01:50:29: Und aktuell bleibt da die einzig richtige Antwort.

01:50:32: China entscheidet das gerade, wenn auch weniger formal denn faktisch!

01:50:37: Denn China dominiert nicht nur die Produktion der aktuellen Lithium-Ionenbatteriegeneration sondern auch die Entwicklung und industrielle Produktion den nächsten Lithium Eisenfosphatpaterien – kurz LFP und Natriumionbatterien.

01:50:55: Und dieses kleine Kürzel verweist dabei bereits auf eine technologische Veränderungen, die vielleicht auch Afrika entscheidend verändern könnte.

01:51:04: Denn LFP-Batterien steht für Lithium, Eisen und Phosphat aber ohne Kobalt, ohne Nickel und ohne Mangan – was die Produktion mittelfristig günstiger, sicherer und langlebiger als die herkömmlichen Lithium-Ionenakus machen soll.

01:51:21: Wobei der Nachteil lange eine geringere Energiedichte war also weniger Reichweite pro Kilogramm Ein Nachteil, der dazu geführt hat, dass sich die Technologie bisher nicht durchsetzen konnte in einem Markt, in dem vor allem die Reichweite von Fahrzeugen zu einem entscheidenden Faktor geworden ist.

01:51:39: Dieser Nachteile wird allerdings durch technologischen Fortschritt auch jedes Jahr kleiner und Natrium-Ionen-Batterien gehen sogar noch einen Schritt weiter – sie brauchen überhaupt kein Lithium mehr!

01:51:52: Was nichts anderes bedeutet als sollte sich diese Technologie auf breiter Front durchsetzen, verändert sich die globale Mineralienachfrage fundamental.

01:52:02: Und für Afrika bedeutet das vielleicht zum einen dass der Kniebelgriff auf die Rohstoffe nachlassen wird aber auch dass der Kontinent damit eine seiner stärksten Verhandlungspositionen und wirtschaftlichen Potenziale letztlich verlieren könnte bevor es sie überhaupt hier wirklich nutzen konnte.

01:52:22: also ein Dilemma angesichts der drei Folgen, die wir jetzt zum Thema gemacht haben.

01:52:26: Sicherlich auch nachvollziehbar sich anhand dessen zu fragen ob Afrika nicht vielleicht grundsätzlich ohne seine Rohstoffe und all das was sie mit sich bringen nicht besser dran wäre innerhalb der etablierten Verhältnisse bedeutet dass mögliche Ende des Fluches der Rohstoff aber konkret eben auch dass der Kontinent das damit verbundene wirtschaftliche Potenzial vielleicht ebenso verliert.

01:52:50: Und egal wie man das nun für sich selbst auflöst Im größeren zeigt das vor allem ein viel grundlegenderes Abhängigkeitsverhältnis, dass vielleicht auch dann bestehen bleibt wenn alle möglichen Szenarien die wir heute besprochen haben so eintreten wie man es sich vielleicht wünschen würde.

01:53:05: Denn China kontrolliert die Produktion von LFP und Natrium-Ionbatterien nach aktuellen Schätzungen zu bis zu Und im Unterschied zu Kobalt-Dominanz, gegen die man noch mit Export verboten oder alternativen Lieferketten vorgehen kann ist die Dominanz bei neuen Batterietechnologien strukturell kaum angreifbar.

01:53:30: Weil sie nicht auf dem Material selbst basiert sondern auf Patenten, industriellen Knowhow und Produktionskosten vorteilen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden und sich nicht einfach kopieren oder implementieren lassen.

01:53:44: Sollte chinesischen Firmen und Universitäten in den kommenden Jahren also ein weiterer technologischer Sprung gelingen, sich dieser in der Milliarden-Nation durchsetzen wird das den Markt für Rohstoffe entscheidend verändern.

01:53:57: Ebenso wie alle nachgelagerten Märkte bestimmen.

01:53:59: Was für Afrika wiederum nichts anderes bedeutet als einen doppelten Zeithorizont, der sich gerade enger zusammenzieht.

01:54:08: Auf der einen Seite das Fenster der Möglichkeit Denn gerade jetzt in diesem Jahrzehnt ist die Nachfrage nach Kobalt, Lithium, Mangan und Kupfer auf einem historischen Höhepunkt.

01:54:19: Und externe Akteure konkurrieren so intensiv um Zugang wie seit dem ersten Scramble for Africa nicht mehr – das ist die strukturelle Hebelkraft!

01:54:27: Aber auf der anderen Seite schließt sich dieses Fenster vielleicht schon wieder wenn LFP-und Natriumion sich schneller durchsetzen als erwartet.

01:54:37: Das führt zwangsläufig zu einer größeren und viel grundlegenderen Frage als der der Batterieentwicklung.

01:54:45: Denn ganz grundsätzlich, welche Technologie die Zukunft prägt wird auf absehbare Zeit schlicht nicht in Kinshasa oder Lusaka entschieden sondern weiterhin in Shenzhen, Seoul, Stuttgart im Silicon Valley von Ingenieuren, Investoren und Regulatoren die keine afrikanischen Interessen vertreten, sondern chinesische amerikanische und asiatische.

01:55:09: Fatih Kabut, einer der profiliertesten Ökonomen für afrikanische Entwicklungsfragen hat diesen Punkt unter dem Begriff der Mineraliensovereinität gefasst.

01:55:17: Was ganz bewusst nicht nur das Recht Afrikas meint, seine Ressourcen für lokale Entwicklung, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu nutzen sondern auch das Recht über die Bedingungen des technologischen Bandits mitzubestimmen, der bestimmt wie wertvoll diese Ressorzen in Zukunft noch sind.

01:55:38: Und das ist offensichtlich nochmal ein viel, viel größeres Projekt als nur etwas mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu erreichen.

01:55:46: Denn es setzt konkret eine Strategie der Ressourcenhebelkraft – der Resource Leverage voraus mit der afrikanischen Regierung nicht nur ressourcen Zugang als Bedingungen für echte Investitionen in lokale Fertigungsstrukturen und regionale Ffertigungsinfrastruktur nutzen sondern auch Technologietransfer, Eigentumsanteile an verarbeiteten Anlagen, lokale Beschäftigungskoten etc.

01:56:11: erkämpfen müssen um damit über eine Wohlstandsentwicklung die mit der Demografie Schritt hält auch die Fähigkeit zu entwickeln eigene Innovationskapazitäten aufzubauen.

01:56:22: Die ist dann ermöglichen an der technologischen Entwicklung der Minerallieferketten teilzuhaben und daraus einen Markt zu entwickeln der diese Produkte selbst kauft und dessen Bedarf damit mitbestimmt.

01:56:34: Also nicht nur was wie wo international produziert wird, sondern auch welche Technologien letztlich voran getrieben werden.

01:56:42: Schon die Frage wer bestimmt?

01:56:43: Die Technologie zeigt also erneut ein internationales Ungleichgewicht an und eine Machtinbalance bestimmt durch nationalen Wohlstand individuelle Kaufkraft staatliche finanzielle Mitte und Ko das weit über die Frage des Besitzes und der Nutzung von Minen hinausgeht.

01:57:00: Es gibt aber sogar noch grundsätzlichere Fragen Wessen Energiewende ist das eigentlich?

01:57:08: Und auch hier ist die Antwort eindeutig.

01:57:10: Die Energiewände ist im globalen Norden entstanden, aus einer Art doppelten Notwendigkeit zum einen einem wachsenden gesellschaftlichen Bewusstsein, dass fossile Brennstoffe das Klima destabilisieren und dass die Industrieländer den größten Teil der historischen Emissionen verantwortet haben.

01:57:27: Daher eine Verpflichtung haben umzusteuern aber eben auch einer wirtschaftlichen Notwendigkeit der Suche nach einem neuen Wachstumsmotor und wirtschaftlichem Instrument um die eigene globale Vormachtstellung ins einundzwanzigste Jahrhundert zu führen indem man sich energiepolitisch unabhängiger macht neue technologische Maßstäbe setzt und diese natürlich auch verbindet mit neuen globalen Auflagen wie Einfohlbeschränkungen für dreckigen Stahl, Umweltstandards und allem was dazu gehört die wiederum um die neuen grünen Märkte in den USA und Europa eine weitere Zoll Firewall ziehen sollten.

01:58:03: Die internationale Standards dann aufgrund eigener Marktmacht bestimmt.

01:58:09: Wie wir alle wissen, ist das nun so mittel aufgegangen.

01:58:11: Weil China schneller war mehr und vor allem konsequenter investierte während man es in Europa nicht mal auf die Reihe bekamen sich gegen die alten Platzhörsche der deutschen Autoindustrie durchzusetzen und einfach mal ein Verbrennerverbot festzuhalten weshalb sich Europa und die USA nun gegen die Dominanz chinesischer i-Autos selbst nur noch mit neuen Zollbarrieren verteidigen können und nicht etwa anders herum.

01:58:33: aber der Umschwung auf die grüne Technologie Die globale Energiewende hat dennoch ausgelöst, im globalen Norden perfektioniert in China neue internationale Standards gesetzt.

01:58:44: Den Weg der technologischen Entwicklung signifikant verändert und damit ein neues Rahmenwerk geschaffen, das Afrika nicht nur zu einem neuen Schlachtfeld dieser Wende gemacht hat sondern auch dessen weitere technologische und wirtschaftliche Entwicklung bestimmen

01:59:00: wird.".

01:59:01: Angefangen dabei, dass sie von Ländern, die historisch wenig bis nichts zu den Emissionen beigetragen haben erwartet nun massive Mengen an Ressourcen zu liefern.

01:59:10: Damit Länder, die historically am meisten emittiert haben sauber werden können und den technologischen und wirtschaftlichen Wettstreit für sich gewinnen können.

01:59:20: Während wie schon beim Ölboom Verschmutzung Umweltbelastung und wirellschaftliche Ausbeutung ausgesorzt werden an diejenigen, die unmittelbar am wenigsten von dieser Entwicklung haben.

01:59:31: Die demokratische Republik Kongo zum Beispiel verursacht weniger als ... der durchschnittliche Kongolese hat also einen ökologischen Fußabdruck, der ein Bruchteil des durchsündlichen deutschen Amerikaners oder Australias entspricht.

01:59:49: Und trotzdem ist es der kongolesischen Boden, der das Kobalt liefert aus dem die Batterien gebaut werden, die europäische und amerikanische Elektroautos antreiben.

02:00:01: Wie wir heute kann man versuchen dass als eine Art global Güter tauscht zu sehen, von dem man Ende mit den richtigen Rahmenbedingungen beide Seiten profitieren.

02:00:10: Der Kongo in Form von Exporteinnahmen, Europa in Form vom sauberen Strom.

02:00:15: aber das setzt eben voraus dass die Exporteinnahmen tatsächlich bei der kongolisischen Bevölkerung ankommen.

02:00:22: und das ist wie diese drei Folgen nun mal gezeigt haben systematisch nicht der Fall sondern und das es die schlichte Realität selbst wenn man es schafft von den Gewinnen des Geschäfts stärker zu profitieren.

02:00:34: Der Kongo, wie andere Staaten werden ihr Land weiter zerstören als Teil dieses Geschäfts.

02:00:41: Sie werden die Böden weiter aufreißen müssen.

02:00:43: Hunderttausende werden im Quecksilber verschmutzen Wasser stehen, in immer einsturzgefährdeten Schächten und in giftigen Staubwolken bei der globale Markt- und vor allem die reichsten Nationen der Welt nach Solar- und Windkraft verlangen um sich grüner wettbewerbsfähiger gewissenhafter zu machen ebenso wie nach individuellem Luxusverlangen nach neuen iPhones, neuen Fahrzeugmodellen und smarten Kühlschränken.

02:01:07: Und die unmittelbaren Umweltkosten dafür trägt Afrika.

02:01:11: Denn Hardgestein, Niziumabbau, Kobait-Abbau in Tagebauverfahren, Kultarnschürfen und Flussbetten – all das verursacht nun mal erhebliche lokale Umweltschäden.

02:01:21: Und da reden wir noch gar nicht übers große Klima!

02:01:24: Vegetationsverlust, Erosion, Chemikalien-Einträge ins Grundwasser, Biodiversitätsverluste in einigen der artenreichsten Ökosystemen der Welt.

02:01:34: Wenn Bedarf wie Produktion prognostiziert in wenigen Jahren über hundert Prozent ansteigen ohne dass Auflagen und Rahmenbedingungen eine Chance haben, dem überhaupt irgendwie gerecht zu werden.

02:01:46: Dann wird das fatale ökologische Folgen haben.

02:01:48: Umweltkosten von reichen Ländern werden also auch weiterhin zwangsläufig und wie immer auf die Ärmsten externalisiert.

02:01:57: Allerdings – und auch das gehört zur Wahrheit dazu – auch das was wir heute als Alternativen beschrieben haben.

02:02:03: ein Afrikadass seine Ressourcen zur Entwicklung eigener Industrie nutzt dass vielleicht sogar Vorreiter der Energiewende wird und diese mit einem neuen glaubhaften Wohlstandsversprechen verbindet, wird kaum umweltschonend sein.

02:02:17: Sondern baut letztlich auf denselben Ausbeutungsmechanismen auf nur das deren Rendite dann halt eben anders verteilt wird.

02:02:24: will Afrika nicht unter seiner demografischen Entwicklung zusammenbrechen sondern davon profitieren einen starken Binnenmarkt ausbauen neue Industrien Wohlstand, den Ausbau der Infrastruktur des Verkehrs.

02:02:37: Der modernen Kommunikation und all das was das eben so mit sich bringt dann werden die globalen Emissionen in jedem Fall steigen selbst wenn es eine grüne Entwicklung ist.

02:02:47: Dann wird mehr produziert und konsumiert werden.

02:02:49: Und dann wird man die Energie aus den großen afrikanischen Flüssen nutzen müssen, mit unabsehbaren Folgen für Stahlproduktionen, Chips- und Batterien – und man wird die Erde weiter aufbrechen, das Wasser weiter verunreinigen Schadstoffe und unendlich viel Müll erzeugen genauso wie betongegossene Moderne oder auch die eine oder andere Immobilie im Blase.

02:03:11: Das ohne Garantie, dass davon tatsächlich alle profitieren und nicht nur eine kleine Elite!

02:03:16: die die Gewinne vereinnahmt und sich als Teil einer wachsenden, kleinen globalen Elite von der Masse derjenigen, die ihren Reichtum erarbeiten immer weiter isoliert.

02:03:26: Und das darf einem trotz allem was wir damit heute auch positiv verbunden haben durchaus auch Sorgen machen!

02:03:33: Die konkreten Entwicklungen, die wir heute besprochen haben zeigen aber auch für die meisten afrikanischen Länder selbst scheint es zumindest bisher nachvollziehbarerweise akuten wirtschaftlichen Sorgen und Chancen nachgestellt.

02:03:46: Die Nachfrage ist auf einem historischen Niveau.

02:03:49: Und dieser Boom ist anders als frühere Rohstoffzüge, weil er nicht nur durch eine einzige Nachfragewelle betrieben wird die nach einigen Jahren dann nachlässt sondern durch eine strukturelle Transformation der globalen Energieinfrastruktur, die wohl über Jahrzehnte anhalten wird.

02:04:05: Gleichzeitig sind die USA und China dabei, sich gegenseitig aus afrikanischen Versorgungsketten zu drängen.

02:04:10: Was für afriikanische Staaten eine Verhandlungsposition erzeugt, die es in dieser Form noch nie gegeben hat?

02:04:17: Der Moment existiert also!

02:04:19: Die Nachfrage ist historisch beispiellos – die USA & China bieten gegeneinander für Zugang, während angebotsseitige alternativen strukturell begrenzt sind.

02:04:30: Und damit öffnet sich ein reales Fenster, in dem die Weichen für die nächsten Generationen globaler Minerallieferketten gestellt werden.

02:04:36: Lieferkette, die dann einmal aufgebaut wahrscheinlich über Jahrzehnte bestehen können.

02:04:44: und um dieses konkrete Fenster zu nutzen braucht es jetzt konkrete Rahmen!

02:04:48: regionale Integration mit physischer Infrastruktur, nicht nur auf dem Papier Energieinfrastruktur die Verarbeitung möglich macht.

02:04:56: Ein Finanzierungssystem das lokales und gesamtafrikanisches Kapital mobilisiert und nicht nur externe Abhängigkeit vorschreibt.

02:05:04: Institutionelle Kapazitäten, die Minereileinnahmen von kurzfristiger Patronagepolitik in Kopeln und Technologietransfer als Vertragsstandard.

02:05:14: Und die Beispiele von heute zeigen, nichts davon ist prinzipiell technisch unmöglich.

02:05:21: Aber alles politisch schwierig.

02:05:23: und das Besondere am Kongo- und am afrikanischen Kontinent in dieser Situation insgesamt ist dass die Schwierigkeiten nicht etwa vom Innenkommen sondern weiterhin von außen aktiv geschaffen werden Durch die diels, die externe Akteure unter Ausbeutung von Verwundbarkeiten abschließen.

02:05:41: Durch die Tarifarchitektur, die Verarbeitung bestraft und durch die Handelsbedingungen die lokale Entwicklung verteuern.

02:05:48: Und ehrlich gesagt bisher waren diese immer stärker als jede angestrebte afrikanische Transformation.

02:05:56: Aber historisch waren die Bedingungen auch andere.

02:06:00: Das geht für die technologische Entwicklung wie die demografische Entwicklung in Afrika und die Konkurrenz zwischen China und den USA.

02:06:08: Und beides gleichzeitig auszuhalten, die Entwicklung hin zu einer Überwindung der Barrieren ernst zu nehmen – wie auch die Tatsache dass diese weiterhin die Entwicklung ersticken könnten ist die eigentliche Herausforderung – zumindest für uns als Beobachterin!

02:06:23: Im Bestfall ohne dabei sowohl in Patonalismus oder noch schlimmer Fatalismus zu versinken.

02:06:29: Das ist aber wahrscheinlich schlimmste, was passieren kann.

02:06:32: Und man entschuldige den Kalenderspruch jetzt zum Ende, aber irgendwie muss man es herunterbrechen.

02:06:37: Der Schlimmste, das passieren kann und was wir heute versucht haben aufzubrechen, ist nicht dass die strukturellen Barrieren über die wir heute gesprochen haben unüberwindbar sind – das wäre in gewisser Weise das Erwartbare -, sondern das Schlimmmste ist, dass sie für unumberwindbar gehalten werden von afrikanischen Politikerinnen, die den nächsten externen Deal unterschreiben weil Sie keine Alternative sehen weil sie zu mutlos sind, in die Kooperation zu investieren und in das gegenseitige Vertrauen von westlichen Entwicklungsorganisationen.

02:07:05: Die immer noch nur ein Hilfsprogramm denken statt in Industriepolitik und von Analysten, die jede Reforminitiative mit einem Müdenverweis auf Governance schwäche abtun als wäre das das Ende der Diskussion und nicht etwa deren Anfang!

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