NDS38 – Leopolds Erben II: Das zweite Rennen
Shownotes
Im Februar 2025 schreibt Félix Tshisekedi, Präsident der Demokratischen Republik Kongo, während gerade M23-Rebellen mit ruandischer Unterstützung zunehmend den Osten des Landes besetzen, einen Brief an Donald Trump. Sein Angebot: Zugang zu den kritischen Mineralien seines Landes im Gegenzug für amerikanische Sicherheitsgarantien. Ein „Rohstoffe gegen Schutz“-Deal, der wenige Monate später als Washington Accords unterzeichnet wird und den Kongo damit schlagartig in die Mitte des geopolitischen Wettbewerbs zwischen den USA und China rückt. Wobei der Wettbewerb nicht neu ist, die USA steigen nur neu ein, nachdem ihn China zuvor 20 Jahre lang dominiert und eigentlich schon gewonnen hat, das Ergebnis einer über Jahrzehnte konsequent verfolgten Industriepolitik, während der Westen noch anderes im Blick hatte. Aber das soll sich nun ändern, mit den Washington Accords, mit dem alten neuen Instrument Entwicklungspolitik, den tiefen Taschen des US-Kapitals und neuen „Verbündeten“ und „Partnern“.
Diese Folge widmet sich also dem zweiten großen Rennen um Afrikas Rohstoffe, der Frage, was hat China mit 20 Jahren Vorsprung auf dem Kontinent an wirtschaftlichen Strukturen etabliert, wie wollen die USA dieses Monopol aufbrechen, wer verdient daran in China, den USA, aber auch Afrika, warum ist es dabei gerade Ruanda als kleines afrikanisches Land, dem es gelingt, auf der Welle des geopolitischen Wettstreits zu surfen, aber wo ist die Beschreibung eines „Wettstreits“ vielleicht auch fehl am Platz, weil letztlich alle Externen von den etablierten Verhältnissen im Land profitieren?
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00:00:32: Und herzlich willkommen zurück.
00:00:34: Mein Name ist Miklöcker und ihr hört Folge thirty-eight von dem der Spur, heute mit Teil zwei zu unserer Reihe über den Kongo und seine kritischen Minerale.
00:00:43: Nachdem wir letztes Mal die Vergangenheit besprochen haben Also Leopold und Belgien, Lumumba dessen, die mit seiner Ermordung endeten.
00:00:52: Mobutus drei Jahrzehnte an der Macht.
00:00:54: Die Kongokriege in den Mineralpreise buchstäblich über das Überleben bewaffneter Gruppen entschieden.
00:01:00: Und am Ende dem Bergbau-Kodex von zwei Tausend Zwei, der Psycho Mind-Style mit China in two Tausends Acht und M-Dreiundzwanzig, die alle aus dieser Geschichte hervorgegangen sind, geht es diesmal um die unmittelbare Gegenwart?
00:01:13: Damit die Frage ... Was hat China seitdem eigentlich etabliert?
00:01:17: Aber vor allem auch, wie reagieren die USA unter Donald Trump nun darauf für die Afrika ja auch deshalb wieder in den Fokus rückt.
00:01:25: Kurz heute geht es um das zweite Rennen – um die Rohstoffe und wirtschaftlichen Potenziale Afrikas.
00:01:31: Was mir ganz persönlich auch die Chance gibt, heute mal nicht nur die Namen französischer Unternehmen zu verhunzen sondern auch die Diversa chinesischer!
00:01:41: Ein Rennen, das spätestens im Februar zwanzig fünfundzwanzig konkret im Kongo-Fahrt aufnimmt mit einem Brief den Kongos Präsidenten Donald Trump schreibt.
00:01:50: Während M-Dreifundzwansich-Rebellen mit jurandischer Unterstützung, Goma und Bukavo besetzen und hunderttausende Menschen vertreiben – und dessen zwischenzeitlicher Höhepunkt die Washington Accords und der von Trump verkündete Frieden in der Region darstellen.
00:02:05: Die heute im Mittelpunkt stehen werden, Ausgangspunkt für diese ganze Reihe anhand derer wir heute betrachten werden wie kritische Mineralien zum zentralen Schlachtfeld der multipolaren Welt geworden sind.
00:02:17: Wie China sich über zwanzig Jahre eine Dominanz aufgebaut hat die kaum noch zu brechen scheint.
00:02:22: was der Washington Accords wirklich ist.
00:02:25: wer daran verdient im Land wie außerhalb Und auch warum Ruanda ein Land kleiner als Brandenburg, aber militärischer Mächtiger, als seine gesamte Nachbarschaft zusammen es dabei geschafft hat die eigene Position gegenüber den Großmächten zu verfestigen anstatt deren Spielball zu werden.
00:02:43: Was uns das sagt über die neuen Verlierer und Gewinner des Rohstoff-Imperialismus im XXI Jahrhundert in Afrika?
00:02:50: Also auf geht's!
00:03:00: International und gerade im Westen scheint die Energiewende gerade eher aus der Prioritätenliste verschwunden zu sein, mit ihr die Klimakrise.
00:03:09: Die Beispiele für diesen Wandel sind vielfältig.
00:03:12: Donald Trumps Kampf gegen die unesthetischen Windmühlen und Fokus auf den alten Zunstörf-Öl, eine neue Hochphase des Gaslobbyismus in Deutschland, eine grüne Partei, die ihr Kernthema manchmal schon ganz zu vergessen haben scheint, während sie vor allem als Kostenwächter der aktuellen Bundesregierung auftritt, weiter ist es für future.
00:03:30: lange vergessen und immer so weiter!
00:03:33: Wie so häufig in der Geschichte der internationalen Klimapolitik nach einer kurzen Phase der Dringlichkeit rücken andere vermeintlich noch viel dringendere Themen ein.
00:03:43: Wachstumsfragen, Wirtschaftskrisen, Kriege – was interessieren da die vermeintlichen Sorgen von übermorgen?
00:03:49: sagte er als er bei vierzig Grad in seiner Wohnung gerade zur Mumie verdorhte.
00:03:54: Wenn im Blick nur minimal weitet weiß jedoch längst Der Eindruck täuscht Was zum einen für die Folgen der Klimakrise gilt die sich inzwischen auch in vielen Folgen hier gar nicht mehr vermeiden lassen, schlichtweise keine Möglichkeit mehr sondern längst Realität sind und international die Politik-und Gegenwart bereits verändern.
00:04:12: Sondern anderen aber auch für die globale Energiewende selbst als Antwort auf diese Krise oder auch nur Zuwendung zu den nukrativsten Wachstumsmärkten der Gegenwart und Zukunft von der KI Blase jetzt mal abgesehen sei es eine republikanische Partei in Texas, die trotz aller ideologischen Übereinstimmung mit Donald Trump zunehmend auf Wind und Solar setzt oder auch weiterhin Milliardenprojekte an Europas Küsten.
00:04:38: Natürlich auch China das weiter hin Riesenschritte auf dem Weg zu seiner Energietransformation macht Und nicht zu vergessen verbunden aber vielleicht auch am unsichtbarsten im globalen Süden In Südamerika Asien und vor allem auch Afrika.
00:04:54: Eine Verschiebung, die sich vielleicht an wenig so deutlich machen lässt wie einer Zahl der internationalen Energieagentur.
00:05:01: Eine Zahl und ein damit verbundener Wandel fast zu groß um sie sich vorzustellen.
00:05:06: Die jedoch gleich die internationale Energiewende mit dem verbindet was auch heute wieder im Fokus stehen wird – den Kongo und seinen Rohstoffen.
00:05:15: Denn die rechnet damit dass sich die weltweite Nachfrage nach kritischen Mineralen bis zu zwanzig-fünfzig um fast sechshundert Prozent erhöhen wird.
00:05:25: Die Folge eines eindeutigen Trends, der Produktion und dem Bedarf nach Elektroautos, Batteriespeichern, Windkraftanlagen und Sonarpanälen – natürlich nicht ausschließlich!
00:05:36: Es geht auch um Rechenzentren, Chips & Waffensysteme.
00:05:39: aber die Energiewende und das damit verbundene Geschäft ist einer der, wenn ich der entscheidende große Treiber.
00:05:46: Und die braucht Mineralien in einer bisher ungeahnten Menge, wie wir schon letztes Mal angerissen haben.
00:05:52: Kobalt für die Kathoden der Lithium-Ionenbatterie, Lithiumkupfer für jede Stromleitung jeden Generator, jeden Transformator, seltene Erden für die Permanentmagnete in Windturbinen und Elektromotoren dazu noch Nickelmangan, Grafit und immer so weiter.
00:06:08: Weshalb die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass sich allein die Nachfrage von Nickel bis zu zweizigfünfzig verdoppelt, die nach Kobalt verdreifacht und die nach Lithium verzehnfachen wird.
00:06:20: Kurz – die wohl größte Verschiebung in der Geschichte der Rohstoffwirtschaft überhaupt!
00:06:26: Die wenig überraschend und in diesem Fall zwangsläufig extreme geopolitische und regionale Veränderungen mit sich bringen wird….
00:06:33: Denn dieser Wandel kann nur über eine extrem kleine Zahl von Ländern verlaufen.
00:06:39: Und ein erheblicher Teil von ihnen liegt in Afrika, wo sich zufällig die entsprechenden geologischen Formationen in Jahrmillionen aufgeschichtet haben und in ihrem Zentrum am dichtesten Einzelpunkt dieser Konzentration liegt der Kongo mit direkten Konsequenzen für die internationale
00:06:55: Politik.".
00:06:56: Denn wer in den zwanzig-zwanziger Jahren und erst recht den zwantzig-dreißiger Jahren keinen verlässlichen Zugang zu diesen Mineralien hat, konkret dem Kongo und einigen anderen, der baut schlicht keine Batterien.
00:07:08: Keine Elektroautos, keine Wind- und Solarparks, keine modernen Waffensysteme und keine KI Hardware – er kann sie nur zukaufen und macht sich abhängig von anderem!
00:07:19: Was zum einen zwar einfach gewohnte globale kapitalistische Produktionsteilung ist… angesichts der globalen Verwerfung aber zunehmend als Problem betrachtet wird, das über die Zukunft von Volkswirtschaften und vor allem auch deren strategischer Bedeutung entscheidet.
00:07:35: Kritische Mineralen sind heute also ohne Frage dass was Öl im zwanzigsten Jahrhundert war ein Stoff der Kriege auslösen kann sie entscheidet und die Geopolitik für Jahrzehnte prägen wird.
00:07:49: hier endet jetzt allerdings auch schon diese eindeutig wirkende Vergleichbarkeit Und man sollte sie auf keinen Fall überstrapazieren, nicht weil man die Bedeutung der neuen Rohstoffe unterschätzen würde.
00:08:00: Aber wie gerade schon angerissen sehr wohl deren Verteilungsverhältnisse.
00:08:05: Denn kritische Mineralen sind noch wesentlich konzentrierter als jedes Ökertel das es je gegeben hat.
00:08:12: und was diese Folge beschreiben wird ist daher auch nicht die Geschichte einer sukzessiven Exploration von globalen Reserven verteilt über Kontinente unterschiedliche Einflussferien und politische Systeme, sondern ein Wettrennen im Zeitraffer zwischen den USA, China der EU aber auch Akteuren wie den Golf starten das sich vor allem an einem einzigen Punkt der Weltkarte konzentriert entleht dem Osten des Kongos.
00:08:39: Die ganz großen Rädchen der Geopolitik geballt in einem erbitterten Konkurrenzstreben an einen Punkt scheinbar politisch wie geografisch weit entfernt die globale Peripherie und ein Staat in einer konstanten Krise.
00:08:53: Politisch, wirtschaftlich und gesundheitspolitisch wie wir gerade wieder zumindest im Augenwinkel erleben im Zuge des akuten Ebola-Ausbruches gerade im Osten des Kongos.
00:09:03: Bevor wir dahin aber zurückkehren müssen wir heute zunächst den Charakter dieses Rennens beschreiben einen voran einen Akteur den wir letztes mal schon angerissen haben der nun aber wieder ins Zentrum rücken muss China, das wie wir schon beschrieben haben, dass historische Wettrennen um Ressourcen grundsätzlich nicht begonnen hat.
00:09:22: Aber bereits vor Jahrzehnten zum Sprint ansetzte als sich alle anderen noch aufwärmten und damit die Konkurrenz zumindest bisher weit hinter sich gelassen hat.
00:09:32: Und damit nun den Charakter des Wettrems entscheidend prägt.
00:09:36: Auch hier reicht zur Beschreibung dieses Sprints vielleicht eine einzige Zahl aber doch eine einzige Grafik Ebenfalls von der Internationalen Energieagentur, die diese regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht.
00:09:49: Die Verteilung der globalen Raffineriekapazität nach Ländern – also nicht der Ressourcenextraktion an sich, sondern deren Weiterverarbeitung, die aber natürlich auch Schlüsse auf Ersteres zulässt!
00:10:02: Denn man braucht ja erst mal Material zur Weiterverarbeitung und das muss irgendwo herkommen am besten konstant.
00:10:10: Und für die meisten von uns wahrscheinlich wenig überraschen, wenn man auch nur mal einen Artikel zum Thema Rohstoffe und China gelesen hat.
00:10:17: Die chinesische Dominanz auf diesem Feld ist geradezu atemberaubt.
00:10:22: Bei Kobold z.B.
00:10:23: satte über siebzig Prozent der globalen Raffineriekapazität.
00:10:28: Bei Lithium rund achtzig Prozent bei seltenen Erden unglaubliche fast neunzig Prozent!
00:10:34: Und bei Grafit sogar nahezu hundert Prozent der Raffination und über ninety-fünf Prozent der synthetischen Produktion.
00:10:42: Was China insgesamt nach Berechnung des Africa Center for Strategic Studies für neunzehn von zwanzig strategisch wichtigen Mineralen zum weltweit größten Raffinör macht, mit einem durchschnittlichen Marktanteil von über siebzig Prozent.
00:10:57: Rein was die globale Raffinerie Kapazität angeht hat China das Rennen also eigentlich schon einmal gewonnen!
00:11:04: Scheinbar rennt ja nicht mal mehr einer mit.
00:11:07: Auf das warum kommen wir gleich?
00:11:09: und offensichtlich ist es auch keine Momentaufnahme.
00:11:12: solche Kapazitäten so ein wirtschaftlicher Fokus entsteht nicht aus dem nichts.
00:11:16: er entwickelt sich nicht einfach anhand vermeintlich unsichtbare Markkräfte die sich nun zufällig in China ballen sondern er ist das Ergebnis eines extrem konsistenten fokussierten und strategisch extrem weitsichtig geplanten industriepolitik die eigentlich bereits in den neunzehnten Fünfzigerjahren beginnt und die seitdem nie wirklich unterbrochen wurde, sondern ihre Anteile wie den eigenen Anspruch nur immer weiter ausgebaut hat.
00:11:44: Angefangen bei gezielten Investitionsprogrammen in die Verarbeitung seltener Erden bereits ab Ende der Neunzehn-Einhalbzig-Jahre Über die technologische Fokussierung auf die Produktion von fortschrittlichen Produkten aus seltenen Erden in den neunzehnten Siebzigerjahren bis hin zur geopolitischen und wirtschaftlichen Ausdehnung ab Ende der Neunziger- und Beginnenden zweitausender Jahre.
00:12:06: Eine also über Jahrzehnte nachgefeierte, verbesserte und zunehmend zugespitzte bis letztlich dominante globale Rohstoffabbau- und Verarbeitungsstrategie.
00:12:18: Die dafür sorgt dass China bereits im Jahr zweitausend, also lange vor dem aktuellen Boom auf grüne Energie, KI die globale Digitalisierung und die Aufrüstung über die Hälfte der globalen Produktion kontrolliert.
00:12:32: Und das natürlich meist über staatseigene Unternehmen eingebettet in ein vertikal integriertes Mineral-Ökosystem, das vom Abbau bis zur Endverarbeitung reicht.
00:12:44: Wenn euch das nächste Mal jemand von den Parteien folgen, die ja noch nie irgendwo funktioniert hat, bringt das doch mal als Gegenbeispiel an und guckt was passiert.
00:12:55: Sind damit auch Fehlschläge, Redundanzen und missinvestierte Milliarden verbunden?
00:13:00: Sicherlich!
00:13:02: Wo Weltpolitik gehobelt wird, da fallen Späne.
00:13:05: aber in diesem Fall hat sich der politisch alles dominierende Wille als erfolgreich- und international prägend erwiesen.
00:13:12: Zumal diese Entwicklung wieder muss man sagen besonders bemerkenswert ist dadurch wie sich das alles vollzogen hat.
00:13:19: Denn es sind, wie auch auf anderen Feldern zunächst vor allem westliche Unternehmen nicht getrieben von politischen Entscheidungen aus dem Westen sondern Kapitalinteressen die China den Aufstieg zur globalen Bergbau macht.
00:13:31: Zunächst aktiv mit ermöglichen Getragen natürlich grundsätzlich von ökonomisch gegensätzlichen Dokumen des freien Unternehmertums, das sich die Märkte suchen können soll.
00:13:41: In denen sich günstiger, lukrativer, effizienter und weniger eingeschränkt durch politische Normen wie Umwelt- und Menschenschutz operieren und produzieren lässt.
00:13:51: Bittestens in den neunzehnten Neunzigerjahren verlagern daher viele europäische Bergbauunternehmen ihre Produktionsstätten nach China angelockt von billiger Arbeitskraft kaum Auflagen und hohen Gewinnmarschen.
00:14:04: Allerdings man ahnt es im Austausch von strikten Verpflichtungen zum Technologie- und Wissenstransfer.
00:14:12: Aber das ist ja ein kleiner Preis, schließlich kann die chinesische Wirtschaft nur billig kopieren aber niemals das Niveau der europäischen Ingenieurskunst überflügeln.
00:14:22: Nicht wahr?
00:14:23: VW?!
00:14:24: Der Chinashock folgt allerdings überraschend auch im Rohstoffsektor!
00:14:28: Denn sobald China die eigenen theoretischen Fähigkeiten zur vollständigen eigenen Produktionskette erreicht hat, circa innerhalb des ersten Jahrzehnts der zweitausender, schränkt es die ausländische Beteiligung an Separierung und Raffination – also den wertvollsten Schritten der Lieferkette sukzessive wieder ein.
00:14:45: Genau jene Sektoren, die China heute dominiert!
00:14:49: Denn die Dominanz im Abbau ist wortwörtlich nur die Spitze des Eisbergs oder eben ein Tunnel im Berg.
00:14:55: Es sind vielmehr die Strukturen darum herum, die das alles wirtschaftlich aber wie wir gleich sehen werden auch geopolitisch ermöglichen und stabilisieren.
00:15:03: der entscheidende zweite Baustein der Dominanz.
00:15:06: Der weit über Lizenzen zum Abbau hinausgeht und gleich deutlich macht es geht hier nicht nur um viel viel Geld in Einrichtung In dem Fall durch die erwarteten privaten oder staatlichen Gewinne, sondern auch um richtig viel Geld in die andere Richtung.
00:15:21: Um Investitionen aus einem Loch im Boden tatsächlich Gewinnen herauszuholen.
00:15:27: China hält über sein Engagement im Bau von Schienennetzen, Hefen und Stromnetzen mit den globalen Schifffahrtsrouten verbinden.
00:15:36: Auch erhebliche Kontrolle über die physische Infrastruktur wie dieses Geschäft überhaupt auf diesem internationalen Niveau und mit Blick auf die Potenziale der Zukunft ermöglicht.
00:15:47: Und damit auch Chinas gewaltigen wirtschaftlichen Output von neunzig Prozent der weltweit produzierten Solarpaneele, bis zwanzig dreißig voraussichtlich sechzig Prozent des globalen Gesamtkapazitäts für erneuerbare Energie.
00:16:01: Und wohl auch das nur ein Zwischenergebnis, denn allein in der ersten Jahreshälfte zwanzig-fünfundzwanzig vergaben chinesische Staatsbanken vierundzwanzigerneun Milliarden Dollar an Krediten für Bergbauprojekte im Rahmen der Belt and Road Initiative mehr als im gesamten Jahr.
00:16:18: Das selbst schon ein Rekordjahr für chinesisch finanzierung kritischer Mineralien war.
00:16:23: Kein Wunder ist China's Energiewende doch nicht nur ein nationales, sondern ein internationales Ziel.
00:16:30: Eng verbunden mit der Rolle des internationalen Ersatzhegemons, der Partnerschaft im Austausch für technologische und energipolitische und wirtschaftliche Transformation bietet – gerade auch in Afrika wo China nicht nur extrahiert, sondern zunehmend den Bedarf an dezentraler Energieerzeugung und günstiger Mobilität decken will!
00:16:51: Damit dies aber gelingt, braucht es nicht nur konstant steigende staatliche Investitionen in Milliardenhöhe und dafür einen politischen Willen sondern natürlich auch einen sicheren Griff auf die Abbaugebiete.
00:17:04: Und diese Strategie lässt sich nun seit knapp zwei Jahrzehnten im Kongo in extremer Konzentration beobachten Nicht nur mit Blick auf die Rohstoffextraktion Sondern auch das eben schon angerissene Netzwerk darum herum.
00:17:19: Du sind zunächst von den Dreiunddreißig-Unternehmen, die Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo exportieren.
00:17:25: Vierundzwanzig auf die eine oder andere Art und Weise chinesisch durch acht direkte Beteiligung und vierzehn Joint Ventures oft mit der staatlichen Bergbauagentur als Partner.
00:17:36: Das Vorzeigeprojekt ist dabei die Tänke von Gurume Mine Der weltweit größte Kobaltproduzent mehrheitlich im Besitz der CMOC Group einem der größten Hochstoffförderer Chinas.
00:17:48: Und praktisch das gesamte im Kongo geförderte Kobalt, unabhängig vom formellen Eigentümer der Mine wird auch über diese und ein paar andere nach China gebracht und dort raffiniert.
00:18:01: Genauso wie bei der zweiten Schlüsselmine des Landes – der Kamola Kakula Mine, der größten Kupfer-Explorationstätte des Kongos.
00:18:10: Die zugleichen Teilen dem chinesischen Bergbaukonzern – jetzt geht's los!
00:18:15: und dem kanadischen Unternehmen Ivan Hao gehört, ein Joint Venture also.
00:18:19: das gleich beispielhaft zeigt dass selbst dort wo nominell ein westliches Unternehmen mit am Tisch sitzt der chinesische Partner in der Regel gleichberechtigt oder strukturell dominant beteiligt ist.
00:18:31: Und Kamola Kakula ist dabei nur eine Abbaustätte von vielen.
00:18:35: insgesamt produzieren zweiundsechzig Unternehmen im Land Kupfer Die zusammen allein zwanzig, dreiundzwanzig im Kongo über zwei Komma Drei sechs Millionen Tonnen Kupfer und Über Einen neunneinzig Tausend Tonnen Kobalt produzierten.
00:18:52: Und weil das eine kontextlose Zahl ist, dass entspricht ungefähr Fünfund Siebzig beziehungsweise siemon Sechzig Prozent der nationalen Gesamtproduktion und die steigt konstant an.
00:19:04: So steigert z.B.
00:19:05: CMOC seine Kobaltförderung im Jahr zwanzig-dreiundzwanzig alleine um hundertvierundsiebzig Prozent gegenüber dem Vorjahr und wurde damit zum weltgrößten Kobaltproduzenten, verdrängte den Schweizer giganten Glencore von dieser Position.
00:19:21: Und die rechtliche und finanzielle Grundlage für diese Dominanz konkretem Kongo reicht wie wir in Volker eins besprochen haben bis zum Psychomeinstil von zwei tausendacht zurück – auch wenn das damals noch keiner als Zäsur wahrnahm!
00:19:34: Unter Josef Kabida sichert sich China damals den Zugang zu zehn Millionen Tonnen Kupfer und sechshundert Tausend Tonnen Kobalt über twenty-fünf Jahre.
00:19:42: Im Austausch für ursprünglich drei Milliarden Dollar an Infrastruktur versprechen, später auf sieben Milliarden erhöht.
00:19:49: Und in den Verhandlungen, die diesem Deal dann mehrfach neu austarieren – auch auf Grundlage des ungerechten Verhältnisses und des Mangelns an chinesischem Einsatz – ging China dennoch jedes Mal gestärkt heraus!
00:20:01: Keines seiner Bergbau-Assets ging verloren, keine seiner Beteiligungspositionen wurde geschwächt.
00:20:06: Ganz im Gegenteil!
00:20:08: Als die Kongolesische Antikorruptionsbehörde und der staatliche Bergbauorgentur selbst, zwanzig-zweiundzwanzig Vorwürfe erhoben.
00:20:16: Die Mineralreserven der Tänke von Gurume Mine seien bei Vertragsabschluss bewusst zu niedrig angegeben worden und daher zusätzliche Förderabgaben forderten, saß zwar zwischenzeitlich nach einer ernsthaften Erschütterung der chinesischen Position aus am Ende der Neuverhandlung stand aber wieder einmal das Gegenteil.
00:20:34: CMUC, der Mehrheitseigner der Tänke von Gurumegrube, baut seine Kontrolle noch aus und kurz darauf verzeichnet es die hundertfünfundsiebzig Prozent gestiegene Kobaltförderung.
00:20:45: Hier wird das eben schon angerissene Netz der physischen Infrastruktur darum zum entscheidenden Faktor.
00:20:52: Wie schon der Blick auf die exakte Kette von Termine bis zum Schiff zeigt – am Beispiel dieser Tänkel von Gurumemine bei im Inneren des Landes!
00:21:01: Denn das Rohmaterial muss ja nicht nur gefördert, sondern auch transportiert werden.
00:21:07: In den meisten Fällen tief aus dem Landesinneren in Richtung der wenigen großen Häfen und das übernimmt natürlich die Bahn – genauer die Bengo-Eleisenbahn, die wenig überraschend von der staatlichen China Railway Construction Corporation generalüberholt wurde und nun das Erz bis zum Hafen von Lubito in Angola transportiert.
00:21:29: Aber China hat die Bahn natürlich nicht nur großzügig generalüberholt.
00:21:32: Vielmehr markiert der Auftakt des Bauprojekts auch den Ausgangspunkt für eine sukzessive chinesische Übernahme der nationalen Bahneninfrastruktur im Austausch für hunderte Millionen an Investitionen, denn seit Jahrzehnteinhalb hält die staatliche China Communications Construction Company zweiundachtzig Komma vier Prozent an Mutter Engel jenem Konsortium das ein Teil dieser Eisenbahn-Nähe betreibt Und auch die Güterwaggons liefert natürlich China Railway Rolling Stock Corporation.
00:22:02: Am Ende der Kette, im Hafen von Lobito selbst, hält ein Konsortium aus der staatlichen China International Trust Investment Corporation und der Shangdong Port Group eine zwanzigjährige Konzession für den Hafenbetrieb.
00:22:16: Wie anderen Orts also auch... China hat sich über Jahrzehnte nicht nur das Monopol im Abbau erarbeitet, sondern über die Grenzen hinweg auch den Zugang und damit eben so den Abtransport zu den Rohstoffen gesichert.
00:22:30: Mit immer nur weiter steigender Tendenz – und das längst nicht nur im Kongo selbst, sondern eben auch in Angola-und vielen weiteren Schlüsseregionen.
00:22:39: Bedeutet selbst wenn die USA oder auch die EU es schaffen sollten neue Mineralkonzessionen im Kongoo zu sichern Was wir dann im nächsten Kapitel sehen werden, wird das geförderte Material mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin über chinesisch kontrollierte oder zumindest mit China beteiligte Schienen transportiert zu einem chinesischen kontrollierten Hafen.
00:23:02: Die Mine zu besitzen ist also wenn man so will die kleinste und erste Hürde.
00:23:06: Die viel größere ist die Logistik, denn wer die Logstik zwischen Hafen und Abbaugebiet kontrolliert, kontrolliert am Ende wie zuverlässig, wie schnell und zu welchem Preis ein Konkurrent überhaupt exportieren kann.
00:23:19: Das geht nicht nur für die Konkurrenz aus Europa und den USA sondern umso stärker natürlich für Länder wie den Kongo in denen das Material abgebaut wird.
00:23:29: Denn was nützt Kongo die Kontrolle über seine Minen?
00:23:33: selbst eine Verstaatlichung der Eisenbahn, selbst eine feindliche Übernahme aller volatilen chinesischen Assets im eigenen Land wenn an der eigenen Landesgrenze Schluss ist mit dem Transport.
00:23:46: Wenn sich Kongo verständigen müsste mit Ländern wie Angola die selbstlaufende Verträge mit China haben und chinesische Exporteuren.
00:23:54: Es ist also vielleicht nicht unmöglich aber sich von China zu lösen bedarf eigener immenser Investitionen und das sowohl finanziell wie auch diplomatisch.
00:24:06: Und immensen politischen Willen, und das sind alles im Kongo seit Jahrzehnten sehr knappe Ressourcen.
00:24:12: China ist als Partner daher heute so alternativlos wie eins die kolonial-wirtschaftlichen Strukturen was direkt auch deutlich macht.
00:24:22: nun aus Perspektive der USA und Europa Alternativen zu etablieren also die in Europa spätestens seit Corona populären politischen Forderungen des Decoplings oder deWiscings tatsächlich in die Tat umzusetzen bedeutet nicht einfach selbst über fragliche neue Verträge, Konzessionen für den Abbau zu erlangen und dann munter zu graben.
00:24:44: Für vergleichsweise geringe Kosten bei riesigen Profit sondern müsste eigentlich wenn man der Idee des Decoplings denn folgt, eine gewaltige logistische und auch politische Anstrengung bedeuten verbunden mit Milliarden Kosten um eine tatsächliche alternative Infrastruktur zu etablieren.
00:25:04: Ein Projekt für das auch China Jahrzehnte gebraucht hat.
00:25:08: Und dass aus einer systematischen Beschaffenheit die politischen Willen und Kapazitäten einer Milliarden Nation auf dieses Ziel fokussieren konnte.
00:25:17: Das in einem politischen und wirtschaftlichen Umfeld in dem China über diese Zeit nicht nur physische Strukturen aufgebaut und unter seine Kontrolle gebracht hat, sondern darüber und darunter auch noch ein dichtes Netz aus einem ganzen Set an wirtschaftlichen und diplomatischen Instrumenten oder eher Ketten etabliert hat die sich gegenseitig verstärken.
00:25:38: Abnahmeverträge, die künftige Liefermengen unabhängig vom jeweiligen Eigentümer garantieren.
00:25:43: Sogenannte Farm in Verträge, Die Exploration im Austausch für künfte Produktionsrechte finanzieren.
00:25:49: Leasing-Abkommen für chinesische Technologie und Ausrüstung.
00:25:52: Minderheitsbeteiligung als Juniorpartner an diversen nationalen afrikanischen Projekten aber auch europäischen und US-amerikanischen Firmen.
00:26:00: Und schließlich natürlich die vollständige Übernahme von Land und Konzession Maßnahmen, die in vielen Fällen selbst wenn die Angebote aus Europa und den USA attraktiver oder noch aggressiver sind dafür sorgen dass sich die Länder in denen produziert und transportiert wird kaum aus den etablierten Verhältnissen lösen können.
00:26:20: Während China gleichzeitig als Minenbetreiber, Finanzier, Ingenieur und langfristiger Abnehmer agiert.
00:26:27: eine Verflechtung die wie beschrieben weit über den bloßen physischen Besitz einer Mine hinausgeht.
00:26:32: Und tief hinein in alle Bereiche der Infrastruktur der Region reicht also nicht nur Bahnen und Hefen sondern zum Beispiel um das einfach nochmal zu betonen auch die Stromversorgung Sambias hundert megawatt Solarkraftwerk in Shizambe zum Beispiel Das Strom in die ganze Region exportiert und natürlich gebaut wurde von der chinesischen Energiefirma Power China, um seine Minenprojekte in der ganzen Region zu versorgen.
00:27:01: Oder das Zweihundertvierzig Megawatt Wasserkraftwert Besunger im Kongo, dass den Kobalt-Kupferkomplex von Psychomines versorgt – genauso wie es Strom liefert für alle folgenden Logistikprojekten!
00:27:12: wie die ein-tausend achthundertsechzig Kilometer lange Tanzania, Sambia Eisenbahn zum Beispiel.
00:27:17: Die gerade erst mit eins Komma vier Milliarden Dollar Investitionen von China aufgerüstet wird um Sambias Copper Belt mit Da Essa Lam zu verbinden und das natürlich unter einer dreißigjährigen Konzession eines chinesischen Staatsunternehmens.
00:27:30: wirklich egal wo man hinschaut Und wir wissen das natürlich längst aber ich denke die Beispiele machen die Verdichtung noch einmal deutlicher Von der Abbaukonzession über das verwendete Werkzeug, die Stromlieferungen, die Trassen zum Transport, der Energie und den Abtransport.
00:27:45: China ist überall!
00:27:47: Im Kongo in Sambia, in Angola, in Tanzania und immer so weiter.
00:27:51: Alles aufgebaut auf einem extrem potenten Finanzierungsinstrument, dass dabei die Schlüsselrolle übernimmt – und das im Kongo aus dem Jahr zwei Tausend Acht seinen Anfang.
00:27:59: Das sogenannte Resource-Bagged Finance, kurz RBF.
00:28:03: Über das kapitalarme Staaten chinesische Infrastrukturkredit erhalten die sie nicht in Geld, sondern direkt in Minerelexporten zurückzahlen.
00:28:11: Erstmals bereits in den neunzehnten Neunzigerjahren im angolanischen Öesektor erprobt aber dann im Kongo perfektioniert und heute eines der Schlüsseinstrumente Chinas das sich fast überall auf dem Kontinent finden lässt – in Equatorial Grinéa genauso wie in Äthiopien, im Sudan genau so wie in Zimbabwe
00:28:29: etc.,
00:28:30: etc.. Und an vielen Orten überschneiden sich dabei natürlich auch die Erfahrungen, die auch der Kongo mit diesen Deals machen musste.
00:28:38: Wir sind zum einen alternativlos – denn die Länder sind angewiesen auf Know-how von außen und externe Finanzierung um ihre nationalen wirtschaftlichen Kapazitäten zu nutzen gerade weil die internationalen Finanzinstitutionen allen voran der IWF, aber auch die europäischen und amerikanischen Alternativen noch schlechtere Konditionen anbieten oder lange Zeit eigentlich gar keine Bereitschaft zur Investitionszeichen.
00:29:03: Zum anderen hat dieses Versäumnis aber auch dazu geführt dass China lange Zeit quasi konkurrenzfrei agieren und vergleichsweise ungestört Strukturen in seinem Sinne etablieren konnte wie viele afrikanische Staaten in einem einmal etablierten und für sie zumindest finanziell wenig lukrativen Kniebelverhältnis gefangen hält.
00:29:24: Seit Jahrzehnte, kritisiert daher auch die Afrikanischen Entwicklungsbank ganz offen diese Deals zunehmend scharf.
00:29:31: Sie seien oft undurchsichtig viel bepreist und anfällig für Rohstoffpreisschocks.
00:29:36: Sie unterbewerten afrikanische Ressourcen systematisch, und da graben die fiskalische Transparenz.
00:29:42: Und führen dazu das afriikanische Länder die Kontrolle über ihre eigene Mineralvorkommen quasi verlieren auf Dauer oder zumindest fünfzig bis hundert Jahre.
00:29:51: Denn gepräg von einer scharfen Machtasymetrie sowohl zwischen China und Afrika als auch im Investitionsniveau zwischen China-und dem Westen bevorzugen solche Deals eben strukturell die chinesischen Kreditgeber gegenüber den finanziell angeschlagenen afrikanischen Schuldner.
00:30:08: Was die Tür für Ausbeutung öffnet, wie es die Afrikanische Entwicklungsbank inzwischen selbst formuliert noch verstärkt über die Art, wie chinesische Staatsunternehmen über mehrere Sektoren hinweg gleichzeitig operieren.
00:30:22: So betreibt zum Beispiel der chinesische E-Autohersteller BYD auch seine eigene Schifffahrtsflotte, um Fahrzeuge direkt zu globalen Märkten zu transportieren.
00:30:31: Und Baufirmen wie die China Railway Engineering Group sind gleichzeitig in der Mineralerschließung im Straßenbau und in der Hafeninfrastruktur aktiv.
00:30:40: Verflechtungen, die sich fast ins Unendliche weiter fortführen lassen und heute dafür sorgen dass ein einziges chinesisches Konglomerat Anders als die westliche Konkurrenz aus diversen und untereinander oft konkurrierenden Unternehmen- und Investitionsmodellen, die selten aufeinander abgestimmte Gesamtstrategien erpäbieren.
00:30:59: die Senergieeffekte nutzen kann und extrem strukturiert, konzentriert, effizient und mit klarem gemeinsamen Zielvorgaben agieren kann.
00:31:09: Was bedeutet das sie gleichzeitig die Mine besitzen?
00:31:11: Die Straße dorthin bauen den Hafenbetreiben und das fertige Produkt verschiffen.
00:31:15: eine vertikale Integration gegen die eine fragmentierte westliche oder vor allem auch afrikanische Unternehmerlandschaft schlicht kaum konkurrieren kann.
00:31:25: Und daraus folgt eine auch strategische Dominanz, die China über die letzten Jahrzehnte damit zunehmend auch ermöglicht hat.
00:31:31: Seine Raffineriedominanz seine strategischen Lagerbestände und seine industriellen Subventionen wiederum als geopolitisches und international wirtschaftliches Instrument nutzbar zu machen.
00:31:43: Und gerade natürlich auch wenn es darum geht die eigene bereits etablierte Position zu verteidigen was uns zudem vielleicht entscheidendsten Aspekt dieser globalen Dominanz und des Wettrennens darum herumführt.
00:31:55: Chinas Kontrolle über die globale Preisschoktor, denn der umfassende Gesamtzugriff auf die Rohstoffproduktion ja quasi ein Monopol erlaubt es eben Märkte ebenso zu fluten, um Konkurrenten zu schwächen oder eben Angebote zu verknappen, um Preise zu erhöhen Was China sowohl nutzbar machen kann, um globale Shocks in seinem Sinne zu forcieren aber eben auch um Marksstabilität zu garantieren und damit die eigene globale hegemonialle Rolle zu fördern.
00:32:28: Was sich an einem anderen Rohstoffbeispiel gerade mit Blick auf den Iran Krieg eindrupplich gezeigt hat.
00:32:33: Denn China verzichtet im Zuge der sich anbahnen Ölkrise Hamster-Zukäufe drosselt stattdessen den Zugauf und nutzt die eigenen Reserven, nicht etwa um den Markt zu destabilisieren sondern ganz im Gegenteil den Weltmarkt zu stabilisieren und damit vor einer Ölkrise zu bewahren.
00:32:51: Oder wie Isabel Weber es geschrieben hat der einzige Grund warum die Ölkriese abgewandt werden konnte ist China, China und nochmal China Womit das Land natürlich auch im Sinne seiner wirtschaftlichen Interessen agierte, gleichzeitig aber auf politischer Ebene für alle erkennbar einen deutlichen Kontrastboot zur amerikanischen Hegemonie unter Donald Trump der die Krise ausgelöst hat.
00:33:14: Was China in der Folge erneut geschickt nutzt um sich als globale hegemonialle Alternativmacht weiter zu etablieren den nicht nur das eigene Interesse sondern auch die internationale wirtschaftliche Stabilität entblickt hat Die Jahrzehnte lang vor allem Mantra und Versprechen der internationalen Ordnung westlicher Prägung war.
00:33:34: In anderen Bereichen wiederum nutzt China diese Dominanz aber natürlich auch gezielt, um international Druck zu erzeugen und die Konkurrenz gerade im Westen auch ganz praktisch zu schwächen – wie zum Beispiel die Volatilenschwankungen der Lithiumpreise seit dem Jahr zwanzig dreiundzwanzig illustrieren.
00:33:52: Denn seit zwanzig dreiundzwanzig verschärft China gezielt seine Exportbeschränkungen auf Lithium, aber zunehmend auch Grafit und dann auf Antimon, Galium-Germanium.
00:34:03: Verlangt Lizenzen für Produkte mit auch nur minimalem chinesischen Anteil und untersagt Exporte mit möglicher militärischer Verwendung.
00:34:13: Was den eigenen Mineralzugang nun spätestens zu einer strategischen Schlüsselfrage für die Konkurrenz macht?
00:34:28: Während China seit Jahrzehnten konsequent investiert, haben die USA gegenüber Afrika und gerade im Kongo lange Zeit das gemacht was man vielleicht am ehesten als strategisches Desinteresse bezeichnen könnte.
00:34:39: Was direkt die Anschlussfrage aufwirft Warum?
00:34:42: Schließlich ist es nicht so dass Chinas Dominanz irgendwie aus dem Nichts kam oder im Geheim stattfand und man plötzlich überrascht wurde.
00:34:53: Aber die Gründe sind wie immer so vielfältig wie die Frage.
00:34:56: kurz Zunächst Man hat das Rennen nicht in Gänze verschlafen, zumindest nicht in den USA.
00:35:02: Sondern sich lange Zeit vor allem einfach auf andere Länder in diesem Geschäft konzentriert.
00:35:08: Zum Beispiel Brasilien, dass gerade unter Bolsonaro die strategische Partnerschaft zur Trump-USA ausgebaut hat oder aber auch Länder in Asien.
00:35:17: In vielen Fällen bereits gewachsene historische wirtschaftliche Partnerschaften verbunden mit geringerem finanziellen Einsatz und v.a.
00:35:25: wirtschaftlichen Risiko Ein Risiko, das auch den langen Zeit dominanten europäischen Konzernen auf dem Kontinent zunehmend zu schaffen macht.
00:35:33: Genauer die Bedingungen, die man selbst mit über Jahrhunderte geschaffen hat.
00:35:38: Korruption – Die Schwierigkeit dort überhaupt Geschäfte zu machen Gewalt und natürlich die massiven Infrastrukturlegung.
00:35:45: Das Geschäft in Afrika erfordert also hohe Risikobereitschaft Und zuneimend um das Geschäft auszuweiten Auch massive Investition Was sich inklusive Kolonialer Stickman-Tag gerade in Europa zu einer grundsätzlichen, gesamtwirtschaftlichen Afrikaskepsis verbindet.
00:36:03: Während man Ende der Ninzehundertneinziger Jahre und Anfang der Zweitausenderjahre als China anfängt, sich in Afrika auszubereiten – vor allem selbst noch auf die Potenziale in Asien schielt!
00:36:14: Der Bedeutungszuwachs der kritischen Mineralen wird dabei unterschätzt, zum Teil selbst verantwortet, zum Teil aber auch weil globale Entwicklungen schlicht nicht absehbar waren….
00:36:24: Erstes gilt für die globale Energietransformation auch weiterhin.
00:36:29: Letzteres für die Zunahme globaler Konflikte, allen voran den Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen militärtechnologischen Entwicklungen und natürlich auch massiv steigende globaler Aufrüstung – die zu wiederum rapide steigender Nachfrage und strategischer Bedeutung kritischer Mineralien führt.
00:36:46: Er ist diese Veränderung begleitet von weiteren, macht aus der Kontrolle über die Mineralien wie eins bei den globalen Uran-Lagerstätten eine existenzielle Frage quasi von Leben und Tod oder zumindest konventionelle Abschreckungen.
00:37:00: Und Achtung!
00:37:00: Unwort Kriegstüchtigkeit.
00:37:03: Ähnliches geht in gewisser Weise für die Entwicklung der globalen KI Konkurrenz und damit verbundene Energienafrage unter ganz ähnlichen Vorzeichen.
00:37:12: zwei der drei entscheidenden Komponenten, die die geopolitische Auseinandersetzung um die Rohstoffe Afrikas existenziell zuspitzen und nun massiv konkret Nachfrage wie Konkurrenz antreiben waren also Anfang der zweitausender Jahre ja bis vor wenigen Jahren eigentlich noch nicht absehbar als China damit begann seine Kontrolle massiv auszubauen.
00:37:34: Vielmehr erschien China lange Eigentlich auch weiterhin für die privatwirtschaftlich agierenden Unternehmen aus Europa und den USA auf dem Kontinent ein begrüßenswerter Partner.
00:37:45: Das einzige Land, das bereit war und die Mittel hatte massiv staatlich zu investieren in Afrika vor allem in die Infrastruktur aber auch durch Ankäufe und Joint Ventures in die wirtschaftlichen Strukturen, die bereits vor Ort waren.
00:37:59: Man gab also Verantwortung und Kosten für Entwicklung ab und steigerte damit noch die eigenen Gewinne.
00:38:07: Was wir starten in Europa, aus denen die Unternehmen kommen.
00:38:10: Die bereits vor Ort waren eine strategische Gefahrsein-Mark für ein belgisches oder Schweizer Unternehmen aber eine gern gesehene Geldspritze.
00:38:19: Den ist er schließlich herzlich egal wo das Material dann hinfließt was den Blick erneut auf Chinas ohne Frage große systematische Stärke richtet.
00:38:28: Denn anderseits China, das über mächtige eigene Staatsunternehmen verfügt die im Zweifel auch unter ungünstigen Bedingungen investieren.
00:38:36: Weil politische Stadtreinbetriebswirtschaftliche Erwägung mitentscheiden haben weder die USA noch die EU-eigene staatliche Bergbauunternehmen.
00:38:45: Beide sind bei der Umsetzung ihrer geopolitischen Ziele also vollständig auf die Bereitschaft privater Unternehmen angewiesen sich im Kongo überhaupt zu engagieren.
00:38:56: Also, wenn Sie das dann mit der marktwirtschaftlichen Freiheit ernst nehmen.
00:39:00: Was sich nun sicherlich ändert!
00:39:02: Aber zumindest bis in die Mitte des Jahrhunderts gab es schlicht keine politisch-wirtschaftliche Gesamtstrategie um sich gegen die Übernahme Chinas zu wehren.
00:39:12: Man überließ ihm sogar gerne das Geschäft vor Ort wie auch die erste Verarbeitung quasi als billig Bearbeitungsland und amerikanische und europäischer Heizeckfirmen – na ja, die kauften die Produkte dann halt günstig auf… viel günstiger und effizienter zu dem, als man sie selbst je produzieren könnte.
00:39:30: Und auch wollte zumindest ohne einen im selben Maße gewaltigen politischen Willen an den Tag zu legen und Milliarden an Investition auf den Tisch zu legen was in den USA wie vor allem auch in Europa aufgrund von wirtschaftlicher Konkurrenz und Ideologie sowie Collective Action Problem quasi unmöglich war Wenn weder dort noch hier gibt es mit China vergleichbare wirtschaftliche Strukturen, in denen Akteure von der Mine bis zum E-Auto über Strom-, Infrastruktur und Schiffsverkehr in eine Richtung ziehen – inklusive politischer Kapitalgarantie.
00:40:04: Wenn das geht offensichtlich weit hinaus über einfache Subventionen, Steuererleichterung oder Absichtserklärungen und erfordert direkte politische Eingriffe in die wirtschaftliche Ordnung.
00:40:16: Und den Staat als wirtschaftlichen Akteur selbst was in dem westlichen Wirtschaftssystem immer noch grundsätzlich schwer zu verkaufen ist.
00:40:25: Der politische Wille- und Einsatz fehlt also lange Zeit während globale Entwicklungen ignoriert oder unterschätzt werden und gewohnt kurzsichtig im vier Jahresrhythmus wegverweitet wird was mittelfristig ironischerweise genau zu dem essenziellen Problem führt, von dem er nun in Europa und den USA steht.
00:40:43: Und das noch einen viel größeren politischen Willen erfordert um es zu überwinden.
00:40:48: Nämlich die Kontrolle Chinas über die Preisentwicklung.
00:40:51: Denn warum sollte ein privatwirtschaftliches renditegetriebenes westliches Unternehmen oder auch nur ein privater Investor das Risiko eingehen in einen Markt zu investieren dessen Preisentwicklungen einzig von einem staatlichen übermächtigen Akteur politisch bestimmt wird und der mit dieser Macht natürlich jederzeit auch einen Crash an den Rohstoffmärkten auslösten kann.
00:41:16: China hat durch seine Dominanz also die marktwirtschaftliche Logikgeschlicht ausgehebelt, was nichts anderes bedeutet als Wenn die USA oder Europa Zugriff gewinnen wollen, dann wird es ihrerseits nur über eine politisch-wirtschaftlich und auch wahrscheinlich militärische Anstrengung laufen, der dem Primat der Politik unterworfen ist.
00:41:38: Und nicht dem der wirtschaftlichen Effizienz.
00:41:41: Genau das ist die Entwicklung mit der wir uns nun im Folgenden befassen.
00:41:45: Denn spätestens, zwanzig-fünfundzwanzig markiert den Auftakt zu diesem nun zunehmend zugespitzten politischen Konkurrenzkampf und der augenscheinliche Ausgangspunkt dafür liegt dabei nicht etwa in Afrika sondern in der Ukraine.
00:42:00: Im September zwanzich vierundzwzig noch vor seiner Wiederwahl führt Donald Schwamm mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky ein Telefonat.
00:42:08: Der kennt das Gesprächs die Möglichkeit, dass die Ukraine den USA kritische Mineralien im Gegenzug für militärische Unterstützung anbieten.
00:42:17: Eine Idee, die ursprünglich von zwei US-Senatoren stammt und die Trump wenig überraschend begeistert übernimmt entspricht sie doch seiner Vorstellung transaktionaler Kooperationen und seiner seitdem zunehmend fokussierten Koppelung des Einsatzes militärischer Stärke als Mittel zur wirtschaftlichen Interessendurchsetzung.
00:42:36: Schon ein Monat nach seiner Amtseinführung im Januar, twenty-fünfundzwanzig legte Trump Kieff daher einen Vertragsentwurf vor.
00:42:43: Der so beschreibt ist eine zwanzigzechsundzwansicht erschiene Studie an der University of British Columbia und der Copenhagen Business School eher an Reparationsforderungen gegenüber einem besiegten Gegner erinnert als an Unterstützung für einen Verbündeten.
00:42:57: Und die Studie prägt für diese neue Form amerikanischer Ressourcenpolitik auch gleich noch einen neuen Begriff.
00:43:03: Naked Extractivism Also auf Deutsch nackter Extraktivismus.
00:43:08: Mit dem Unterschied zu früheren Formen ressourcenbasierter Außenpolitik, dass sie sich nicht mehr rechtfertigt durch Armutsbekämpfung, durch Klimaschutz, durch wirtschaftliche Entwicklung und
00:43:19: Co.,
00:43:20: sondern nun einzig durch die nackte Transaktion selbst!
00:43:24: Es geht also nicht mehr darum, den Ressourcenzugriff als gut für irgendjemand anderes als die eigene Seite darzustellen.
00:43:31: Sondern einzig die geschäftlichen Interessen, die nun offen und als ausreichende Legitimationen präsentiert werden – was vielleicht eine neue brachiale Ehrlichkeit darstellt wie so häufig bei Trump der aber nicht unbedingt neue politische Wege geht sondern sie lediglich anders vermittelt.
00:43:48: Dementsprechend betonen auch die Autoren der Studie, dass es sich beim nackten Extraktivismus keinesfalls um eine historische Neuheit handelt.
00:43:55: Sondern für mehr die jüngste Stufe einer langen amerikanischen Tradition die sich bereits von den sogenannten Indianerkriegen des neunzehnten Jahrhunderts über den Petroimperialismus des zwanzigsten Jahrhunders, etwa das amerikanische saudische Öl für Sicherheitsabkommen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu dem zieht was sie als Mineralo-Imperialismus bezeichnen.
00:44:16: eine Politik also in der Zugang zu mineralischen Lagerstätten zum heiligen Graal technologischer und militärischer Dominanz wird.
00:44:24: Lange Zeit aber eben vor allem ausgerichtet auf das wirtschaftliche und militärische Lebenselexie-Öl.
00:44:31: Wie bei der Invasion des Irak, auch von der Sorge getrieben, dass das Ende der Sanktionen gegen Saddam Hussein zu einem Wettlauf nicht amerikanischer Konzerne um die irakischen Ölfelder führen würde – und auch im amerikanischen Rückzug aus Afghanistan mit der viel zitierten Behauptung «die Taliban seßen auf Boden schätzten» im Wert einer Billion Dollar!
00:44:53: Und in diesem Sinne steht auch der neue Deal mit der Ukraine, die Tradition nun quasi wiederbelebt aber gleichzeitig strategisch refokussiert auf die Rohstoffe der Zukunft.
00:45:03: Das zeichnet am dreißigsten April zwanzig fünfundzwanzig wenn auch ein stark veränderter Form.
00:45:09: US-Unternehmen erhalten dabei nun bevorzugt einen Zugang zu ukrainischen Öl, Gas und vor allem auch Mineralien.
00:45:16: Die Ukraine behält aber so das Papier, die volle Eigentums- und Entscheidungshoheit über die Entwicklung dieser Ressourcen.
00:45:24: Soweit zumindest die Idee.
00:45:26: in wie weit es dann tatsächlich der Realität entspricht wird sich noch zeigen.
00:45:30: Für uns ist heute aber eh weniger das konkrete Ergebnis an sich relevant als vielmehr was sich dabei historisch fortlaufend erneut etabliert.
00:45:38: Trump bietet Sicherheitsunterstützung oder verspricht sie zumindest im Austausch für privilegierten Ressoursenzugang.
00:45:46: Das Mitte der Wahl, die Angebotsseite der USA, wenn man so will ist hier also nicht mehr geprägt von wirtschaftlicher Förderung sondern sicherheitspolitischer genauer militärischem Einsatz.
00:45:58: Und dieses Muster wandert kaum.
00:45:59: dass es in der Ukraine etabliert ist offenbar als erfolgreich bewertet direkt weiter nach Afrika verbunden zudem mit einer zweiten entscheidenden Policy Veränderungen Denn Trump vollzieht seine Refokussierung auf Afrika.
00:46:16: Zuerst vermittelt in der Make Africa Great Agenda auch noch quasi gleichzeitig mit seinem radikalen Bruch, mit der bisherigen amerikanischen Entwicklungspolitik.
00:46:26: Wir erinnern uns – im Januar zwanzig fünfundzwanzig friert Trump per Exekutivverordnung über sechzig Milliarden Dollar an Auslandshilfe ein und dreieinachtzig Prozent der USA-Programme werden in der Folge beendet.
00:46:40: Einige sind inzwischen wieder am Start aber der Trend ist dann auch klar!
00:46:43: Mit unmittelbaren Konsequenzen überall auf der Welt, aber besonders in Afrika von HIV-Patienten in Uganda.
00:46:50: Den lebensrettenden Medikamente fehlen bis hin zu humanitären Programmen, Impfkampagnen, Schulprojekt Malaria Vorsorge und
00:46:58: Co.,
00:46:59: in diversen afrikanischen Ländern die über Nacht quasi zusammenbrechen Und was dabei vielfach einfach als eine Art von Schwamp-Wahnsinn beschrieben wird, nach innen gerichtet.
00:47:09: America First eben verkörpert durch Elon Musk und das lächerliche Doge-Programm wird dabei tatsächlich von Beginn an als ökonomische Waffe in Stellung gebracht und auch angewandt – die den neuen wirtschaftlichen Zugriff auf Afrika nun politisch getragen von offensichtlich großen Willen die Tür öffnen soll!
00:47:29: Wie schon im Dezember zwanzig-fünfundzwanzig, als der amerikanische Botschafter in Sambia die Freigabe von eins Komma fünf Milliarden Dollar an Gesundheitshilfe verzögert und sie dabei explizit an den Zugang zu kritischen Mineralien knüpft.
00:47:44: Der Rückbau der Entwicklungshilfe stellt also keineswegs einen Widerspruch zur einer Refokussierung auf Afrika dar und damit den Versuch sich wieder stärker politisch und wirtschaftlich in Konkurrenz zu China als Partner zu etablieren sondern sie ist vielmehr eines der Schlüsseinstrumente, um eigene Dominanz aggressiv durchzusetzen.
00:48:05: Die Peitsche zum Zuckerbrot der sicherheitspolitischen Unterstützung wenn man so will die auch dort den Zugang erzwingen soll wo China anderenfalls bereits dominiert.
00:48:15: ein denkbar einfaches Prinzip.
00:48:18: Die US-Afrika Strategie aus dem Jahr zwanzig sechsundzwanzig wird mit Afrika daher auch gerade einmal drei Absätze auf Seite neunundzwantig.
00:48:27: Der Kontinent wird darin im Wesentlichen als Quelle für Mineralien und als Schlachtfeld im Wettbewerb mit China gerahmt.
00:48:33: Und kaum als Partner mit eigenen Interessen.
00:48:36: Entwicklungsziele, Ansprüche an die Zusammenarbeit – selbst irgendwie geartete Konditionen außerhalb der Mineralfrage sucht man hingegen vergeblich.
00:48:48: Was letztendlich nicht nur auf Trump zurückgeht sondern Teil einer Entwicklung ist, die schon unter beiden Gestalt angenommen hat und sich dabei zunehmend den von China geschaffenen Vorbildern und Bedingungen anpasst.
00:48:59: Die Mineral Security Partnerschaft, auf die wir gleich genauer kommen.
00:49:02: Ursprünglich bereits unter beiden gestartet ist dafür ein Beispiel.
00:49:06: ebenso natürlich der US Inflation Reduction Act ebenfalls eng verbunden mit der Finanzierung neuer Mineralprojekte.
00:49:13: The U.S.
00:49:13: Battery Materials Initiative und einen vorgeschlagenen Critical Minerals Buyers Club, die alle den Fokus in Afrika schon länger direkt auf die Mineralien konzentrieren.
00:49:25: Die US-Initiative ahmt also zum einen die chinesischen Strategie nach, während sie zum anderen nun unter Trump massiv den humanitären Druck erhöht.
00:49:34: Um damit ein Instrument an der Hand zu haben das trotz Chinas dominanten Zugriff auf die Mineralien letztlich auch den Zugang für US Interessen zu dem Mineralian eröffnet.
00:49:44: und in Anführungsstrichen größten Durchbruch dieser neuen umfassenden Afrika-Strategie liefert Der Kongo was uns nun wieder zurück führt.
00:49:53: zum Kern dieser Reihe.
00:50:02: Anfang zwanzig, fünfundzwanzig spitzt sich der Konflikt mit den von Rwanda unterstützten und geförderten M-III Rebellen im Osten des Kongo zunehmend zu.
00:50:11: Woma und Bukawu im Oston des Landes werden besetzt und Hunderttausende vertrieben.
00:50:17: Ein weiterer Kongokrieg – wenn auch nicht so benannt – aber in Akteuren und Form den historischen Vorlagen entsprechend droht also nicht nur.
00:50:25: er befindet sich eigentlich bereits wieder im vollem Gange!
00:50:29: Präsident Felix Chesikidi steht also wie schon Kabila und viele vor ihnen, vor einer existenziellen Bedrohung.
00:50:36: Mit kaum Mitteln um diese zu bewältigen – und wie Kabila treibt auch ihn das zu verzweifelten Maßnahmen, um international irgendwie Partnern zu gewinnen?
00:50:46: Wohl wissend dass er und sein Land dabei nur auf ein Verhandlungsmittel zurückgreifen können!
00:50:52: Natürlich die landeseigenden Ressourcen Von China auch wirtschaftlicher Partner von Ruanda so eingesessen in den Strukturen, dass es auch dem politischen Machtwechsel wohl ohne größere Verluste wegstecken kann und daher wenig involviert in politische innerafrikanische Angelegenheiten ist dabei allerdings wenig Unterstützung zu erwarten.
00:51:13: Eigentlich bleibt überhaupt nur einer von dem sich Kongospräsident wohl erhoffen kann das wirtschaftliche und politische internationale Gewicht mitzubringen, um die Aggressoren einzuschüchtern und wieder politische Stabilität zu schaffen.
00:51:28: Und das sind die USA unter Donald
00:51:30: Trump.".
00:51:31: Im Februar zwanzig fünfundzwanzig schreibt er daher einen Brief an eben diesen mit einem sehr einfachen Angebot – ganz im Sinne von Trumps transaktionalem Charakter!
00:51:41: Zugang zu den kritischen Mineralien des Kongo im Austausch für amerikanische Sicherheitsunterstützung gegen M-III und Rwanda.
00:51:49: Was an sich schon ein außergewöhnlicher Move ist, denn sowas passiert eigentlich nicht.
00:51:57: Auch die Frage, ob dem für die USA so gelegenkommenden Brief der sie nun quasi einlädt.
00:52:04: Die brenzliche Situation in ihrem Sinne zu lösen?
00:52:08: Nicht schon nennen wir es mal diplomatische Annäherungen vorangegangen sind!
00:52:13: Aber so oder so, der Brief ist ein sicherlich nicht unnachvollziehbarer Hilferuf genauso wie der Adressat.
00:52:20: Die USA als immer noch größte Militärmacht der Welt die die Demokratische Republik Kongo nun unter ihre Schützenden schwingen nehmen soll.
00:52:28: soweit zumindest die Idee.
00:52:31: Was folgt ist zunächst aber ein monatelanger Verhandlungsprozess, der sich über das ganze Jahr zwanzigfünfundzwanzig sieht und zu den dabei verhandelten Ergebnissen im Kleingedruckten kommen wir gleich.
00:52:41: Aber zumindest oberflächlich scheint dieser durchaus erfolgreich.
00:52:46: Zumindest geht wohl das mit den USA verbundene oberste Ziel für die Regierung im Kongo auf denn tatsächlich scheint die Beteiligung der USA als übermächtiger Vermittler, Schwung in eine irgendwie geartete friedliche Lösung zu bringen.
00:53:00: Und dabei auch Rwanda soweit einzuschüchtern, dass es sich an diesem Prozess beteiligt.
00:53:06: und wenn's nur ist damit sich saurons Auge schnellstmöglich wieder anderen globalen Theatern zuwendet.
00:53:12: oder vielleicht auch weil Rwana erkennt das der Frieden- und Trumpkongodil vielleicht gar nicht so viel mit den eigenen Plänen zu tun hat aber ich greife vorweg So oder so, also schon im Juni-Zwanzig-Fünfundzwanzig wird ein erstes Friedensabkommen zwischen der demokratischen Republik Kongo und Ruanda ausgehandelt – vermittelt von den USA.
00:53:34: Ein weiterer erfolgreich beendeter Krieg auf Trumps langer Liste, den ja nun wie ein Kind ein kragelliges Bild seien Eltern der Weltöffentlichkeit präsentiert damit die Fake News es sich an den Kühlschrank hängen können was nachvollziehbarerweise zu einem internationalen Sport führt.
00:53:52: Weit weniger beachtet wird dabei jedoch der parallel ausgehandelte Deal zwischen dem Kongo und Trump-Administration, denn die entsprechende Bezahlung für die Leistungen Frieden ist ebenfalls gleich inkludiert.
00:54:06: Das sogenannte Strategic Partnership Agreement – das amerikanischen Unternehmen nun erleichtern soll sich stabilen und langfristigen Zugang zu den Kongolesischen Mineralkonzessionen zu sichern einschließlich vorzugsrechten, aufkünftig noch nicht lizenzierte Lagerstätten.
00:54:22: Konkret ein Gesamtprogramm aus bevorzugten fiskalischen Konditionen, regulatorischen Reformen und privilegierten Zugang für amerikanische Firmen – wobei die USA im Gegenzug dann Sicherheit zusagen!
00:54:37: Was auch immer das bedeutet, denn anders als die genau ausgeklügelten neuen Rechte der US-Administration alle feinsäuberlich auf Papier festgehalten.
00:54:46: Bei der Frage was das Sicherheitsversprechen der USA garantiert bleibt das Papier wesentlich wager.
00:54:53: und dass ist noch untertrieben Denn das Papiere enthält keinerlei konkreten Zahlen keine strukturellen Ziele oder militärische Versicherung.
00:55:01: es ist eher eine Art Versprechen einzig darauf gebaut, dass die USA im Zweifelsfall einer weiteren kriegerischen Auseinandersetzung eingreifen könnten wenn sie denn wollten.
00:55:13: Und kommt dabei gleichzeitig zumindest für die USA äußerst billig zu haben daher.
00:55:19: Für den Kongo ist es dennoch alternativlos und für einen Moment sieht das wenigstens so aus als würde der weitere Verzicht auf Souveränität über die eigenen Ressourcen, diesmal zumindest eine größere unmittelbare Gefahr abwenden.
00:55:34: Denn sechs Monate später am vierten Dezember zwanzig fünfundzwanzig unterzeichnen die Präsidenten Wohanders und der demokratischen Republik Kongo in einer von Trump ausgerichteten Zeremonie in Washington – die sogenannten Washington Accords of Peace and Prosperity!
00:55:49: die das UNI-Abkommen nun bekräftigen und noch um ein sogenanntes Regional Economic Integration Framework ergänzen.
00:55:58: Der offensichtliche Versuch also, dass Abkorn auch über die Grenzen des Kongu hinaus als neuen Flock des amerikanischen Einflusses in der Region im Boden zentral Afrikas zu hemmern.
00:56:10: Weshalb diesmal auch gleich mehrere Staatschefs anwiesen sind!
00:56:13: die sich wohl nun selbst einen Eindruck amerikanischer Macht machen sollen, gleich vor Ort und mit ihrer Anwesenheit bei König Trump quasi der neuen wirtschaftlichen Ordnung Tribut soll.
00:56:23: Was bleibt Ihnen auch anderes übrig?
00:56:26: Mit jeder US-Einladung geht schließlich immer eine Drohung einher!
00:56:31: So klar das Machtverhältnis dabei aber auf der internationalen Bühne ist... Alle eingeladenen zentralafrikanischen Präsidenten kommen artig, auch wenn sie darauf verzichten einen Fußball-Trikot mitzubringen und zeigen sich dabei auch durchaus aufgeschlossen für eine beidseitige Partnerschaft mit den USA.
00:56:49: So unklar bleibt das Machtverhältnis jedoch mit Blick auf den tatsächlichen
00:56:53: Konflikt.".
00:56:54: Denn während in Washington zwischen Kitschgold und allerlei Papierwerk noch die neue regionale Initiative unter Frieden gefeiert wird, ist sie von Rwanda unterstützt der M-III Allianz bereits mitten in einer neuen Offensive.
00:57:09: In Südkivu und denkt offenbar gar nicht daran sich an die neuen Vereinbarungen weit weg zu halten.
00:57:15: Stattdessen nimmt sie noch ebenfalls im Dezember zwanzig fünfundzwanzig zunächst Kamaniola ein Eine strategisch wichtige Stadt an der Dreiländergrenze zwischen DRC, Rwanda und Burundi.
00:57:26: Und stößt dann von dort aus weiter in Richtung Uvira vor einer von burundischen Truppen verteidigten Schlüsselstadt an der Grenze des Ostkongo.
00:57:33: Während wenigstens vierhundert Menschen getötet und weitere zweihunderttausend vertrieben werden.
00:57:39: Ganz offensichtlich also on the ground im Kongo kehrt kein Washingtoner Frieden ein!
00:57:45: Auch nicht nach dem die USA im März XXVI allein schon etwas aus Imagegründen genötigt, dazu übergehen tatsächlich irgendeinen nennenswerten Einfluss auf den Konflikt zu nehmen außerhalb von Papierwerk durch Verhängung von Sanktionen gegen ruandische Militäroffiziere und die Rwanda Defense Force.
00:58:03: Wegen Rwanders fortgesetzter Unterstützung für M-IIIII einschließlich der Dezember Offensive, die ausdrücklich gegen die zuvor vermitteten Washington Accords verstößt.
00:58:16: Die erhoffte Einschichterung bleibt allerdings aus.
00:58:19: Tatsächlich haben auch die Sanktionen keinen Einfluss auf den Konfliktverlauf, geschweige denn irgendeiner Art von Rückzug von M-III und Rwanda.
00:58:29: Das sowage Sicherheitsversprechen von Donald Trump kommt also quasi noch während der pompöse Friedensfeier im Weißenhaus läuft bereits an seine Grenzen.
00:58:38: So begrenzt jedoch der US-Einsatz, das Sicherheitsversprechen umzusetzen.
00:58:43: So groß ist der Einsatz wenn es darum geht die neu verhandelten Washington Accords in die Tat um zu setzen und damit neue wirtschaftliche Tatsachen in der Region zu schaffen.
00:58:52: Und spätestens hier wird es jetzt wieder kompliziert denn binnen kürzester Zeit in geradezu sagenhafter Geschwindigkeit wird aus dem neuen Vertragswerk tatsächlich auch eine neue wirirtschaftliche Realität vor Ort Im brachialen Kontrast zur weiterhin herrschenden Gewalt.
00:59:08: Denn Donald Trump reist die Tür zum Kongo politisch auf, wenn man so will und das US-Großkapital lässt sich nicht lange bitten!
00:59:17: Beginn bereits im Februar, zwanzig sechsundzwanzig als das Ryan Critical Mineral Consortium.
00:59:22: Ein von der US-Regierung unterstützter Investmentfonds zur Stabilisierung der US Lieferketten mit einem Investitionsguthaben von zunächst eins Komma acht Milliarden Dollar.
00:59:31: den Kauf einer vierzig Prozent Beteiligung an Glencors Kupfer und Kobalt Projekte Im Kongo angeht dem bereits einmal erwähnten Schweizer Abbau Giganten auf dem Mineralmarkt.
00:59:42: Und damit nicht genug.
00:59:43: Washington unterstützt zudem auch die geplante Übernahme des Kongolesischen Bergbauunternehmens Chemaf durch ein US-Konsortium namens Virtuous Minerals, geführt vom ehemaligen Angehörigen des US Militärs und der Geheimdienste finanziert von Orion Resource Partner einem weiteren US Investmentgiganten im Minengeschäft mit Assets in der Größenordnung von neun Milliarden Dollar Der für das neue Projekt binnen kürzester Zeit weitere Milliarden Dollar aufbringt und dass diesmal auch nicht nur um Anteile an einem Schweizer Unternehmen im Kongo zu übernehmen, sondern ein kongolesisches Unternehmen womit eine bereits zuvor fast abgeschlossene chinesische Übernahme eben jenes Konzerns überholt wird.
01:00:24: Am interessantesten ist aber wohl noch ein anderer Deal der bereits im September zwanzig fünfundzwanzig also noch vor der formellen Unterzeichnung des Abkommens geschlossen wurde Im Zentrum diesmal das kalifornische Explorationsunternehmen Cobalt Methods.
01:00:41: Man kann es sich bei dem Verweis Kalifornien schon fast denken, unter anderem wiederum von Breakthrough Energy Ventures finanziert wird – einem Jahrzehntein von Bill Gates gegründeten Fonds, zu dessen Großinvestoren auch Jeff Bezos und Mark Zuckerberg zählen.
01:00:58: Neben allerlei für die meisten von uns, also wahrscheinlich bisher eher unbekannten und schnell wiedervergessenen großen aber auch vergleichsweise anonymen Investmentfonds, blickt man nur um zwei Ecken warten.
01:01:10: Also auch schon die üblichen Verdächtigen, die sich nicht umsonst seit Trumps zweiter Amtszeit mit Lallai-Lob geschenken und algorithmischen wie personellen Anpassungen an dessen Hintern gebunden haben Die Tech-Millardäre des Silicon Valley.
01:01:24: Und auch diesmal lohnt sich der unterwürfige Einsatz Denn mit der Rückendeckung aus Washington bereits vor dem Friedensstil gelingt auch Ihnen in Form von Cobalt ein neuer Deal mit der kongolesischen Regierung und damit einen umfassender, neuer Zugriff auf die Mineralien des Landes.
01:01:42: Konkret ganze sieben Explorationslizenzen für Lithium, Cobalt und seltene Erdenvorkommen – auf einer Fläche von ´Ähntausend sechshundert Quadratkilometern´!
01:01:54: Und Cobalt erwirbt dabei auch nicht nur neue Lizenzen, sondern zieht ebenfalls direkt darauf chinesischen Unternehmen den Platz zumindest streitig zu machen wie ein weiterer Deal aus dem Mai.
01:02:06: Als Cobalt für eine Milliarde Dollar Anteile am Manono-Liziumvorkommen von einem australischen Unternehmer wirbt, direkt gefolbt von anhaltenden Rechtsstreitigkeiten über die Eigentumsverhältnisse der Schürfrechte da auch der chinesische Konzern Chinmining seit Jahrzehnten um die Rechte in Manono kämpft.
01:02:25: Schon in Anbahnung eines Friedensdeals und einer neuen wirtschaftlichen Partnerschaft macht sich also richtig viel US-Kapital auf den Weg, um im Sinne der wirtschaftliche und technologischen Dominanz nun auch auf dem Boden des Kongos mit China zu konkurrieren.
01:02:42: Aus Perspektive des Kongo's wie es das African Institute nennt sogenannte Managed Desperation oder auf Deutsch so etwas wie Verwaltete Verzweiflung.
01:02:51: Denn wie schon angerissen, es geht nicht nur um den Ankauf von Anteilen bereits bestehender Konsortien und Schürfrechte sondern auch deren Neuerschließung also die Verpachtung von immer weiteren Teilen des Landes.
01:03:04: Kurz einen weiteren Ausverkauf.
01:03:07: Offenbar mit der Erwartung Kinshasaas das vertiefte amerikanische wirtschaftliche Beteiligung zumindest ausländische militärische Aggression langfristig abschreckt Was auch erklärt, warum zum Beispiel die von Rebellin kontrollierte Rubaya Coltanmine eines der reichsten Tantal vollkommen der Welt offiziell nun als strategischer Investmentstandort für die USA ausgewiesen wird.
01:03:32: Die kongolästische Regierung bemüht sich also ganz offenbar US-Unternehmen als eine Art Firewall genau dort anzusiedeln wo ihre Kontrolle am geringsten ist.
01:03:42: In der Hoffnung, wo US-Unternehmen gefährdet werden und damit ja US-Interessen müsste das Land doch auch sicherheitspolitische Verantwortung übernehmen.
01:03:52: Eine Annahme die jedoch wie wir schon beim letzten Mal festgestellt haben auf recht wackelegen Füßen steht.
01:03:58: Wenn wir uns daran erinnern dass gerade minen ausländischer Unternehmen anfällig sind für gewaltsame Erpressung womit sie Konfliktparteien konstant mitfinanzieren da die wirtschaftlichen Interessen die Kosten für Schutzgeld in der Regel um ein Vielfaches übersteigen.
01:04:13: Die Hoffnung auf Befriedung durch wirtschaftliche US-Integrationen scheint also bereits intuitiv eher auf Sand gebaut.
01:04:20: Schließlich hat China über zwanzig Jahre bewiesen, dass es durchaus möglich und auch lukrativ ist in einer Konfliktzone ein vergleichsweise reguläres Geschäftsklima zu schaffen – indem es sich weitestgehend unabhängig gemacht hat von der nationalen kongolesischen Politik.
01:04:34: Denn Minen werden einfach von privatem Personal geschützt.
01:04:38: Unternehmen halten tiefe Taschen bereit, für jeden der beteiligt werden muss um das reguläre Geschäft weiter zu ermöglichen und auch die nicht staatlichen Akteure profitieren ja letztlich von den ausländischen Unternehmen im Land als Finanziers wie Abnehmer Und die US-Administration folgt nun einfach in diesen Fußspuren.
01:04:57: Sie ist nicht gekommen um das System zu transformieren sondern schlicht um es sich anzueignen Was auch für den zweiten großen Faktor bei diesem Deal gilt, nämlich Rwanda.
01:05:08: Denn der Deal bietet Rwandar eigentlich keinelei nennenswerten Anreiz sich aus dem Osten des Landes tatsächlich zurückzuziehen und auf die gewalttätigen Einnahmen zu verzichten, die es über M-III Militz aus dem Zugriff auf kongolesische Mineralien erzielt – eine entsprechende ISS-Analyse geht sogar noch einen Schritt weiter!
01:05:30: Da die meisten der anvisierten Investitionsstandorte ohnehin in anderen Provinzen liegen, als die direkten Kampfgebiete von Kongo und M-III könnte ein Großteil der Strategic Partnership Agreements auch dann fortgeführt werden wenn der Konflikt selbst weiter laufe.
01:05:49: Und mehr noch angesichts des Ausmaßes Bestehenden Mineralschmuggels in die Nachbarländer könnten auch US-Firmen an Ende sogar versucht sein, sich Zugang zu kongolesischen Mineralien direkt über die Partnerschaften mit ruandischem Unternehmen im Ostkongo zu verschaffen.
01:06:06: Mit anderen Worten also selbst die amerikanische Seite des Deals könnte am Ende von genau jenem staatlichen ruandischen Schmuggelsystem profitieren das sie offiziell zu bekämpfen vorgibt Während sie sich abseits der rwandisch kontrollierten Gebiete ansiedelt, die damit nicht etwa in Frage gestellt sondern ja eigentlich zementiert und auch ein Stück weit legitimiert werden.
01:06:31: Was nicht umsonst direkt an die Afrika-Konferenz über hundert Jahre zu vordenken lässt als eine Verständigung externer Kräfte über die geografische Integrität und Aufteilung afrikanischer Staaten – nur dass dabei heute ein afriikanischer Staat mit am Tisch sitzt, um einen anderen zu felitieren!
01:06:50: Und Trumps Friedenstil ist insofern letztlich auch nichts anderes, als ein sich Klaveris einkaufen in einen umkämpften Markt, um sich die letzten lukrativen Flecken rechtzeitig zu sichern.
01:07:00: Einen Fuß in der Tür zu haben, um China seinen Platz im Land zunehmend streitig zu machen während er an jeglichen konkurrisischen, wirtschaftlichen und vor allem sicherheitspolitischen Interessen eigentlich vorbei geht – das ganz bewusst!
01:07:14: Zumindest bisher ist man damit aus US-Perspektive sehr erfolgreich Und vor allem auch schnell.
01:07:20: Denn was an der gerade schon einmal aufgelisteten Liste aus Konsortien, Milliardenbeträgen und Konzessionen zudem auffällt, keiner dieser Namen – Orion, Virtus, Cobalt war vor zwanzig, fünfundzwanzig in der öffentlichen Debatte über den Kongo irgendwie präsent!
01:07:37: Innerhalb einer Phase von zu zwölf Monaten aber entstand ein komplettes neues Netzwerk amerikanische Akteure, die sich bereits jetzt rapide und tief in die kongolesische Bergbau-Landschaft einschreiben.
01:07:50: Mit Verbindungen bis ins US-Militär, in die Geheimdienste finanziert von einigen der reichsten Männern der Welt – und mit direkten Draht zum Präsidenten!
01:08:01: Die jetzt schon Mitte im Jahr aggressive gemeinsame Vorgehen mit der Trump-Administration, die in den Zugang freigekämpft hat wenn man so will mehr faktischen Einfluss auf Kongo haben als jeder politische Akteur im Land.
01:08:16: Was Nablus anschließt an die Geschichte, die wir beim letzten Mal besprochen haben und auch eine Analyse des Instituts for Security Studies aus dem April zwanzig sechsundzwanzig im Angesicht der neuen Washington Accords noch einmal aufarbeitet.
01:08:29: Schon der Zusammenbruch des Kongolesischen Staates in den Neunzehnteinzeigerjahren hat eine unregulierte Schattenökonomie entstehen lassen, ausgedehnte Schmuggelnetzwerke im Osten des Landes.
01:08:40: Eine Art informeller regionaler Integration getragen von lokalen Eliten die nur lose an die politische Zentrale in Kinschasa gebunden waren aber vom grenzüberschreitenden Handel profitierten genauso wie inoffiziell vielfältigen Beziehungen zu den ausländischen Unternehmen im Land.
01:08:57: Und verbunden mit den regionalen Nachwirkungen des Genozids in Ruanda entstand daraus dann, in den Neunzehntneunziger und frühen zweitausender Jahren genau jene extraktivierende Kriegsökonomie die Mineralrentensystematisch nach Osten umleitete zu ugandischen und ruhandischen Rebellenschmonsoren.
01:09:15: Die bewaffnete Kräfte fest mit Handelsnetzwerken und auch ausländischen Unternehmen sukzessive zu einem Markt der gewaltsamen Extraktion verknüpft haben.
01:09:26: Und die formellen Friedensabkommen von zwei tausend drei beendeten zwar augenscheinlich den großflächigen Krieg, aber sie ließen diese politische Ökonomie im Kern unangetastet.
01:09:37: Dann auch unter Josef Kabila blieb die Regierung natürlich weiterhin auf externe Ressourcen angewiesen, Geberhilfe und Bergbaukonzessionen um Paktronage zu finanzieren.
01:09:46: Und politische Kontrolle zu sichern während bewaffnete Gruppen wiederum sich ihrerseits auf exterm Rückendeckung als politisches Druckmittel verlassen konnten genauso wie die weiterhin konstante Präsenz sehr potenter finanzieller Unterstützung die Minen- und Abbauunternehmen, die wie fette goldene Gänse im Ostkongu herumliegen.
01:10:05: Und nur angepiext werden müssen damit sie Koffer voller Geld auswerfen.
01:10:10: Alle Akteure der kongolisischen Politik also sowie die diversen Rebellen und externen Akteuren hat eigentlich ein existenzielles finanzielles Interesse daran die Verhältnisse zu verstetigen natürlich auf Kosten der vielen.
01:10:25: Das geht dabei eben auch für Kabila genauso wie es heute für Chisiki.
01:10:28: die gilt Kongos aktuellen Präsidenten, den dieses System überhaupt erst ins Amt gebracht hat.
01:10:34: Über einen informellen Machtteilungsstil hinter verschlossenen Türen und nicht etwa über ein irgendwie gearteten eindeutigen Wahlsieg im klassischen Sinne.
01:10:44: Und wenig verwunderlich halten dabei Vorwürfe von Korruption und einer Vereinahmung der Bergbaueinnahmen auch durch seine kleine politische Elite bis heute weiter an.
01:10:55: während sich parallele Machtnetzwerke ausgeweitet haben, politische Repressionen zugenommen hat und Sorgen über eine mögliche Verfassungsänderung wachsen, die ihm auch noch eine dritte Amtszeit ermöglichen würden.
01:11:06: Und die neue amerikanisch-kongolisische Partnerschaft wird diese Trends nun wohl noch einmal verstärken – indem sie neue externe Rentenquellen und Rückendeckungen für eben diese politischen Emissionen liefert zumal Washington in seiner Extraktiven Außenpolitik, ja bereits eh jeden anscheinend demokratischer Reformansprüche oder staatlicher Aufbauarbeit faktisch längst aufgegeben hat.
01:11:32: Mit anderen Worten – die Washington Accords werden anstatt irgend ein Problem zu lösen, genau jenes System der Patronage und externen Abhängigkeit verherrten und weiter forcieren dass wir in Folge eins von Mobutu bis Kabila als das strukturelle Arbeit des Landes beschrieben haben.
01:11:57: Verlassen wir für einen Moment noch einmal den Kongo, denn es gibt noch eine zweite Ebene der Washington Courts.
01:12:03: Die sich hauptsächlich in den USA abspielt – selbst aber Teil einer größeren Geschichte ist die wir hier nicht auslassen können weil sie das Bild der neuen US-Ausbeutung erst so wirklich komplett macht und auch bereits weit über den Kongo hinauswirkt!
01:12:19: Wirklich sichtbar wird diese Ebene zum ersten Mal, zumindest für die breite Öffentlichkeit im Juli, mit einem Bericht der Organisation Global Witness basierend auf einer systematischen Auswertung der beim US Justizministerium eingereichten Fahrraddokumente der Registrierungspflicht für ausländische Lobbyisten.
01:12:40: Eine Recherche, die ein recht eindeutiges Bild zeichnet sowohl der Trump-Administration Aber im Größeren auch der globalen Korruption, im Herbst der internationalen kapitalistischen Ordnung.
01:12:53: Denn die Auswertung zeigt... Seit der US-Wahl im November zwanzig vierundzwanzig haben siebzehn der ärmsten und am stärksten von amerikanischer Hilfe abhängigen Länder der Welt.
01:13:04: Darunter Angola, die demokratische Republik Kongo, Haiti, Pakistanen, die Philippinen, Rwanda, Somalia, die Ukraine, Venezuela und Yemen Lobbyverträge mit Trump'nern Firmen im Gesamtwert von über einundzwantig Millionen Dollar an Gebühren abgeschlossen, die bis Ende zwanzich fünfundzwanzig fertig werden.
01:13:23: Was jetzt zugegeben angesichts der Milliardenbeiträge, über die wir hier die ganze Zeit sprechen vielleicht erst mal nach einer Randnotiz in einem viel größeren globalen wirtschaftlichen Ring klingt.
01:13:35: Aber Achtung!
01:13:37: Denn relativ zur Wirtschaftskraft der zahlenden Länder entspricht diese Summe würde man es auf den USA und deren Wirtschaftskraft übertragen – einen Beitrag von fast eine halbe Milliarde Dollar.
01:13:50: Für keines der Länder geht es hier also um Kleckerbeträge, sondern wenn man so will strategisches politisches Investment in signifikanter Höhe.
01:13:59: Was jetzt erstmal sehr wohlwollend formuliert ist aber die Einordnung kommt noch.
01:14:04: Bei neun der siebzehn Nenner die solche Verträge unterschrieben haben handelt es sich zudem um ressourcenreiche Staaten mit aktiven bewaffneten Konflikten auf ihren Territorium oder an deren Grenzen.
01:14:16: Offensichtlich kein Zufall sondern in den Worten von Emily Stewart, der Leiterin der Abteilung für Transition Minerals by Global Witness.
01:14:24: Das Ergebnis der bereits beschriebenen gefährlichen Gleichzeitigkeit dem dramatischen Rückgang der Entwicklungshilfe kombiniert mit einem expliziten politischen Run auf kritische Mineralien und einer Bereitschaft der Trump-Administration diels im Austausch für Hilfe oder militärische Unterstützung zu schließen und dabei Entwicklungsgelder anders als es die Doge Falken zu Beginn der zweiten Trump-Armszeit beschrieben haben, nicht etwa als reine Verschwendung zu verurteilen sondern sie als Essit zu nutzen.
01:14:55: Als Instrument das durch strategische Umleitung der Mittel in den Sicherheitssektor sowie das gezierte Zurückhalten von essenziellen Mitteln zu einem Dare Tools der neuen Mineralpolitik der US-Administration geworden ist.
01:15:09: Und ich denke, das kann man gar nicht oft genug betonen.
01:15:12: Gerade auch weil es dann doch in einem Kontrast steht zu dem was uns oft öffentlich durch die Medien gespiegelt wird.
01:15:17: Der öffentlich verkündete Rückzug aus der Entwicklungspolitik und medial oft so beschrieben darüber hinaus irgendwie aus der Welt ist keine Refokussierung auf Innen, auf Make America Great Again sondern make America great again in the world Durch eine neuen Nutzung der alten Mittel, die die Tür öffnen soll und das auch tut zu stärker sicherheitspolitischer und vor allem auch wirtschaftlicher Kontrolle.
01:15:44: In einer Art Verschmelzung aus Kanonbootpolitik- und transnationalem Geschäftsgebaren.
01:15:50: Dabei stecken Donald Trump selbst und sein persönliches Umfeld mitten drin und verdienen an jeder Stelle dieser neuen Deals, die das ermöglichen mit – was sich nirgendwo deutlicher zeigt als im Kongo!
01:16:02: Achtung es wird wieder kurz etwas verworren.
01:16:05: Noch am selben Tag, an dem Trump die Exekutivverordnung zum Einfrieren der globalen Auslandshilfe unterzeichnet, schließt die Demokratische Republik Kongo einen Lobbyvertrag mit Ballard Partners ab.
01:16:18: Einer Firma im Besitz von Brian Ballard – einem der größten Spender der Trump-Kampagne, der den heutigen Präsident nach eigenen Angaben bereits seit dreißig Jahren kennt und dementsprechend auch bereits lange Lobby ist.
01:16:30: für die Trump-Organisation war bereits vor zwei Tausend Sechzehn.
01:16:33: Die Verbindungen sind also äußerst eng.
01:16:36: Auch Trumps aktuelle Stabschefin Susie Willis zum Beispiel arbeitete früher für Ballard Partners, ebenso wie Pam Bondi die ihre Partnerschaft bei der Firma aufgab um Trump's Justizministerin zu werden.
01:16:49: Bis April zwanzig fünfundzwanzig hat die demokratische Republik Kongo offensichtlich noch nicht ausreichend lobbytechnisch vertreten, zudem bereits drei weitere separate Lobbyverträge abgeschlossen und schickt nun konkurrierende Delegationen nach Washington.
01:17:04: Und eine der Firmen namens Irha Turner – oh Wunder!
01:17:09: ist natürlich in Besitz von Karen Jonow, Irmaids Trumps leitender Beraterin in seiner ersten Wahlkampagne Die sich nun wie andere auch aus seinem nächsten Umfeld einen sechs-Monats-Vertrag im Wert von immerhin fünf Millionen Dollar sichert.
01:17:24: Bezahlt aus den knappen Kassen des Kongo, damit sie in Konkurrenz zu anderen Trump nahen Lobbyorganisationen nun Zugang zu eben jenen für die Interessen des Kongos
01:17:36: herstellt.".
01:17:37: Und für wen das jetzt direkt irgendwie seltsam klingt, nach wenigstens mal Interessenkonflikt oder direkt institutionell verklärter Korruption.
01:17:47: Ja genau das ist es!
01:17:49: Und natürlich schließt auch nicht nur der Kongo dabei solche Verträge, sondern parallel natürlich auch das feindliche Gegenüber in Form des staatlichen Rwanda Development Boards.
01:17:59: Das Ende März zwanzig-fünfundzwanzig einen eigenen Lobbyvertrag im Wert von immerhin achtzigtausend Dollar monatlich mit Yorktown Solutions abschließt – derselben Firma die auch mehrere ukrainische Staatsbehörden vertritt und dessen Präsident Natürlich selbst Republikaner, selbstverständlich enge Verbindung innerhalb der Partei pflegt und zum Beispiel Berater von Ted Cruz war bevor er Richtung Trump umgeschwenkt ist.
01:18:25: Belohnt wird er nun wie viele mit lukrativen Lobbyverträgen überall auf der Welt bezahlt von einigen der ärmsten Länder der Welt – wie ein Wegzoll eine Barriere zum Zugang zu Trump um damit sowohl die Hoffnung der Länder, die ihn beauftragen, neuen Zugang zu eingefrorenen US-Geldern zu erlangen.
01:18:45: Auf der höchsten Ebene mitgemanaged, vorbereitet und eingefädelt von Trump selbst – und seinem familiären Umfeld wie zum Beispiel auch Massett Bowles, Trumps ausgegebenen Afrikaberater, der maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt ist, die dann im Juni-Zwanzig-Fünfundzwanzig zum Friedensvertrag zwischen Kongo jenem Vertrag, der den Mineralzugang für die USA ebnet und der natürlich gleichzeitig Schwiegervater von Trumps Tochter Tiffany ist.
01:19:15: Und damit kratzen wir noch an der Oberfläche dieser Verflechtung von privater Lobbyarbeit familiären Verbindungen zum Präsidenten und offizieller Außenpolitik – denn die ist längst kein kongolisischer Einzelfall sondern wie Global Witness in ihrer Methodik dokumentiert ein wiederkehrendes Muster über wenigstens alle siebzehn untersuchten Länder hinweg!
01:19:35: Ein privates Millionengeschäft, eng verbunden mit einem staatlichen Milliardengeschäft.
01:19:41: Das Trump, der dieses ganz offensichtlich als sein Patronage-Netzwerk nutzt schon aus persönlichen Machtgründen animiert seine Mineraldeals weiter voranzutreiben und auszuweiten.
01:19:53: Das Ingenze zu erfassen würde ehrlicherweise dem Podcast sprengen.
01:19:56: daher nur einmal ganz schnell ein paar weitere kontextlose Beispiele um die Dimension wirklich zu verdeutlichen.
01:20:03: So erneuert z.B.
01:20:04: auch Angola im Januar twenty-fünfundzwanzig seinen Jahresvertrag mit Squire Patton Box, einer Lobbyfirma mit etablierten Trump-Verbindungen.
01:20:12: über drei Komma sieben Fünf Millionen Dollar – was Angolas Lobbyingkosten seit zweizehn neunzehnt auf insgesamt über achtundzwanzich Millionen Dollar bringt allein an diese eine Firma.
01:20:23: Monatlich dreihundert zwölftausend Dollar in der Hoffnung auf mehr amerikanischen Handel, Investitionen und militärische Unterstützung!
01:20:32: Pakistan wiederum unterschreibt immer April, April und April zwanzig während des sogenannten Pakistan Minerals Investment Forums.
01:20:38: Zweit Verträge im Gesamtwert von vierhundertfünfzigtausend Dollar monatlich.
01:20:42: Pakistan setzt auf geschätzten acht Billionen Dollar an unerschlossene Mineralvorkommen.
01:20:46: Kupfer, Gold, Lithium seltene Erden verteilt auf einer Fläche so groß wie die Ukraine größtenteils in zwei Provinzen, die an Afghanistan Grenzen in den komplex bewaffnete Konflikte herrschen.
01:20:57: auch hier ist das Muster also eindeutig Und vertreten wird Pakistan dabei nun unter anderem von Trumps ehemaligen Leibwächter Keith Schiller.
01:21:07: Eine Firma namens Seedon Law lagert ihre Verträge im Wert von zweihunderttausend Dollar monatlich direkt an eine von Schiller besessene Firma aus Und auch Somalia vom Fragile State Index als fragilster Staat der Welt angestuft, heuert natürlich im Dezember zwanzig-fünfundzwanzig die Firma BGA Government Affairs für sechshunderttausend Dollar im Jahr an.
01:21:28: Die nun ebenfalls wie alle anderen Für die Interessen Somalias bei Donald Trump werben sollen und natürlich ebenfalls mit engsten Verbindungen zum Präsidenten dasteht.
01:21:38: Und diese Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
01:21:44: Die Recherche macht ein System sichtbar, indem die formale diplomatische Ebene Friedensverträge, strategic partnership agreements, feierliche Zeremonien im Oval Office, Gold und Kitsch und große Flaggen.
01:21:57: Und die informelle privat finanzierte Lobby-Ebene parallel laufen und sich gegenseitig stützen.
01:22:03: In dem Länder, die ohnehin schon strukturell abhängig sind aus eigener auf extrem begrenzter Kasse an Privatsakteure in der Regel Trumps Freunde und Familie dafür zahlen müssen, überhaupt Zugang zu den Entscheidungsträgern zu bekommen.
01:22:18: Um dann nachdem sie den Wegzoll auf der Brücke zum Schloss von Trump bezahlt haben auch noch ihre wirtschaftliche Souveränität zu opfern entweder am Austausch für wage Sicherheitsgarantien oder erpresst mit dem Tauschhandel von Entwicklungsgädern, für die nun nicht mehr nur wie bisher Strukturanpassungen verlangt werden oder wirtschaftliche Öffnungen, sondern zunehmend eher eine Art direkte Überschreibung von wirtschaftlich relevanten Zonen- oder Zugriffsgarantien für US Firmen und Investment.
01:22:50: Blanker Rohstoffemperialismus also, eng verbunden mit Trumps quasi neofeudalem System in dem ein global aufgezogenes patronagen netz des königs seine familie und unterstützer konstant mit frühen versorgen damit die eigene macht stabilisiert.
01:23:16: Der Blick auf die Lobby-Netzwerke bietet über den Kongo konkret hinaus bereits den Blick auf eine weitere Facette des größeren Ganzen.
01:23:24: Ein neuen Modus der US Außenpolitik im Angesicht der technologischen, wirtschaftlichen und strategischen Konkurrenz zu China, der sich nun zunehmend an den mineralreichsten Regionen dieser Welt zuspitzt – wobei zumindest bisher eine Parallel zum Kalten Krieg in Afrika der Konflikt nicht direkte Konfrontation, sondern wirtschaftlichen Zugriff geführt wird mit den Staaten auf deren Boden der Konflikt ausgetragen wird als Hauptleidtragende der politischen Übermacht und Korruption.
01:23:57: Es gibt jedoch auch Staaten die sich darauf eingestellt haben Nicht nur die Multipolarität, die wirtschaftliche Konkurrenz zwischen China und den USA sondern auch auf Trump selbst.
01:24:08: Und die zumindest bisher anders als viele andere zu den klaren Gewinnern der Brachialen-OS Außenpolitik gehören.
01:24:16: Eines davon ist ohne Frage Israel hier vielfach besprochen aber auch in Afrika gibt es Profiteure und nicht nur Leidtragende die den Moment zum eigenen Machtausbau sehen und das vielleicht erfolgreichste davon ist Rwanda.
01:24:32: Dass, wie wir gleich sehen werden in vielerlei Hinsicht extrem viel gemein hat mit Israel – auch dessen Ausgangssituation womit beide Länder über ihre Grenzen hinaus noch stärker als die alten neuen Verlierer des Rohstoffimpräadismus eine globale Veränderung anzeigen?
01:24:52: Wir haben diese Folge schon mehrfach über Rwana gesprochen!
01:24:56: über die Offensive mitten in den Feierlichkeiten der Washington Accords, dabei aber ganz Grundsätzliches ausgelassen.
01:25:03: Fangen wir damit also noch einmal an!
01:25:05: Wie funktioniert ein Land kleiner als Brandenburg mit rund vierzehn Millionen Einwohnern das militärisch eine ganze Region dominiert und dass gleichzeitig international oft als Vorzeigebeispiel für Stabilität und gute Regierungsführung gilt?
01:25:22: Na, seht ihr auch schon die Parallien zu einem anderen Kleinland?
01:25:26: Das zwar zwischenzeitlich sicherlich an internationalem Staates verloren hat aber ja weit hin lange als stabilgeilt und weiterhin oft bewundernd als einzige Demokratie des Nahen Ostens beschrieben wird.
01:25:37: Bei gleichzeitiger militärischer Dominanz über eine ganze Region und einem rechtlichen und politischen System das dann schon auf den ersten Blick eigentlich gar nicht so integrativ und rechtsstaatlich wirkt.
01:25:50: Paul Simon Handy, Regionaldirektor für Ostafrika beim Institut for Security Studies hat dafür im Januar zwanzig sechsundzwanzig den Begriff der Smart Power geprägt und ihn auch gleich selbst kritisch hinterfragt.
01:26:02: Bezogen direkt auf Ruanda.
01:26:04: aber wie wir nun sehen werden Auch Israel ließe sich anschließen.
01:26:08: Denn zunächst in beiden Fällen die militärischen Fakten sind eindeutig In den vergangenen Jahren hat Rwanda Streitkräfte und Koalition aus Südafrika Tanzania, Malawi der Demokratischen Republik Kongo selbst, Burundi und den UN-Friedenstruppen entweder militärisch geschlagen oder neutralisiert.
01:26:28: Die Einnahme uviras ist dabei nur das jüngste Kapitel bemerkenswert vor allem wegen ihres Timings mitten in den Feierlichkeiten der Washington Accords.
01:26:38: Ein bemerkenswerter Akt der bewussten Egloranz gegenüber ausgesprochenem US-Interesse, wobei es schwer fällt dabei natürlich nicht direkt an ähnliche Sabotage von Israel zu denken als diese zum Beispiel die Verhandlungen mit Vertretern der Hamas mitten in Qatar im wahrsten Sinne des Wortes Sprinken.
01:26:56: oder auch die renitente Haltung sich im Zuge des Friedensdienstes zwischen Iran und USA, der letztlich die ganze Welt betrifft vorzubehalten.
01:27:04: Im Libanon weiter Krieg zu führen unabhängig von globalen Interessen.
01:27:09: Beides Staaten zeigen sich also vor allem in deutlichen Kontrast zu den vermeintlich stärkeren größeren und bedeutungsvolleren Europäern, die sich bemühen Trump-Zug befrieden Und obwohl sie mit ähnlichen Abhängigkeiten Zilemata, Waffenexporte bzw.
01:27:24: Entwicklungsgeldern zu kämpfen haben – weit selbstbewusster wenn es um die Durchsetzung ihrer nationalen Interessen in der Region geht auch gegen die USA!
01:27:34: Selbst dann, wenn das wie im Fall von Rwanda sogar zur Androhung und Durchsetzungen von Sanktionen führt.
01:27:41: Eine Parallele, die zumindest auffällig ist und folgt man Handys zentraler These auf ganz ähnliche Strukturen beruht….
01:27:48: Denn Juan das militärische Überlegenheit – und wir können ihn jetzt quasi immer gleich Israel mitdenken, ist pistorisch beispiellos.
01:27:56: Weil sie zum ersten Mal in der modernen afrikanischen Geschichte nicht primär auf wirtschaftlicher Größe brutto-indernsprodukt oder technologischer Entwicklung beruht sondern auf Kampfeffektivität organisatorischer Disziplin und nicht zu vergessen diplomatischer Wendigkeit.
01:28:14: Rwanda hat gezeigt, dass es taktische Siege in politischen Einfluss übersetzen kann während des internationalen Kritik mit raffinierter Diplomotie managt.
01:28:24: Und genau das ist mit dem Begriff Smart Power gemeint – ein Ansatz der harte und weiche Macht mit gezielter diplomatischer und wirtschaftlicher Projektion weit über die unmittelbaren Nachbarschaft hinaus verbindet getragen im Fall von Rwanda durch sein internationales Marken-Image, wenn man so will als Land das seine eigene Gewaltgeschichte friedlich verarbeitet hat und nun effizient und ruhig regiert wird.
01:28:50: Ein Image dass eigentlich ja im scharfen Kontrast zur militärischen Realität in der Region steht.
01:28:56: Und wieder sind die Parallien zu Israel natürlich auffällig dass zum einen so weit auf seine eigenen militärischen Fähigkeiten vertrauen kann, unabhängig von den USA und anderen Partnern.
01:29:07: Dass es sich dem militärischer Alleingang durchaus zutrauen kann ohne eine existenzielle Bedrohung der eigenen staatlichen Summarinität fürchten zu müssen Und das zum anderen weiß, um seine Macht als vermeintlicher Stabilitätsanker einer regionalen Ordnung und diese gegenüber den westlichen Partnern auch immer wieder diplomatisch geschickt vermittelt.
01:29:27: Inklusive allerlei Propaganda die in die politischen und gesellschaftlichen Diskurse im Westen einfließt und vor allem die eigene David gegen Goliath-Rolle betont.
01:29:38: Und Rwanda macht das ganz ähnlich.
01:29:40: Sich in einer zerrütteten Umgebung als gerannt von Stabilität zu inszenieren, als einziges Land, dass es geschafft hat sich aus dem Staatsverfall zu lösen und dabei auch noch die westlichen Normen – sei's enge wirtschaftliche Beziehungen oder auch Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit bis hin zur Terrorismusbekämpfung Und dass es dabei gerade ihre militärische Dominanz und die politischen und wirtschaftlichen Bemühungen um Hegemonie sind, die konstant die Instabilität in der Region befeuern gegen diese sich ja vermeintlich verteidigen müssen ist dabei kein Markel sondern ein bewusster Teil der nationalen und auch internationalen Erzählung.
01:30:18: Die zwar auch immer mal wieder Widerstand hervorruft aber dennoch wirkmächtig bleibt Eng verbunden mit einem realen, aber eben immer wieder auch politisch instrumentalisierten Trauma dass die eigene Gewalt national wie international rechtfertigt und legitimiert.
01:30:35: Infano Rwanda ist vor allem die Präsenz im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die gegenüber der internationalen Öffentlichkeit immer wieder als humanitäre Notwendigkeit gerahnt wird.
01:30:46: Zum Schutz angeblich bedrohter Tutsi-Gemeinschaften – was anknüpft an die FDLR jener aus dem Genozid von fourneinzig hervorgegangene Hutuminiz, die seit über drei Jahrzehnten im Ostkongo operiert heute militärisch stark geschwächt aber als Rechtfertigungsfigur immer noch verfügbar.
01:31:05: Im Fall der Israels wäre das Pondort natürlich Hermas und Hisbollah als ebenso tatsächliche Bedrohung, verbunden mit einem nationalen Trauma.
01:31:13: Aber gerade deshalb eben auch extrem gut geeignet als politisches Narrativ nach außen wie nach innen – dass Interessenpolitische Übergriffe auf die Summarinität anderer Länder konstant rechtfertigt und als simple notwendige Verteidigung und Abschreckung
01:31:27: rahmt.".
01:31:29: Eine Geschichte, die beide immer wieder ebenso erfolgreich politisch ausspielen wie auch die eigene Eskalationsdominanz in diesen Konflikten.
01:31:36: Die bei aller Kritik auch immer dazu führt dass jeder der externen Akteure egal ob es nun um den Frieden mit Iran oder denen im Kongo geht sie beteiligen muss weil sie jederzeit die nötigen Mittel in der Hand haben solche Prozesse im Keim zu ersticken oder zumindest erheblich zu beeinträchtigen wenn Sie denn nur den Eindruck haben sie seien nicht in ihrem Interesse.
01:31:58: Das eigene Stabilitätsversprechen und die Drohung von Instabilität gehen hier also Hand in Hand, sind Teil einer geopolitischen und rhetorischen Strategie.
01:32:08: Irrunsicherweise teilen diese Modelle aber auch dieselben Fallstrecke und Probleme – weshalb der eigentliche Befund letztlich kein Triumphal ist.
01:32:17: Denn für Israel wie für Ruanda geht, keines der Länder hat es bisher geschafft seine militärische Übermacht in einen regionalen Friedensplan zu übersetzen!
01:32:26: Und wieder nach Osten ist dabei auch die große Seenregion geprägt von einer asymetrischen Rwanda dominierten militärischen Ordnung, aber eben nicht von einem geteilten umfassenden Friedensprojekt.
01:32:40: Die demokratische Republik Kongu ist geschwächt, innerlich fragmentiert und voller Groll über Rwandas feindselige Präsenz.
01:32:46: Brundi ist militärisch angeschlagen und wirtschaftlich erschöpft.
01:32:50: Und Uganda ist vor allem darauf bedacht, Wohanda daran zu hindern seinen Einfluss noch weiter ins kongolesische Territorium auszudehnen.
01:32:56: – kurze Einblicke die ebenfalls die Anderswo spiegeln.
01:33:00: Ein zerstörter und im wahrsten Sinne ausgebrannter Libanon als unlösbarer Dauerkonflikt ein wirtschaftliche gebrochenes Ägypten immer am Rand des Zusammenbruchs Die Golf starten irgendwo zwischen Annäherung, US-Abhängigkeit und Abgrenzung.
01:33:16: Ein Iran weiter stabil und immer gefährlich für die ganze Welt wie wir nun wissen aber auch an der Grenze zum wirtschaftlichen Zerfall und immer so weiter.
01:33:25: Und dazwischen Israel mit verantwortlich und der große Nutzenieser dieser regionalen Machtverschiebung dadurch aber auch in einer Situation die Bedrohung konstant reproduziert und es damit schwer macht mit dem Kämpfen auch wieder irgendwann aufzuhören über die einzelne Regierung hinaus, um die eigenen Gewinne dann in eine irgendwie tragbare dauerhafte regionale Ordnung zu übertragen.
01:33:49: Die ohne konstante Besatzung und Nächte im Bunker auskommt.
01:33:53: Was Rwanda's eigentliche strategische Absicht ist bleibt dabei aber zumindest unklarer – auch innerhalb der rwandischen Führung selbst.
01:34:01: Verfolgt das Land die militärische Macht als Selbstzweck?
01:34:05: ähnlich wie Israel oder Russland, die militärische Abschreckung zu einer Art nationalem strategischen Ziel erhoben haben.
01:34:12: In einem Modell in dem Sicherheit gleichzeitig Mitte und Zweck ist auf Kosten politischer Versöhnungen und langfristiger Legitimität?
01:34:20: Oder überwiegen die innenpolitischen Motivationen, die tatsächlich zumindest in Teilen mal einen deutlichen Kontrast dazustellen.
01:34:28: zum Vergleichstaat Israel?
01:34:30: Denn anders als dieser, dessen Kriege vor allem sehr viel Geld kosten Und die wirtschaftliche Lage eher anspannen, verdient Rwanda am Krieg und Kongo.
01:34:38: Und zwar so viel dass es den so entscheidenden Sicherheits- und Verteiligungsapparat des Landes der seit langem als Fundament nationaler Stabilität präsentiert wird inzwischen entscheiden mit finanziert und überhaupt ermöglicht.
01:34:50: Der verstärkte Zugriff auf strategische Ressourcen verschafft dem Regime also fiskalischen Spielraum nicht zuletzt auch um beides zu haben Ein starkes, autoritär geführtes Militär.
01:35:01: Ein militarisierter Staat und eine Proxyarmee aber auch ein mit den Möglichkeiten die sozialen Erwartungen einer schnell wachsenden jungen Bevölkerung gleichzeitig zu managen und aufzubefrieden.
01:35:13: Und beides dient natürlich dem politischen Machterhalt.
01:35:17: Das allein könnte sicherlich schon Motivator genug sein Denn der Krieg und die Besetzung des Kongos sind fiskalische und machtpolitische Stabilitätsgaranten wertvoller selbst als die Beziehungen zu den USA offenbar.
01:35:29: Aber hinzu kommt vielleicht auch noch ein zweites Motiv, das nun wieder sehr nah bei Israel ist.
01:35:35: Denn während der Generationen, die den Befreiungskrieg von fourneinzehn vierund neunzig geführt hat eilmählich aus dem aktiven Dienst ausscheidet Könnte das aufrechterhalten eines Konfliktszustands mit der Demokratischen Republik Kongo auch dazu dienen, ein Kriegsetos unter jüngeren Generationen zu erhalten?
01:35:52: Der Disziplin und nationale Loyalität verstärkt.
01:35:56: Und ich denke – auch hier ist die Parallelahe eindeutig!
01:35:59: Ein Staatskonstrukt gebaut stärker als alles andere auf den Narrativ der Selbstverteidigung welches eine zunehmende Militarisierung bedingt hat In Politik, aber auch Gesellschaft fokussiert auf dieses eine Ziel an dem kein politischer Akteur vorbeikam und kommt.
01:36:15: Und dass sich in der Folge immer weiter radikalisiert hat.
01:36:18: Während sich die nachvollziehbare Notwendigkeit von Abschreckung im Zuge des eigenen Zuwachs an militärischer Macht zu einem Diskurs um Dominanz zugespitzt hat.
01:36:29: Geschickt genutzt und geschaffen von Figuren wie Kagame aber auch Netanyahu, die aus ihrem Sicherheitsversprechen und den nationalen Traumantat eine constante Rally-Around-The-Fleck gemacht haben.
01:36:41: Die vor allem ihre politische Macht stärkt und stabilisiert – und die das feindliche Gegenüber dabei braucht.
01:36:48: für die eigene Erzählung genauso wie den konstanten Konflikt der das nationale Trauma am Leben hält und damit immer neue Generationen schafft, die dieses Verinnerlichen und dafür kämpfen werden!
01:37:01: Und man muss anerkennen, zumindest aus Perspektive der jeweiligen Gestalter dieser nationalen Ordnung es funktioniert.
01:37:07: Wahrscheinlich auch über ihre Amtszeit hinaus wenn andere vielleicht noch radikalere Nachrücken.
01:37:13: Die augenscheinliche Struktur der Nähe zwischen Israel und Ruanda gerade die nach innen wie nach außen gerichtete Militarisierung ist dabei aber vielleicht sogar über diese Länder hinaus beispielhaft Denn sie sind vielleicht einfach die Ersten, die sich bereits auf eine post-Ukrainische internationale Ordnung vorbereitet haben.
01:37:32: In der Staaten nicht länger Zögern ererbte Grenzen und langjährige territoriale Normen in Frage zu stellen.
01:37:38: Sie sind also weniger... Ausreißer, spezifische Sonderfälle als vielmehr Vorreiter einer globalen Entwicklung.
01:37:46: In der auch andere versuchen werden und dies schon tun das Modell der Smart Power zu kopieren wie schon die konstant steigenden Rüstung ausgaben überall auf der Welt anzeigen um in den Lücken der multipolaren Ordnung regionale Hegemonie zu etabliern und dabei nicht zuletzt auch die eigenen Schwächen und Bedrohungen zur Legitimierung für eigene Gewalt zu nutzen.
01:38:08: An einer ISS-Analyse der regionalen Eskalation im Dezember zwanzig fünfundzwanzig im Kongo lässt sich das konkret verankern.
01:38:16: Denn warum scheitern eigentlich alle Friedensprozesse daran, die Eskalations zu verhindern?
01:38:22: Warum gelingt es nicht Rwanda trotz US-Einsatz und Sanktionen politisch einzuhägen?
01:38:28: Drei Gründe werden dort benannt.
01:38:31: Erstens – Die Washington Accords schließen M-Dreifundzwanzig selbst gar nicht ein!
01:38:36: Die Gruppe verhandelt Parallel in einem separaten Doa-Track, der trotz eines im November erreichten Rahmenabkommens kaum Fortschritte bei einem tatsächlichen Waffenstehstand macht.
01:38:46: und Rwanda unterstützt M. XXIII, der weil weiterhin während der Kongo nicht bereit ist, der Gruppe Zugesternisse zu machen.
01:38:53: Eine Situation also wie sie sich im Nahen Osten ganz ähnlich darstellt wenn auch unter anderem vorzeichen Denn auch dort ist vor allem die Frage, um die Nichtstaatlichen Akteure Hamas Hisbollah entscheidend und heisst die Konflikte immer wieder an durch sie selbst oder eben als Vorwand.
01:39:11: Gleichzeitig werden Sie in keinem Prozess als legitimer Verhandlungspartner akzeptiert und integriert was dazu führt dass Sie in den entscheidenden Verhandlungen immer fehlen und diese in der Folge umso wackeliger und leichter zu topedieren sind.
01:39:26: Und auch hier sind es vor allem Ruanda und Israel, die das immer wieder als Chance für fortgesetzte Aggression nutzen.
01:39:32: Wohlwissend dass der politische und militärische Arm Washingtons kaum in der Lage ist Druck auf den nicht staatlichen Akteure aufzubauen und es seit dem Debakeln in Irak und Afghanistan auch nicht mehr in der gleichen Wehemenz versuchen wird.
01:39:47: Zweitens bleibt auch deshalb der internationale Druck auf die zentralen Konfliktparteien letztlich zu begrenzt.
01:39:53: Zwangsinstrumente wie Sanktionen vielen weitgehend oder sind mehr Fassade, während die USA und Qatar in beiden Fällen ihre Vermittlerrolle nutzen um eigene Investitionen- und Rohstoffzugang über DRC und Rwanda zu sichern aber eben auch auf das Öl des Golfes.
01:40:08: Und die Kosten einer Kriegsausweitung sind daher sowohl für Rwander als auch Israel letztlich gering.
01:40:15: Sie profitieren von der Schwächung internationaler Normen gegen Aggression, während demokratischer Rückschritt und sich verschlechterne politische Stabilität in der Demokratischen Republik Kongo oder im Libanon nur verhaltene internationale Reaktionen auslösen.
01:40:30: Und drittens – das schließt an erstens an – übersehen alle Friedensprozesse die ineinander verschränkten internen und regionalen Triebkräfte des Konflikts Denn bei der M. XXIII-Rebellion im Osten der demokratischen Republik Kongo geht es eben nicht nur um M.XVIII, sondern sie spiegelt letztlich eine breitere bewaffnete Mobilisierung wieder verwurzelt in ungelösten Konflikten um Land, lokale Macht und die Präsenz aus den Nischer Rebelliengruppen – und letztendlich natürlich den Zugang zu den wirtschaftlichen Potenzialen.
01:41:04: Und befeuert Sie zugleich!
01:41:06: Vermeintliche Patentlösungen wie die im Washington Deal vorgesehenen Neutralisierung der FDLR werden daher kaum Erfolg haben, genauso wenig wie bei der Hamas ohne diese tiefer liegende Mobilisierungsdynamik irgendwie anzugehen.
01:41:21: Was dieser Gemengelager am Ende zeigt ist zunächst mit Blick auf den Kongo eine Region in der praktisch jeder relevante internationale Mechanismus seines UN-Friedensgruppen afrikanisch geführte Verhandlungen amerikanisch vermittelte Verträge gleichzeitig existieren Ohne aber, dass einer davon in der Lage wäre die zugrunde liegende Dynamik tatsächlich zu verändern oder das auch überhaupt versucht.
01:41:45: Ein Staat, der seine Mineralien nicht selbst kontrolliert ein Nachbar, der militärisch übermächtig ist und davon wirtschaftlich profitiert Und eine internationale Gemeinschaft deren wichtigste Akteure Selbstinteressenten an genau jenen Ressourcen sind über deren Kontrolle der Konflikt geführt wird.
01:42:02: Darüber hinaus zeigt der Vergleich aber beispielhaft auch welche Akteure zumindest noch die großen Nutznieser dieser Entwicklung sind wie der globalen Entwicklungen.
01:42:12: Sei es der Konflikt zwischen China und den USA, der sie zu relevantem unabdingbaren Sicherheitspartnern macht oder die transaktionale Politik von Donald Trump und die normantiven Lücken, die sie lässt.
01:42:26: Dabei heißt das natürlich nicht, dass jedes Land dem Nageifern könnte – die Bedingungen sind dann doch recht spezifisch Um und in den Ländern.
01:42:33: grundsätzlich zeichnet sich aber ein Bild ab, das ich auch auf andere Weltregionen übertragen ließe.
01:42:39: Die in Folge langer Konflikte natürlich auch wirtschaftlicher Ausbeutung im Zerfallen begriffen sind – und einzelnen Staaten damit aber auch ermöglichen sie militärisch zu dominieren wenn diese wiederum ihre diplomatischen und politischen Mittel allen voran das eigene Sicherheitszilemma dabei nach außen wie nach innen als Instrument nutzen.
01:43:06: Nun haben wir viel über Aspekte gesprochen, die weit über den Kongo selbst hinausgehen.
01:43:11: Aber ich habe ja auch schon beim ersten Mal angekündigt wie sich dort Weltgeschichte quasi schon lange konzentriert und auch potenziert.
01:43:18: aber kehren wir daher noch einmal auf dessen Boden zurück denn die Entwicklung im Großen hat natürlich auch ganz konkrete Wirkung im Kleinen.
01:43:25: Beim letzten Mal haben wir daher schon über den Visibility, den Machbarkeitsmechanismus gesprochen.
01:43:31: Also über die Erkenntnis dass die Konflikte um die Rohstoffe nicht nur von globalen Preisentwicklungen angefeuert werden sondern sich vor allem auch daher konstant reproduzieren und ausweiten weil sie als quasi unerschöpfliche Geldquelle dienen Die längere Konflikte überhaupt erst ermöglicht Getrieben von einem Finanzierungsmodell für vor allem nicht staatliche Akteure das mal über die tatsächliche eigene Explorationen von Rohstoffen und Mineralen läuft, viel öfter aber noch über die Erhebung von Schutzgeldern – zum Beispiel von internationalen Unternehmen.
01:44:05: Aber eben auch von Kleinschörfern, die damit die Finanzierungsschwelle für einen langfristigen Aufstand senken.
01:44:12: Gerade diese Kleinscherfer fallen dabei aber nur allzu leicht unter den Tisch!
01:44:16: Wirken sie angesichts der enormen Summen, die im Gewaltunternehmertum stecken doch oft eher wie eine Randerscheinung am untersten Ende einer langen Kette von Milliarden.
01:44:28: Kleinschöffer sind jedoch nicht nur allgegenwärtig in Kongo sondern auch viel unmittelbarer mit dem großen Geschäfterbunden als man vielleicht erst mal meinen würde Denn konkret handelt es sich dabei um hunderttausende, vielleicht inzwischen sogar Millionen von Menschen.
01:44:45: So genannte Small Scale Miners, kurz ASMs die ohne industrielle Aufrüstung nach Quartan, Gold, Kasserid und zunehmend auch Kobaltgraben.
01:44:56: ein riesiger unregulierter Markt also verteilt über das riesige Land der Tausende zu den wenigen Wasserlöchern der wirtschaftlichen Beteiligung führt In den Dschungel zu den Minenschächten und einfachen Löchern im Boden aus denen sie dann jedes Jahr hunderte Tonnen von Sediment schleppen, bevor diese wiederum mit Hunderttausenden Litern Wasser und auch extrem schädlichen Chemikalien wie Quecksilber wieder fortgewaschen werden bis wenige Gramm Gold oder andere Schätze bleiben.
01:45:25: Soweit weg dieser ineffiziente unkontrollierte und unstrukturierter Arbeit von der Hand in den Sand dabei aber auch wirken mag im Kontrast zur effizienten professionellisierten Abbaupraktik im industriellen Maßstab.
01:45:40: Diese Schattenwirtschaft lässt sich nicht aus dem großen Ganzen lösen.
01:45:43: Ganz im Gegenteil, sie ist essenzieller Teil des Gesamtmarktes.
01:45:49: Dann hat das Material erstmal die Mine verlassen – wer weiß da schon so genau wo es herkommt?
01:45:54: Wer interessiert sich überhaupt dafür?
01:45:57: Endet es doch am Ende auf dem selben Zug!
01:45:59: Auf den selben Markt in der selben Lieferkette auch jenen, die formal von großen börsennotierten Unternehmen kontrolliert werden Denn die Grenzen zwischen industriellem und individuellen Abbau sind im Osten des Krongos in der Regel fließend.
01:46:14: Nicht zuletzt, weil bewaffnete Gruppen genau an dieser Grenze operieren als lokale Sicherheitsgaranten oder als Vermittler zwischen Abbaugebiet- und privaten Unternehmen auftreten – ebenso wie als Schmuggler!
01:46:29: Bevor wir die fatalen Konsequenzen dessen aber weiter verfolgen, gerade was es bedeutet wenn nun immer mehr Unternehmen und Investoren auf diesen Markt strömen wie durch den neuen Vereinbarungen mit den USA sollten wir das jedoch ein bisschen konkretisieren.
01:46:43: Denn nicht jedes kritische Mineral ist gleichzeitig auch ein konfliktanfälliges Mineral.
01:46:49: Bauxit, Lithium und Grafit lassen sich zum Beispiel eigentlich nur im industriellen Maßstab profitabel abbauen.
01:46:57: Bauxit und Grafit haben zudem auch ein vergleichsweise niedriges Wertgewichtverhältnis, was dafür führt dass diese Rohstoffe zum Beispiel für nicht staatliche bewaffnete Gruppen für Rebellen, Armeen und Minizen deutlich weniger attraktiv sind.
01:47:12: Man kann sie schlicht schlecht in klein Mengen abbauen und auch schwer transportieren und das Geschäft lohnt sich daher kaum.
01:47:20: Wobei Lithium zwar Erheblich höhere Marktpreise erzielt, aber die technologischen und kapitalintensiven Anförderung für seine Gewinnungen ist ebenfalls weitgehend außerhalb der Kategorie klassischer Konfliktmineralien stellen.
01:47:35: Kobalt hingegen ist der komplizierte Sonderfall – und genau deshalb für unsere Geschichte auch besonders zentral.
01:47:41: Denn es lässt sich sowohl von Hand im kleinen Maßstab als auch industriell abbauen.
01:47:47: Weshalb?
01:47:48: Wenig verwunderlich, sogar bis zu zwanzig Prozent der gesamten kongolesischen Kobaltproduktion aus eben jenem Handabbau stammt.
01:47:57: Der Rest aus großen Tagebauminen die meist gleichzeitig auch Kupfer fördern.
01:48:02: Ein signifikanter Teil des Gesamtmarktes, zwanzich Prozent wird hier also durch Kleinschörfer geschaffen, die in den seltensten Fällen unabhängig agieren.
01:48:11: oder man könnte auch sagen bereits jetzt Stammt.
01:48:14: zwanzig Prozent des kongolesischen Kobalt aus irregulären Minen und damit in vielen Fällen der Gewaltökonomie, finanzieren diese über die Einspeisung in die Lieferketten mit.
01:48:26: Begleitet von einer in diesem Kleinscherfer-Sektor überproportional hohen Ausbeutungen von Kinderarbeitern, Sklaverei, Zwangsarbeit, Schulknechtschaft, Menschenhandel, gefährlichen und toxischen Arbeitsbedingungen, erbärmlichen Löhnen, Verletzungen und Todesfälle sowie kaum zu beziffernden Umweltschäden.
01:48:44: Internationale Initiativen versuchen daher seit Jahren diese Lieferketten transparenter zu machen.
01:48:49: Am bekanntesten dabei die Extractive Industries Transparency Initiative, kurz EITI und das Zertifizierungssystem der internationalen Konferenz zur großen Seenregion, kurz GLR speziell für Quartan-, Kasseterit-, Wolfram- und Gold.
01:49:06: Das Problem ist also bekannt und wird politisch auch nicht ignoriert Zumindest von afrikanischen Staaten, die schon in vielen Fällen aus Eigeninteresse die Notwendigkeit sehen.
01:49:15: Vor allem die illegalen Geldschröme zu stoppen Die militante Gruppen im ganz zentral Afrika finanzieren während das Geld an den eigenen Staatskassen vorbeifließt über einen Rohstoffmarkt der E von extern dominiert wird und ihnen wenig Zugriffsmöglichkeiten liefert.
01:49:31: Und die Initiativen zeigen dabei auch tatsächlich Erfolg wie diverse Studien inzwischen abbilden Die zu dem nahe legen, dass Transparenz die erste notwendige Bedingung ist.
01:49:43: Nicht nur um die illegalen Geschäfte zu stoppen sondern damit auch die Gewaltentwicklung.
01:49:47: denn ohne zu wissen wo und wie illegal geschärfte Rohstoffe die regulären Märkte erreichen wird es kaum möglich sein den Geldern zuzudrehen und damit zumindest einen Teil der fatalen Folgen der internationalen Rohstoffausbeutung auf eigenem Boden zu unterbinden.
01:50:03: Die Initiativen zeigen aber auch Der Maßstab ist noch viel zu klein.
01:50:08: Kaum verwunderlich angesichts des Marktgeschehens, das wir bis hierhin abgebildet haben.
01:50:13: Inklusive Schmuggelrouten über diverse Ländergrenzen die mangelnde staatliche Kontrolle und Verlässlichkeit Das extreme externe wirtschaftliche und strategische Interesse Und die Milliarden, die mit ihm verbunden sind und sich nicht darum scheren wo die Rohstoffe herkommen und wem er dafür bezahlen muss.
01:50:32: Denn die Grundstruktur in dieser Folge beschrieben Großmächte, die um Konzessionen, Minderheitsbeteiligung und Infrastrukturkorridore konkurrieren findet auf einer Ebene oberhalb der Kleinschöfer statt fast ohne sie je zu berühren.
01:50:46: Was aber eben nicht bedeutet dass diese beiden Ebenen auch tatsächlich getrennt werden sowie mit Blick auf die einzelne Lieferkette als auch im Großen Ganzen.
01:50:56: Denn es ist diese Doppelstruktur internationale Hochfinanz auf der einen und die informelle Subsistenzwirtschaft mit bewaffnender Beteiligung auf der anderen Seite, welche die Bedingungen schafft in denen auch das illegale Geschäft lorieren kann.
01:51:12: Was natürlich zum einen damit zu tun hat dass sich internationale Investoren und Unternehmen wenig um Rechenschaft, Transparenz und Menschenrechte kümmern keine Überraschung hier Und den Abbaustarten ihrerseits.
01:51:24: die Möglichkeit zur Regulierung in vielen Fällen fehlt wegen Kosten, staatlicher Schwäche aber auch dem ungleichen Machtverhältnissen gegenüber den internationalen Interessen.
01:51:33: Aber noch grundsätzlicher ist es auch einfach das internationale Geschäft an sich dass sie Tür zum illegalen Handel öffnet.
01:51:41: Denn auch Schmuggler sind ja am Ende des Tages schlicht auf Infrastruktur angewiesen Auf Straßen, auf Zugtraßen, auf Energie und Wasser.
01:51:49: Und je mehr Akteure auf den kongolesischen Markt und nach Zentralafrika strömen... Umso einfacher sind deren Kapazitäten abzuzweigen und illegal nutzbar zu machen, gerade wenn sie sich nicht so richtig dafür interessieren.
01:52:02: Genauso wie sich illegale Abbau natürlich viel leichter verstecken lässt und einfließen kann in die Lieferketten ihr größer die Anzahl von Akteuren und dominanten strategischen Interessen dies ermöglichen das illegale Geschäft hinter immer größeren regulären Rohstoffextraktionsprojekten zu verstecken.
01:52:21: Und insofern muss man schlicht festzeiten, jeder Akteur sei das China oder die USA, die diesen Markt und konkret die Exploration ausbauen.
01:52:30: Das Geschäft damit immer undurchsichtiger, denn transparenter machen trägt direkt seinen Teil dazu bei unabhängig von Schutzgelderpressung und Entkernungen der wirtschaftlichen Summarinität an sich auch den illegalen Markt konstant zu vergrößern und florieren zu lassen.
01:52:47: Im Zuge dessen auch noch die finanziellen Kapazitäten, die eigentlich in den Staatskassen vor Ort landen sollten.
01:52:52: Um eben jenes Geschäft zu kontrollieren und zu regulieren.
01:52:56: selbst vereinnahmen ist natürlich ebenso eingeplanter Teil eines Systems von dem viele profitieren vor Ort wie im Ausland außer eben die Mehrheit der hundert Millionen Kongolesinnen Verstärkt noch durch die strategische Bedeutung des Wettstreits auf konkurrisischen Boden der neue Transparenz-Initiativen und die irgendwie geasete Kontrolle noch erheblich erschweren wird, auch in Zukunft.
01:53:22: Weshalb sich nun auch schon vorwegnehmen lässt – obwohl die wirtschaftliche US-Integration in den konkurisischen Markt noch in den Kinderschuhen steckt dass auch diese und das wohl in erheblichen Maße ganz im Gegenteil zur Friedensrhetorik nicht nur ein weiteres Ausbeutungsprojekt darstellt, sondern auch ein Förderprogramm für die Gewaltökonomie, die das Land weiter zerreißt und die der Hoffnung auf Frieden strukturell bereits im Keim erstickt.
01:53:47: Die Doppelstrukturen aus regulären und irregulären Markt bauen vielmehr aufeinander auf – der eine garantiert das Überleben des anderen, aber eben auch andersherum.
01:53:57: Da ein Konstant von gewaltzerrissendes Land dem Milliarden durch die Finger gehen, durch illegalen Raubbau schließt sich auch ein einfaches Opfer bleibt für politischen Einfluss von außen und damit die dauerhafte Implementierung ausbeuterischer zwischenstaatlicher Verhältnisse immer angewiesen auf Sicherheitsgarantien.
01:54:25: Bevor wir für dieses Mal zum Ende kommen werfen mir den Blick einen wenig voraus auf eine Frage, die uns dann vor allem in der letzten Folge zu diesem Thema beschäftigen wird.
01:54:33: Wie sehe das aus?
01:54:34: wenn ein afrikanischer Staat tatsächlich versucht, Wertschöpfung im eigenen Land zu erzwingen und das Machtverhältnis umzudrehen.
01:54:43: Und tatsächlich gibt es dafür längst Beispiele – allen voran in einem ansonsten eher wenig beachteten Land nämlich Simpapfe, dass an einer grundsätzlich ganz ähnlichen Situation wie der Kongo steckt damit aber ganz anders umgeht und im Zuge dessen zwischenzeitlich auch schon einmal internationale Schlagzeilen gemacht hat.
01:55:03: Denn Simbapwe verfügt mit dem Bikita-Projekt über die größte bekannte Lithiumlagerstätte der Welt.
01:55:10: Mit geschätzten elf Millionen Tonnen an Reserven.
01:55:13: und auch dort, der Abbau findet bereits seit den Neunzehundertvierzigern statt – allerdings bislang fast ausschließlich für die Keramik und Glasindustrie, weil das dortige Lithium nicht in der für Batterien geeigneten Form vorliegt.
01:55:26: Aber auch darüber verfügt das Land.
01:55:28: Batterietaugliches Lithium kommt stattdessen inzwischen aus neuen Projekten wie Akkadia, dass sich seit Jahrzehntzweiundzwanzig natürlich im Besitz des chinesischen Unternehmens Chejang-Huaii Kobalt befindet gekauft für vierhundert zwanzig Millionen Dollar vom australischen Unternehmen Prospect Resources.
01:55:47: Die Grundbedingungen ähneln sich also ganz offensichtlich zwischen den Kongo und Zimbabwe.
01:55:52: Anders als im Kongo jedoch Schon im Dezember-Zwanzig-Zweiundzwanzig verhängt die sympathische Regierung ein Exportverbot für unverarbeitetes Lithium.
01:56:01: Mit einer Logik dahinter, die sich an anderen internationalen Vorreitern orientiert.
01:56:06: Konkret!
01:56:07: Indonisien, dass das Jahr zwanzig ein vergleichbares Verbot für unverarbeitetes Nickel erlassen hatte mit dem Effekt, dass internationale vor allem chinesische Unternehmen massiv in die Verarbeitungskapazität vor Ort investieren mussten weil ihnen schlicht keine andere Wahl blieb wenn sie dann weiter am indonesischen Nickel verdienen wollten und dessen Export auch politisch garantieren.
01:56:30: Das Gu-Abhängigkeitsverhältnis, also zu erkennen und dann im eigenen nationalen Interesse auszunutzen.
01:56:36: Die offene Konfrontation hat sich also ganz offensichtlich für Indonesien gelohnt.
01:56:41: Und in den Jahr zwanzig zweiundzwanzig versucht daher nun Simbapwe dieses Modell zu wiederholen.
01:56:47: Nicht zuletzt weil mehrere der in Indonesien aktiven chinesischen Konzerne auch in Simbapo im Lithiumgeschäft arrangiert sind.
01:56:55: Man nachvollziehbarerweise in Simbakve wohl hofft Naja, da diese ja schon einmal Zugeständnisse gemacht haben sind sie vielleicht grundsätzlich auch erneut dazu bereit.
01:57:06: Die ersten Reaktionen der betroffenen chinesischen Unternehmen sind allerdings ebenso wenig überraschend eher widerständig und nehmen allen erwartbaren Gründen dafür gibt es tatsächlich auch ein paar durchaus nachvollziehbare die ein weiteres für uns relevantes strukturelles Problem hier zum Ende hin nochmal offenlegen.
01:57:24: Denn Und darüber beschweren sich auch die chinesischen Firmen direkt öffentlich.
01:57:29: Die schieren physischen Anforderungen, die eine Verarbeitung vor Ort mit sich bringen würde sind gewaltig wesentlich gewaltiger als die für indonesisches Nickel – wie schon der kurze Blick auf die Lithium-Verarbeitungskette zeigt!
01:57:43: Denn für jede Tonne batterietaugliches Lithium-Karbonat werden allein, zwei tausend achthundert Kilowattstunden grüne Energie benötigt, fünfhundert bis sechshundert Kubikmeter Erdgas.
01:57:54: Zwei Komma zwei Tonnen konzentrierte Schwefelsäure, zwei Tonn Natriumkabonat erster Güte, zwanzig Kilogramm Natriumhydroxid, vier Tonnen Kalsiumpulver und eins Komma sechs Tonnen Lebensmittel echtes Kohlendioxid.
01:58:07: Eine Aufzählung, die wahrscheinlich direkt bereits Assoziationen weckt an die Antike Erzählung des Herkules.
01:58:12: Vielfach kopiert.
01:58:14: Dem von einem Eifersüchtigen König eine unmögliche Liste von Aufgaben gestellt wird, damit er daran scheitert.
01:58:20: Nur das ist im Fall von Symbapfel die schlichte Realität der hochtechnologisierten Lithiumverarbeitung ist, die dieser Anforderungen stellt was vielleicht mehr über die Tiefe der industriellen Wertschöpfungsgerte aussagt als jede abstrakte Debatte.
01:58:35: Denn Elitiumverarbeitung ist nicht einfach ein zusätzlicher Produktionsschritt.
01:58:40: Sie erfordert eine ganze chemische Industrie, die in den meisten afrikanischen Ländern schlicht nicht existiert – genauso wenig wie oft die Grundlagen um sie überhaupt zu errichten!
01:58:50: Für das größere Geschäft mit dem Mineral reicht es, also nicht das Material einfach auszubuddeln und im Land zu halten zur Weiterverarbeitung in irgendwelchen Schmelzöfen wie man sich das jetzt vielleicht erstmal so vorstellen würde.
01:59:03: Sondern darum herum muss erst eine ganze extrem effiziente und vor allem extrem gut vernetzte Verarbeitungsstruktur wachsen die diverses Know-how, Materialien und vor allen energetische Bedingungen erfüllen muss die ihrerseits eine politische Koordination und hohes konstantes Investment erfordern, um ganz neue Industriezweige überhaupt erst mal zu schaffen.
01:59:27: Eine Aufgabe, die schon China Jahrzehnte gekostet hat und sich daher zumindest schnell in wohl kaum einem afrikanischen Land handhabbar managen lässt – so auch im Zimbabwe, dass weder über einen industriellen robusten Chemiesektor verfügt noch über die nötige Energie, um ihn überhaupt am Laufen zu halten!
01:59:46: Schaut man etwas genauer hin, wirkt die von außen so nachvollziehbare Forderung nach Verarbeitung im Land daher schnell nach einer unerfüllbaren – selbst wenn der Wille desgegenüber Star wäre.
01:59:58: Die Pointe ist jedoch eine andere.
02:00:01: Denn anders als man vielleicht erwarten würde auf eine Phase des Widerstands chinesischer Unternehmen folgten nicht etwa die dauerhafte politische und wirtschaftliche Abkühlung mit China oder gar der Rückzug aus dem Bapfel.
02:00:14: ganz im Gegenteil Trotz aller auch nahvollziehbaren Hemmnisse, die chinesischen Unternehmen bauen die Strukturen letztlich tatsächlich.
02:00:23: Oder zumindest beginnen sie damit.
02:00:25: und bereits zwanzig, dreiundzwanzig und dann vierundzwantig gehen sogar mehrere Lithium-Konzentrationsanlagen in Sebapfel in Betrieb – eine erste grundlegende Verarbeitungsstufe, die das Rohmaterial konzentriert bevor es zu hoch rein im Lithiumkarbonat weiterverarbeitet wird.
02:00:41: Und im ersten Quartal zwanzzig, sechsundzwzig nimmt dann sogar am Akadeerstandort Afrikas erste Lithium-Sulfatanlage ihren Betrieb auf, immerhin eine Vierhundert Millionen Dollar Investition.
02:00:53: Der Haken daran kommt allerdings wenig überraschend – denn das Ganze ist natürlich vollständig im Besitz chinesischer Unternehmen.
02:01:02: Vollständig in chinesische Lieferketten integriert und die Produktion natürlich ausschließlich für Chinesische und dann noch ein paar südkoreadensche Batteriehersteller.
02:01:12: Simbapfels Exportverbot hat also zwar tatsächlich dafür gesorgt, dass die Verarbeitung jetzt im Land selbst stattfindet.
02:01:19: Das ist ein realer Erfolg gegenüber dem reinen Rohstoffexport, den wir aus dem Kongo kennen und daher sollte man ihn auch nicht unterbewerten.
02:01:27: aber der große Profiteur bleibt letztlich China.
02:01:31: Die Wertschöpfung wandert von der Mine eine Stufe weiter Aber sie bleibt letztendlich im selben ausländischen Besitz nur jetzt innerhalb der Landesgrenzen Simbaphils Stadt außerhalb Was nicht bedeutungslos ist, aber deutlich macht wie lang der Weg ist zu mehr Kontrolle über die eigenen Rohstoffe selbst wenn afrikanische Staaten ihn mit sehr viel politischem Einsatz forcieren.
02:01:53: Womit auch das sympathische Modell letztlich zeigt.
02:01:55: ein Exportverbot kann tatsächlich Verarbeitungskapazität im Land erzwingen Aber es verändert eben nichts an der Eigentumsfrage Wenn das dann selbst weder das Kapital noch die Technologie für eine eigene unabhängige Industrie hat.
02:02:11: Und diese Differenz ist es auch, warum Analysen der afrikanischen Entwicklungsbank betonen.
02:02:15: Dass Indonesiens Nikkeler Volk eher die Ausnahme als die Regel ist – ein Land mit eigenem industriellen Unterbau, eigenem Kapitalmarktzugang und einer Regierung, die über Jahre konsequent an dieser Politik festgehalten hat.
02:02:31: Zymbapha hat versucht dieses Modell zu kopieren und zumindest einen Teil Erfolg erzielt.
02:02:36: mehr Verarbeitung aber letztlich keine Wertschöpfungskette Das ist die realistische Obergrenze dessen, was selbst ein entschlossenes Exportverbot derzeit in den meisten afrikanischen Bergbau Ländern erreichen kann.
02:02:48: Und es ist eine Erwartungskorrektur bevor wir uns dann in Folge drei ansehen, was die demokratische Republik Kongo und die Afrika Union insgesamt planen und wo die Grenzen nationaler Strategien liegen und transnationale Bündnisse nötig sein werden.
02:03:12: Wenn man diese ganze Gemengenlage nun zusammenführt, China mit seiner über Jahrzehnte aufgebauten Dominanz die USA mit ihrem neuen transaktionalen Zugriff.
02:03:22: Die Lobbyindustrie, die diesen Zugriffs in handfestes Dollarsum übersetzt Rwanda mit seiner militärischen Smartpower, aber auch die technischen und strukturellen Hürden.
02:03:32: Oft eine konstante Seite Kolonialzeit.
02:03:35: Dann zeigt sich ein Bild das deutlich komplexer ist als die einfach Erzählung von der Westen gegen China oder Ausbeutung gegen Entwicklung.
02:03:44: Was alle externen Akteure dabei eint – ungeachtet ihrer unterschiedlichen Rhetorik ist ein gemeinsames struktures Interesse!
02:03:50: Zugang zu den Mineralien des Kongo, zur möglichst günstigen Konditionen zu sichern – bevor die jeweilige Konkurrenz das tut.
02:03:57: Und die Strategien und Methoden haben sich dabei zunehmend angeglichen.
02:04:02: Der Fokus auf die reine Konkurrence an sich unterschlägt allerdings auch nur allzu leicht dass sich die Strukturen auch an vielen Stellen überschneiden oder sogar aufeinander aufbauen.
02:04:13: So wie die konstante Gewalt und Bedrohungslage des kongolizischen Staates für externes Investment, nicht nur ein Risiko und eine Bedrohrung ist – sondern auch ein Garant für eigene Interessendurchsätze.
02:04:27: Und ein ausbautes, reguliertem, industrialisierten Geschäfts wiederum gleichzeitig eine Lifeline für den illegalen Markt!
02:04:34: Genauso wie Rwanda durch sein Eskalationspotenzial, zwar droht die Gewalt weiter auszuweiten und das Geschäft zu beeinträchtigen.
02:04:42: Gleichzeitig aber auch Partner ist oder nur gerne angenommene Rechtfertigung für einen Trump-Deal der einzig den USA mehr Kontrolle über das Geschäft im Kongo garantiert während auch Rwandas sich seinen Anteil langfristig einverleibt.
02:04:56: Angesichts dessen wirkt Widerstand einigermaßen aussitzlos und auch das Modell Simbapfels zeigt es letztlich.
02:05:03: Bisher verbessert der offene Konkurrenzkampf die Verhandlungspositionen der afrikanischen Rohstoffstaaten kaum.
02:05:09: Und auch die strukturellen Probleme ähnen sich dabei über die Landesgrenzen hinweg, vor allem mit Blick auf eine grundlegende, struktuelle Barriere, die wir heute immer mal wieder am Rande behandelt haben – das Energiedefizit!
02:05:22: Im.
02:05:22: Neralverarbeitung ist schlicht hochgradig energieintensiv und der kolonisische Bergbausektor hat allein ein StromdefizIT von neunhundert Megawatt.
02:05:31: Viele Unternehmen sind daher gezwungen Strom aus Sambia zu importieren oder Generatoren zu nutzen, was die Betriebskosten erheblich erhöht.
02:05:39: Man ist abhängig von Nachbarn, die Strom liefern.
02:05:42: Man ist damit aber eben auch abhängiger von Nachbern, die in vielen Fällen Verträge mit China haben oder selbst energiepolitisch abhängige sind.
02:05:48: und so ist es bei Ende kaum möglich überhaupt die Grundlagen zu schaffen um im eigenen Land einigermaßen effizient und damit konkurrenzfähig zu produzieren auf nationaler Basis ohne die externen Akteure selbst wenn man know how und die Mittel zur Verfügung hätte um eigene Industrien aufzubauen.
02:06:07: Das Beispiel Energie zeigt aber auch, wo es Möglichkeiten gäbe konkret anzusetzen um die Ausgangslage entscheiden zu verändern und damit zumindest mal die Bedingungen zu schaffen in den afrikanischen Staaten eigenständiger agieren könnten.
02:06:22: Denn wie wir in Folge eins angerissen haben der Kongo verfügt ja auch über ein enormes hydroelektrisches Potenzial am Kongofluß das theoretisch saubere Mineralverarbeitung mit sauberer Energie ermöglichen würde Auch wenn die ambitionierten Pläne für den Ausbau dieses Wasserkraftwerks bislang nicht vom Fleck kommen und man nun auch ehrlicherweise für einen Moment ausklammern muss, was das für die ökologische Entwicklung in der Region bedeuten könnte.
02:06:48: Wir wissen aber auch spätestens aus der Folge über Äthiopien dass ein Blick auf seinen Megaschauder lange Zeit vor ähnlich unüberwindbaren Problemen stand... Das muss kein Dauerzustand sein, zumal Äthiopien das Projekt ja letztlich sogar zumindest mehrheitlich selbst finanzierte.
02:07:09: Bei allem was wir in dieser Folge über externe Mächte, Lobbyismus und militärische Übermacht gehört haben wäre es also falsch daraus den Eindruck mitzunehmen afrikanisch Regierungen seien quasi abgeschrieben in dieser Geschichte und ausschließlich passive Verhandlungsobjekte.
02:07:24: der Kongo ist da sicherlich ein Extrem Beispiel aber stimmt eben längst nicht mehr überall.
02:07:29: Wie schon der Fall Rwanda zeigt, dass in kürzester Zeit nach dem Trauma des Genozids und mit einer denkbar schlechten Ausgangslage zu einem der reichsten Länder Afrikas aufgestiegen ist.
02:07:39: Auch wenn es Autorität gemanagt wird und Teil des Reichstums dabei aus dem Kongo stammt.
02:07:44: Aber es gibt auch andere Beispiele.
02:07:46: Rohstoffreiche Länder die eine andere Zukunft zumindest andeuten.
02:07:51: So hat Mali zum Beispiel zwanzig vierundzwanzig unter seinem neuen Bergbau Codex mit dem chinesischen Unternehmen Gengfang Lithium, ein Vertrag ausgehandelt, der der malischen Regierung einen Anteil von immerhin dreißig Prozent am Projekt sichert.
02:08:03: Dazu weitere fünf Prozent über lokale Investoren.
02:08:07: Burkina Faso wiederum hat unter seiner seit dem Putsch- Twenty-Zweiundzwanzig abtierenden Militäregierung zwei Goldminen von westlichen Unternehmen verstaatlicht und ebenfalls einen neuen Bergbau-Kodex eingeführt, der nun den staatlichen Anteil an Allninen von zehn auf immerhin fünfzehn Prozent erhöht.
02:08:23: Maßnahmen die internationale Beobachter durchaus kritisch sehen, was die Regierungsführung des Landes insgesamt angeht.
02:08:29: Die in der Berichterstattung über das Ressourcenmanagement aber auffällig oft schlicht übergangen werden.
02:08:35: und selbst die demokratische Republik Kongo hat zwanzig fünfundzwanzig nach dem Vorbild Nigerias einen eigenen staatlichen Investment vorgegründet um die Einnahmen aus ihrem Mineralreichtum zukünftig zu verwalten mit dem klaren, erklärten Ziele die Abhängigkeit von westlicher Entwicklungshilfe zu verringern.
02:08:53: Die ja gerade eh massiv gekürzt wird.
02:08:56: Der Mineralimperialismus aus West und Ost trifft also auf ein afrikanisches Umfeld das sich seit der ersten Hochphase des Imperialismus selbst stark verändert hat.
02:09:07: Und das geht sicherlich auch für in vielen Fällen Jahrzehnte von Gewalt und staatliche Entkernung aber eben nicht nur sondern auch für das Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung, von transnationalen Staatsbünden.
02:09:18: Und diversen Versuchen alte Verhältnisse mit diversen neuen und alten Methoden aufzubrechen – von Kooperationsverhältnissen zwischen China und Afrika in Äthiopien, dass die Partnerschaft geschickt nutzt oder eine neue Phase des populistischen Antikolonialismus wie in Burkina Faso.
02:09:36: Die Geschichte ist also längst nicht auserzählt.
02:09:39: Ganz im Gegenteil auch für uns nicht!
02:09:41: Denn in der dritten und letzten Folge dieser Reihe schauen wir uns dann genauer an, was sich daraus für die Zukunft ableiten lässt.
02:09:47: Welchen Hebel haben afrikanische Staaten heute tatsächlich – die sie vor zwanzig oder dreißig Jahren noch nicht hatten?
02:09:54: Und welches Potenzial können Sie dabei nutzen?
02:09:56: Was unternimmt die Demokratisch-Republik Kongo?
02:09:59: Was unternimmt die Afrikanischen Union?
02:10:01: von Exportbeschränkungen über regionale Wertschöpfungszonen bis hin zu dem, was man Rohstoffnationalismus nennen könnte … Stoßen all diese Versuche vielleicht auch noch an strukturelle Grenzen, die sich nicht einfach durch guten politischen Willen lösen lassen.
02:10:17: Also bis zum nächsten Mal!
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